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Küstenweg: Sturzgefahr durch Wurzeln

Warnemünde Küstenweg: Sturzgefahr durch Wurzeln

Fahrradclub bemängelt Zustand / Umweltsenator sieht Nachholbedarf bei Schildern in Warnemünde

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Große Schilder verraten, wo es lang geht - und dass der Abschnitt Teil des Küstenradwegs ist. Er führt durch Diedrichshagen nach Warnemünde. Nach der Fährfahrt geht es weiter Richtung Graal Müritz. Aber nicht überall stehen ausreichend Schilder, beklagt der ADFC.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Warnemünde. Er sei einer der schönsten Radwege, sagt Michael Reitz. Über mehr als 1000 Kilometer erstreckt er sich entlang der Ostseeküste, von der dänischen Grenze bei Flensburg bis nach Swinemünde. Aber: Der Ostsee-Radfernweg ist nicht überall in gutem Zustand. Müll, Abnutzung und Baumwurzeln könnten sogar gefährlich werden, sagt der Vorsitzende des Rostocker Regionalverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

OZ-Bild

Fahrradclub bemängelt Zustand / Umweltsenator sieht Nachholbedarf bei Schildern in Warnemünde

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„Das ist ein Dauerbrenner in Warnemünde“, sagt Horst Döring (Linke), stellvertretender Ortsbeiratsvorsitzender. „Das sind Egoismen der Leute.“ Denn die würden ihren Müll einfach auf den Radweg werfen – „oder ihre Hundekotbeutel“, sagt er deutlich. Michael Reitz kennt das Problem zwar, andere wiegen für ihn aber schwerer. „Was nicht bedeutet, dass wir das gutheißen“, betont er. Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) kann nicht nicht bestätigen, dass vermehrt Müll an der Strecke liegt.

„Die Beschilderung hat stark nachgelassen“, berichtet Reitz davon, dass die Hinweistafeln verschmutzt oder verblasst und teilweise kaum noch lesbar sind. Vor allem in Waldnähe, wo sie starker Witterung ausgesetzt sind, sei das ein Problem. An einigen Abschnitten fehlten Schilder sogar ganz. Zum Beispiel am Parkplatz der Wiro, den die Radler nutzen, um nicht durch den Tunnel zur Fähre fahren zu müssen. Auch da sieht der ADFC Nachholbedarf am Radfernweg. Das sieht auch Holger Matthäus so. Das gelte aber nur für den Stadtbereich Warnemünde. Außerhalb dessen sei das anders: „Ich brauche da keine Schilder“, sagt er. Dort gehe es nur geradeaus. Wegweiser sind laut Senator nur nötig, wo für den Radler nicht ersichtlich ist, wo er entlang fahren muss oder er sich zwischen Wegen entscheiden muss.

Die Route führt vielerorts durch die Natur. Baumwurzeln heben Asphalt oder Boden an. Dort besteht laut Reitz erhöhte Sturzgefahr – und somit ein großer Mangel. In einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage des Ortsbeirats ist sogar die Rede davon, dass der Radweg für Rollstuhlfahrer nicht zu empfehlen sei. „Wir haben den Kompromiss gefunden, nicht auf der ganzen Strecke zu asphaltieren“, erklärt der Senator. Die Entscheidung sei auch der Umwelt zuliebe gefallen. Michael Reitz: „Alle Wege sollte man aber zumindest befestigen.“ Laut Holger Matthäus wird das auch regelmäßig getan. „Es ist normal, dass der Weg abnutzt“, sagt er.

„Ich bin den Weg selbst oft gefahren“, so Matthäus weiter. Von daher kenne er die Strecke. Und insgesamt habe der Radweg „ein relativ gutes Niveau – im Vergleich zur städtischen Infrastruktur“. Dort, wo der Weg asphaltiert ist, „stechen keine Wurzeln durch“, so Matthäus. Zwischen Wilhelmshöhe und Stolteraer Spitze aber müsse regelmäßig nachgebessert werden. „Das wird jetzt im Frühjahr wieder gemacht“, sagt Matthäus.

Alle vier bis sechs Wochen fahren Mitarbeiter der Stadt die Straßen ab. So auch die Radwege. Und kleinere Schäden würden binnen weniger Wochen behoben, sagt Matthäus. Außerdem setzt die Stadt einen Radwegewart ein.

Der Weg ist wichtig für den Tourismus. Darin sind sich Matthäus und Reitz einig. Bis zum Saisonstart muss der Weg tadellos sein. Tausende Radler nutzen ihn – und das oftmals täglich.

Route entlang der Ostsee

1104 Kilometer ist der Radweg laut ADFC lang. Er führt von der dänischen Grenze im Norden Schleswig-Holsteins entlang der Küste, rund um Fehmarn und über den Priwall nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Route führt duch Boltenhagen und Wismar, um die Insel Poel nach Warnemünde, von dort über Graal Müritz, den Darß, Stralsund und Rügen sowie Greifswald bis nach Swinemünde. Rund 600 Kilometer ist die Strecke an der Küste von MV lang.

Der Schwierigkeitsgrad wird auf der Website des ADFC als überwiegend leicht angegeben. Auch Verkehr gibt es auf der Route kaum. Die Strecke ist aber eher für Touren-, weniger für Rennräder geeignet.

Informationen zur Strecke gibt es im Internet unter www.mecklenburger-radtour.de. Dort gibt es auch ein E-Book mit den zehn schönsten Ausflugszielen.

Philip Schülermann

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