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Kirchenplatz: Für die Wehr wird‘s zu eng

Warnemünde Kirchenplatz: Für die Wehr wird‘s zu eng

Bei mehreren Terminen an und in der Kirche zeigt sich, dass die Zufahrten ungünstig liegen

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Die unterirdischen Glascontainer werden entleert. Im Ernstfall verstreichen wichtige Minute, bis diese Zufahrt frei ist. Fotos (2): Thomas Sternberg

Warnemünde. Langsam und ohne Sondersignal rollt die Feuerwehr zum Warnemünder Kirchenplatz. Sie umrundet die Westseite. Da beide Zufahrten links und rechts des Haupteingangs zugeparkt sind, sucht der Fahrer in der Mühlenstraße einen Stellplatz, obwohl er vor die Kirche wollte. Da es nicht brennt, stören die paar Schritte zur Kirche nicht. Doch auch bei einem richtigen Einsatz käme die Feuerwehr nur mit Mühe und einigen Rangierkunststücken — wenn die Zufahrten denn überhaupt frei sind — auf den Platz.

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Bei mehreren Terminen an und in der Kirche zeigt sich, dass die Zufahrten ungünstig liegen

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„Das ist keine Übung, wir haben nur einen Vor-Ort-Termin vereinbart, um uns alles einmal anzuschauen“, sagt Klaus Köster von der Rostocker Berufsfeuerwehr. Es sind die Männer der Feuerwache II aus Lütten Klein, die neben den freiwilligen Feuerwehren gerufen werden, wenn es brennt.

Ein solches Operativ Taktisches Studium (OTS) gibt es dreimal. Heute Vormittag ist die letzte Aktion vor der Kirche. „Die Männer machen sich mit den Gegebenheiten in der Kirche und im Turm vertraut, wenn einmal alles verraucht ist, ist es gut, wenn jeder eine Vorstellung von den Räumen hat“, erklärt Klaus Köster. Das Zeitfenster für ihre Studien ist da sehr variabel, denn bei einem Einsatz müssen alle sofort losbrausen.

Doch schon beim ersten Feuerwehr-Termin am 7. März war klar: Die engen Zufahrten, um überhaupt mit einem Leiterwagen vor den Kirchturm fahren zu können, sind ein Problem. Gestern waren beispielsweise beide zugestellt. Dort, wo die absenkbaren Poller an der Nordseite sind, stehen regelmäßig geparkte Autos — ganz regulär. Selbst wenn die beiden automatischen Poller frei sind, ist der Radius zu eng für die großen Löschfahrzeuge. „Im Notfall müsste der Löscheinsatz von der Straße aus organisiert werden“, so Köster. Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich klappbare Metallpoller. Gestern wurden dort die unterirdischen Glascontainer entleert. Es würden wertvolle Minuten verstreichen, bis die Aktion abgebrochen ist und das Fahrzeug zur Seite fährt. Allerdings ist es dort auch ohne Behinderungen so eng, dass beim ersten Termin der Leiterwagen nur mühsam rückwärts auf den Platz rangieren konnte.

„Eine Zufahrt auf den Platz von der Mühlenstraße aus könnte das Problem lösen, da ist ja genug Platz“, sagt Pastor Harry Moritz, der bei allen drei Terminen Gesprächspartner der Feuerwehr ist. Er findet es gut, dass sich die Feuerwehr alles einmal ansieht, auch wenn sie bisher nie gerufen werden musste.

„Silvester haben wir alle immer ein bisschen Angst und schließen dann alle Turm-Lucken“, erzählt Harry Moritz. Nicht auszudenken, wenn eine verirrte Glücksrakete den Weg in den Turm findet.

Sein Sorgenkind bleibt jedoch die Erreichbarkeit der Kirche für die großen Löschzüge über die jetzigen Zufahrten. Kein Schild und keine Markierung weist darauf hin, dass sie freizuhalten sind.

Dass die Westseite des Kirchenplatzes nach der großen Umgestaltung autofrei geworden ist und bereits mit mehreren Bäumen bepflanzt wurde, wertet den Platz deutlich auf. Er bietet so auch bei Bedarf den Rettungsfahrzeugen den notwendigen Platz.

Platz ist Schmuckstück

60 Parkplätze sind bei der Umgestaltung des Kirchenplatzes weggefallen. Die Westseite ist autofrei. Um Hochzeitsautos trotzdem direkt vor die Kirche vorfahren zu lassen, gibt es versenkbare Poller. Auf dem Platz wurden Bäume gepflanzt. 3,1 Million Euro hat die Umgestaltung gekostet. Am Rande gibt es eine automatische Verleihstation für Elektro- Fahrräder. Für große E-Motoren gibt es zudem eine Ladesäule. Auch für einen Brunnen vor der Kirche wurden alle Leitungen bereits verlegt.

Von Thomas Sternberg

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