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Warnemünde Klettern ohne Netz und Sicherung

Erste Boulderhalle des Landes eröffnet im Mai / Auf 430 Quadratmetern kann ohne Seil geklettert werden

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Der Betreiber Jano Tenev hofft, dass die Boulderhalle Mitte Mai eröffnet werden kann.

Quelle: Fotos: Johanna Hegermann

Warnemünde. Langsam nimmt die neueste Freizeit-Attraktion in Warnemünde Gestalt an: In der großen Halle neben dem „Dock Inn“-Hostel entstehen Kletterwände. Anstatt jedoch gesichert aufzusteigen und sich abzuseilen, wird hier völlig frei geklettert: gebouldert, wie es neudeutsch heißt. Mitte Mai soll die erste Boulderhalle des Landes eröffnet werden. Auf 430 Quadratmetern können die Besucher der „Felshelden“ dann kreuz und quer durch die Halle klettern.

OZ-Bild

Erste Boulderhalle des Landes eröffnet im Mai / Auf 430 Quadratmetern kann ohne Seil geklettert werden

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Boulder kommt aus dem englischen und bedeutet „Felsblock“. Die „Felsen“ bestehen hier aus einer mit Holz verkleideten Stahlkonstruktion. „In den vergangenen Wochen ist hier viel passiert. Die Wände sind fast fertiggestellt“, sagt Jano Tenev. Er hat das Unternehmen „Felshelden“ gegründet und ist Betreiber der Einrichtung. Finanziert wurde der Bau durch den Eigentümer „Dock Inn“. Zu den Kosten möchte er keine Angaben machen.

Bis zur Eröffnung ist noch eine Menge zu tun. Unter anderem müssten die Kletterwände beschichtet werden und einen Anstrich in Weiß und Türkis bekommen. „Durch die Beschichtung wird die Oberfläche angeraut, damit die Kletterschuhe Halt haben“, sagt Tenev. Eine Absicherung durch ein Seil gebe es zwar nicht, gefährlich sei der Sport dennoch nicht. „Auf dem Boden wird eine 30 Zentimeter dicke, weiche Matte liegen, die eventuelle Abstürze und Absprünge abfedert“, erklärt der 36-Jährige, der mit diesem Projekt sein Hobby zum Beruf macht.

Der Sport sei für jeden geeignet. „Kinder fahren darauf ab, sie haben ein natürliches Kletterbedürfnis.“ Sportliche Erwachsene würden hier eine Alternative zum Fitnessstudio finden. „Sie können kreativ die Routen erkunden und mit anderen Menschen in Kontakt treten.“Auch für Anfänger gebe es keine Hürden. „Man muss sich nur Schuhe ausleihen und kann starten“, sagt der Wismarer. Die einfachsten Touren sind mit einem Aufstieg auf eine Leiter vergleichbar. Selbst als Reha-Sport eigne sich das Bouldern. Tenev: „Für Menschen mit psychischen Problemen ist es eine Möglichkeit, den Alltag auszublenden. Es wird auch Kurse für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen geben.“ Eine Außenkletterwand wie am Bunker soll es vorerst nicht geben. Die Planer wollen auf eine andere Art Gäste auch im Sommer in die Halle locken. „Momentan wird die Belüftungsanlage aufgebaut“, sagt Tenev. Eigentlich sei dies unüblich für eine Boulderhalle, da es mit hohen Kosten verbunden sei. Es habe aber den Vorteil, dass die Anlage die Luft im Sommer abkühle. Tenev: „Dadurch werden die Hände nicht so schwitzig.“ Außerdem nutzen die Boulder für den Aufstieg Talkumpuder, das sogenannte „Chalk“.

Dadurch fliege viel Feinstaub durch die Luft, der sich auf den technischen Geräten und in den Lungen absetze. Gerade für das Personal sei dies ungünstig. Die Lüftungsanlage solle die Halle mit frischer Luft versorgen.

Dass die Attraktion ein Erfolg wird, daran zweifelt keiner der Beteiligten. „Es gibt dafür großen Bedarf in Rostock“, schätzt Tenev. Durch ständig wechselnde Touren gäbe es auch Abwechslung für routinierte Kletterer. In Rostock gebe es bereits eine kleine Boulder- und Kletter-Szene, die sich um den Bunker in der Innenstadt konzentriere. Durch das neue Angebot könne diese weiter wachsen.

Monatlich neue „Probleme“

430 Quadratmeter Wandfläche wird es in der ersten großen Boulderhalle in MV geben.

Eine Route , die auch „Problem“ genannt wird, besteht aus rund 15 bis 20 Griffen. Ziel ist es, vom „Startgriff“ zum „Topgriff“ zu gelangen. Dieser sollte mit beiden Händen drei Sekunden lang gehalten werden, dann ist der Parcours abgeschlossen.

Etwa einmal im Monat gibt es neue „Probleme“. Die Routen werden in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden entworfen.

Johanna Hegermann

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