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Kommandowechsel in Hohe Düne

Warnemünde Kommandowechsel in Hohe Düne

Der Chef des Marinestützpunktkommandos Lorenz Finke verabschiedet sich aus Rostock und begrüßt seinen Nachfolger

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Unter Leitung des Flottenadmirals Jan C. Kaack (Mitte) übergibt Fregattenkapitän Lorenz Finke (52), l.) das Kommando Arne Tüchsen (39, r.).

Warnemünde. Militärisches Zeremoniell im Marinestützpunktkommando Hohe Düne. Die 70 Soldaten und 50 zivilen Mitarbeiter und Beamten bekamen gestern einen neuen Chef: Arne Tüchsen heißt der Mann, er ist 39 Jahre alt und Fregattenkapitän mit Dienstgrad. Der Kommandowechsel aber war „der Tag des Alten“, wie es bei der Marine heißt: Fregattenkapitän Lorenz Finke (52) verabschiedete sich nicht nur von seinem Kommando und seinen Mitarbeitern, sondern zugleich auch aus Rostock. Der neue Dienstort heißt Glücksburg.

Auslandseinsätze werden leider immer öfter nötig und notwendig. Was aber wären solche Einsätze, und wie wären sie möglich, ohne sicheren Heimathafen?“Flottenadmiral Jan C. Kaack

Dienstleister für Schiffe

Die Marinestützpunktkommandos der Deutschen Marine sind für die Hafenanlagen, in denen die Schiffe und Boote der Marine beheimatet sind, verantwortlich.

Sie organisieren den täglichen Betrieb der Häfen und halten Schlepper und Ölauffangschiffe bereit.

Das Stützpunktkommando Warnemünde in Hohe Düne gehört neben den Stützpunkten in Eckernförde und Kiel zur Einsatzflottille 1 in Kiel.

Seine letzte Amtshandlung als Stützpunktkommandant in Hohe Düne war eine Beförderung: Unmittelbar vor der Kommandoübergabe machte Lorenz Finke aus den Oberfähnrichen Stefan Hientzsch, Marco Herziger und Maik Laurenat waschechte Leutnants zur See. Kurz und schmerzlos im Vergleich zu dem, was dann folgte: militärisches Zeremoniell mit Blasmusik, Abschreiten der Ehrenformation, Ansprache vom Flotillenadmiral – dann tiefes Schweigen und ein stiller Gang hinaus. Abschied. Für immer.

Drei Jahre lang hatte Finke das Kommando in Hohe Düne. Als Chef des Stützpunktkommandos war er gewissermaßen der Chef im Hafen, war nicht nur für Kaianlagen und Gebäude, sondern auch für die reibungslosen Abläufe dort zuständig. „Service-Dienstleister für die Schiffe der eigenen Flotte“ umschreibt Finke sein Aufgabengebiet. Nicht Chef irgendeiner Hafenanlage, sondern der „des Heimathafens für Schiffe“, die immer öfter im Auslandseinsatz seien. „Es waren intensive Jahre, die ihren Tribut forderten“, sagte Finke. Das habe er am Bild im Internetauftritt des Stützpunktkommandos erkennen können, das, nun drei Jahre alt, einen anderen Menschen zeige. „Es waren vor allem sehr bereichernde Jahre“, sagte Finke. Dreimal war er vonseiten der Marine für die Mitgestaltung der Hanse Sail verantwortlich, zweimal habe er auf dem Stützpunkt den Tag der Bundeswehr mitorganisiert, unzählige Male ausländische Schiffe empfangen.

Das Bild vom sicheren Heimathafen nutzte auch Finkes Chef. Wie Flottenadmiral Jan Kaack, Kommandeur der Einsatzflotille 1 der Deutschen Marine, sagte, werden Auslandseinsätze der Marine immer öfter notwendig. „Was aber wären solche Einsätze, und wie wären sie möglich, ohne Heimathafen?“, frage er. Kaack würdigte Finke als „engagierten und sachkundigen Kommandeur“, als „berechenbaren, fairen Vorgesetzten für seine Untergebenen und Mitarbeiter“. Kaack: „Ich füge hinzu: Ein Pfundskerl!“ Große Fußstapfen, in die der Neue noch hineinwachsen muss.

Der stellte sich der Hafenmannschaft mit zwei Maximen vor: Aufrichtigkeit und Loyalität. „Die biete ich, fordere sie aber auch ein“, sagte Arne Tüchsen.

Klaus Walter

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