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Kirche ist „Großveranstalter“ zur Sail

Warnemünde Kirche ist „Großveranstalter“ zur Sail

Seemannsmission Rostock und Warnemünder Kirchgemeinde laden am Sonntag zum Seefahrergottesdienst ein

Warnemünde. Am Sonntag wird in Warnemünde der Seefahrergottesdienst gefeiert. Ein ganz besonderes Fest, wie Rostocks Seemannsdiakon Folkert Janssen sagt. Die Predigt wird Bischof Andreas von Maltzahn halten, der Shantychor „De Klaashahns“ wird „die Leute in die Kirche singen“ und während des Gottesdienstes auch manchen Choral anstimmen, Feier und Gedenken werden wie im richtigen Leben gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Die Rostocker Seemannsmission und die Warnemünder Kirchgemeinde bereiten den Gottesdienst gemeinsam vor. Das Motto lieferte in diesem Jahr der Erzähler, Lyriker, Elbfischer und Marinesoldat Gorch Fock: „Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer.“

 

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Rostocks Seemannsdiakon Folkert Janssen.

Quelle: Klaus Walter

Es klingt wie eine Binsenweisheit: „Die Sail ist umgeben von Schiffen.“ Für Folkert Janssen hat dieser Satz aber eine ganz besondere Bedeutung: Er meint nicht nur die Schiffe, die Jahr für Jahr zur Hanse Sail nach Rostock und Warnemünde kommen, sondern auch die Kirchenschiffe, die sich rund um das Veranstaltungsgelände im Rostocker Stadthafen und in Warnemünde finden. „Weit mehr als 1000 Menschen sitzen jedes Jahr bei den verschiedensten Gottesdiensten aus Anlass der Hanse Sail zusammen“, sagt Janssen. „Damit sind wir so etwas wie ein Großveranstalter zur Sail.“

Ein ganz besonderer Gottesdienst ist natürlich der Seefahrergottesdienst in der Warnemünder Kirche am Hanse-Sail-Sonntag. (Folkert Janssen: „Die Mutter aller Gottesdienste zur Hanse Sail.“) Auch hier gibt es wieder eine Bedeutung mit dem tieferen Sinn – diesmal im „wir als Veranstalter“. Der Seemannsdiakon erläutert es so: „Seit einigen Jahren bereiten die Rostocker Seemannsmission und die Warnemünder Kirchgemeinde diesen Gottesdienst gemeinsam vor.“

Das war nicht immer so. Der traditionelle Seefahrergottesdienst fand in Warnemünde am Wochenende vor der Hanse Sail statt, der Hanse-Sail-Gottesdienst am Sail- Sonntag in der Rostocker Petrikirche und 2003 – damals aus Anlass der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) – im Weidendom auf dem IGA-Gelände. „Das war die letzte getrennte Feier“, erinnert sich Janssen, der die Annäherung der beiden traditionsreichen Feiern „begleitet“ hat, wie er sagt.

Die Erinnerung an vergangene Zeit hat durchaus ihre Berechtigung: In diesem Jahr feiert die Seemannsmission ihr 25-jähriges Bestehen in Rostock. Gegründet wurde der Verein Deutsche Seemannsmission (DMS) Rostock am 31. Januar 1991 im Turm der Nikolaikirche – Initiatoren und Gründungsväter waren der Warnemünder Pastor Rolf Grund und Altstadtpastor Peter Wittenburg. „Hollfast“ ist seit August 1991 der Name des Seemannsclubs im Seehafen, den die Mission betreibt: „Halt oder Stütze ist der Sinn dieser plattdeutschen Begrifflichkeit“, sagt Janssen. „Und genau das ist unser Angebot an die Seeleute aus aller Welt.“

Betreffs des Inhalts der Predigt werde er sich wie jeder Gottesdienstbesucher vom Bischof überraschen lassen. Vielleicht werde es um die „Sturmstellung“ gehen aus dem Markus-Evangelium, „Herr über Wind und Wellen“. Und bibelfest zitiert Janssen den 40. Vers: „Warum hattet ihr solche Angst?, fragte Jesus seine Jünger. Habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?“

Hilfe für Seeleute

Die Deutsche Seemannsmission e.V. (DSM German Seaman’s Mission) ist eine christliche Sozialeinrichtung für Seeleute. Die DSM besteht seit 1898 und betreibt heute Stationen in 17

deutschen Städten und 20 in Städten außerhalb Deutschlands mit über 700 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Hauptsitz ist Bremen. Inhalt der Missionsarbeit ist die Unterstützung der Würde der Seeleute (Support of seafarers dignity) – das Wirken für ein menschenwürdiges Leben an Bord.

Klaus Walter

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