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Konditor des Scheichs: Seebad statt Emirat

Warnemünde Konditor des Scheichs: Seebad statt Emirat

Alexander Häbe tauscht Emirates Palace gegen Röntgen / Warnemünder Café wird moderner und größer

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Produktionsleiter Alexander Häbe (v.l.), der Chef Frank Röntgen und der Warnemünder Betriebsleiter Roman Lettow.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Wer Torten, Eis und Schokoladen auf höchstem Niveau herstellt, braucht neben vielen guten Bäckern und Konditoren eben auch einen großen Meister. Den hat das Unternehmen Röntgen mit Alexander Häbe (46) gefunden. Sozusagen direkt aus der Delikatessen-Abteilung der Scheichs ist er nun an der Ostseeküste zu Haue. Er ist der neue Produktionsleiter bei Röntgen.

Haus mit Tradition

Das Stammhaus des traditionsreichen Unternehmens Röntgen wurde 1993 in Kühlungsborn unter dem Namen Classic Conditorei & Cafe Röntgen wieder gegründet. Die Wurzeln reichen in Kühlungsborn bis in das Jahr 1879 zurück. Heute gibt es Filialen in Kühlungsborn, Warnemünde, Ahlbeck, Berlin und Helsinki. Die Konditorei-Erzeugnisse werden seit 2000 im Produktionsbetrieb Steffenshagen hergestellt.

„Das hier ist das Tüpfelchen auf dem I“, sagt Häbe und verweist auf die Möglichkeiten und den Qualitätsanspruch von Röntgen. Ihm hätten wohl überall die Türen offen gestanden. Denn über die Stationen Wiesbaden, Kitzbühl, München Düsseldorf und Sylt kam er 2001 ins Berliner „Adlon“. Danach begann die internationale Karriere als Chef-Konditor in Saudi-Arabien, Ägypten, Malaysia, Washington und seit 2011 in Kempinski-Hotels in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die letzten vier Jahre war er im „Emirates Palace“ in Abu Dhabi.

„Ich komme aus einer großen Familie, jeden Sonnabend wurde gebacken, dabei zu sein hat mir schon immer Spaß gemacht“, erzählt Häbe von den Wurzeln seiner Konditorleidenschaft. Er kommt aus dem Main-Taunus-Kreis in Hessen.

„Spätestens in einem Jahr wird seine Handschrift deutlich zu erkennen sein“, ist Firmenchef Frank Röntgen (53) überzeugt. Häbe werde eine eigene Produktionslinie entwickeln, so Frank Röntgen.

Seine „Classic Conditorei“ wolle den Export ausbauen und „eines unserer wichtigsten Cafés, das hier in Warnemünde, stärken“, informiert der alleinige Inhaber des Unternehmens mit rund 80 Mitarbeitern, 20 davon in der Produktion. Zur Saison 2017 soll das Warnemünder Café modernisiert und erweitert sein.

Einiges wird sich nicht verändern. „Die Sanddorn-Torten und das Eis gehen einfach immer gut“, verrät Roman Lettow, seit zwei Jahren Betriebsleiter in Warnemünde.

Das solle auch so bleiben, auch wenn neue Dinge hinzukommen, versichert Alexander Häbe. So werde beispielsweise das Eis weiter ganz allein produziert. „Wir kaufen die Vanilleschoten ein und verarbeiten sie, da wird nichts aus der Tüte geholt und verrührt, bei uns ist alles richtiges Handwerk“, erzählt Häbe. „Wir bilden auch aus, und wer an dem Beruf interessiert ist, ist willkommen“.

Man sei jederzeit offen für Bewerbungen für eine Ausbildung, aber auch für den Produktions- und Servicebereich, ergänzt Frank Röntgen. Der stolz auf das gute Klima im Unternehmen ist, darauf, dass man sich austausche, sich für seinen Bereich verantwortlich fühle. Darum liefen auch die Cafés in Berlin und Helsinki so gut.

Nach Deutschland zurückzukehren sei die richtige Entscheidung gewesen, findet Alexander Häbe. Auch für seine beiden Kinder, die in den USA geboren wurden. Sie könnten sich hier frei an der frischen Luft bewegen, Fahrrad fahren. In Abu Dhabi seien die Kinder zum Spielen in große klimatisierte Gebäude gegangen. Bei 48 Grad Celsius sei der Aufenthalt im Freien so gut wie unmöglich.

Thomas Sternberg

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