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Kletterer bekommen Halle im Seebad

Warnemünde Kletterer bekommen Halle im Seebad

Junger Unternehmer bereitet die Eröffnung einer Boulderhalle am Dock Inn vor

Warnemünde. In der großen Halle neben dem entstehenden Hostel Dock Inn stehen ein paar Pfeiler, ein größerer Stapel Gipskartonplatten und Jano Tenev. Der Mann ist in dieser Halle wichtig: Er will aus ihr eine Boulderhalle machen. „Bouldern“ – das bedeutet Klettern ohne Seil – „ist der Trendsport im Moment“, sagt Tenev. Allerdings geht es dabei nicht so hoch hinaus wie an den Kletterwänden, wie man sie kennt. „Beim Bouldern liegt der oberste Griff in einer Höhe von 4,50 Meter“, sagt Tenev, „und die Stehhöhe beträgt zwei Meter über dem Boden.“

 

OZ-Bild

Wie hier in einer Braunschweiger Boulderhalle, können auch bald die Rostocker in Warnemünde die Wände hochgehen. Ihre Halle soll im Mai eröffnet werden.

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120 Routen für die Kletterer

Die Boulderhalle am Hostel Dock Inn in Warnemünde hat eine Grundfläche von 540 Quadratmeter, die Wandfläche, an der geklettert werden kann, beträgt etwa 430 Quadratmeter. 120 Kletterrouten werden den Gästen zur Verfügung stehen. Zum Angebot gehört eine Verleihstation für Kletterschuhe und eine Cafébar. Den Kunden werden während des Aufenthalts Snacks angeboten.

Jano Tenev will jetzt sein Hobby zu einem Geschäft machen. Er selbst ist begeisterter Segler und hat das Klettern für sich als Wintersport entdeckt, „um mich fit zu halten“. Allerdings hatte der Mann, der in Berlin aufgewachsen ist und Kommunikationsdesign studiert hat, dabei einige Schwierigkeiten zu überwinden, von seinem Heimatort Wismar aus, musste er lange Strecke zu den nächsten Boulderhalle zurücklegen, „weil Mecklenburg-Vorpommern keine hat.“ Das will er nun ändern und dem Bundesland die erste Boulderhalle verschaffen. Im Mai soll sie öffnen.

Von seiner Geschäftsidee ist der 36-Jährige überzeugt: „Bouldern ist total angesagt.“ Das hat seinen Grund, wie Jano Tenev findet: „Für das Bouldern braucht man nicht so viel Ausrüstung.“ Das sei beim Klettern an Wänden die zwischen 15 und 20 Meter hoch sind, anders. Außerdem: „Bouldern können eigentlich alle, das ist ein Familiensport“, bei dem man ein gutes Körpergefühl bekomme, weil alle Muskeln beansprucht werden.

Für die Gäste werden Klettertouren in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten werden. „Da kann sich dann jeder seine Route aussuchen“, sagt Tenev. In die Warnemünder Halle wird unter anderem eine Kletterinsel installiert und ein garagenartiges Element, „aus dem man dann herausklettern kann“. Allerdings müssen die Klettertouren in gewissen Abständen umgesteckt werden, „damit die Kunden neue Herausforderungen finden“. Die neue Boulderhalle wird in Stahlkonstruktion entstehen, die mit Holzplatten beplankt wird.

Felshelden wird sich die Boulderhalle nennen, diese Firma hat Jano Tenev als Einzelunternehmer gegründet. „Gebaut wird die Halle von den Investoren des Hostels Dock Inn, ich betreibe die Kletterhalle“, erläuterte der 36-Jährige, der gern zugriff, als sich ihm das Angebot in Warnemünde auftat, konnte er nicht widerstehen, zumal ihm der Standort von vornherein gefiel.

Tenev setzt bei seiner Entscheidung darauf, dass Warnemünde ein touristisches Zentrum ist und die Kletterhalle einerseits die Saison verlängern könnte, andererseits auch das Sportangebot in der Hansestadt Rostock verbessern kann. „Die Anbindung an die Hansestadt ist mit der S-Bahn gut“, sagt der Unternehmer, der auch drauf setzt, dass seine Kletterhalle von Schulen und den Hostel-Gästen besucht werden wird.

Michael Schißler

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