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Kannen und Löffel: Was Hotels früher auf den Tisch stellten

Warnemünde Kannen und Löffel: Was Hotels früher auf den Tisch stellten

Klaus Möller sammelt auf der ganzen Welt altes Silbergeschirr aus Warnemünde

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Klaus Möller zeigt eine Kanne und eine Obstschale. Das Geschirr stammt aus alten Warnemünder Hotels.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Auf eines legt Klaus Möller Wert: „Ich habe immer in Warnemünde gewohnt, auch wenn ich Nebenwohnungen hatte.“ Klaus Möller, Chef des Fördervereins Leuchtturm Warnemünde, ist schließlich ein echter Warnemünder, hier geboren – und die Familie gibt es im Seebad bereits seit vier Generationen. Wer so tief mit seinem Heimatort verbunden ist, der widmet sich auch der Heimatforschung – Klaus Möller macht das seit seinem 15. Lebensjahr. Dafür gibt es einen Grund: „Frau Krakow von der Buchhandlung Krakow hat mir eine Handvoll Ansichtskarten, drei Kanonenkugeln, die die Schweden wohl hier abgefeuert haben, und ein paar Adressbücher zur Konfirmation geschenkt.“ Seither forscht Möller in der Warnemünder Geschichte – und außerdem sammelt er.

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Klaus Möller sammelt auf der ganzen Welt altes Silbergeschirr aus Warnemünde

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Nun hat er damit begonnen, altes Silbergeschirr aus den ältesten Hotels und Gaststätten des Seebades zu suchen. Dabei ist der 67-Jährige, der im Hauptberuf Ingenieur ist, auch recht erfolgreich.

„Angefangen hat das alles, als mir jemand eine Sauciere aus dem früheren Ostseehotel geschenkt hat“, sagt Möller. Seitdem stöbert er auf einem Internetmarktplatz nach alte Schätzen aus der Warnemünder Gastronomie. „Dort habe ich auch eine Kaffeekanne und eine Schüssel aus dem früheren Bahnhofsrestaurant bekommen. Der Verkäufer hatte die Schüssel als Aschenbecher genutzt“, sagt Klaus Möller. Er selbst kann sich noch daran erinnern, dass es früher im Bahnhof zwei Gaststätten gegeben hat, „eine normale und eine mit einem gehobenen Niveau“.

Auch das älteste Haus am Platz, das sich früher Pavillon nannte und heute das Hotel am Leuchtturm ist, ist in Möllers Sammlung bereits vertreten, „da konnte ich einen Löffel bekommen“. Auch von einem Online-Marktplatz sammelte Klaus Möller einen Obstschale aus dem Hotel Hübner. Einen seltsamen Weg bis nach Warnemünde ging ein Eisbecher aus dem Kurhaus. „Ich habe ihn in den USA im Internet aufgestöbert, allerdings wollte ihn mir der Verkäufer nicht schicken, weil es wegen der Zollbestimmungen in den USA zu umständlich ist.“ Erst ein Bekannter ersteigerte den Becher und brachte ihn Klaus Möller mit. „Es ist erstaunlich, wohin all das Silber aus den Warnemünder Hotels nach dem Krieg gelangt ist“, sagt Klaus Möller, der Pakete von vielen ausländischen Absender bekommt.

Zur Sammlung gehört auch Porzellan – bislang aber nur aus dem Restaurant des Warnemünder Segelclubs, dessen Gebäude im Jahr 1929 eingeweiht wurde. „Das allerdings habe ich einem Warnemünder abgekauft“, sagt Klaus Möller, der eine Sammlung mit Hotelgeschirr nach weiterführen will, denn das ist wohl auch ein Stück Heimat für das Warnemünder Urgestein. „Heimat ist für mich da, wo ich mich wohlfühle, wo meine Familie und meine Freunde sind“, sagt er. Und für sein Warnemünde sammelt er noch, der Schwerpunkt dabei liegt auf Büchern, auf Schriften und auf Bildern – darunter auch Ansichtskarten.

Michael Schißler

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