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Kult-Bar: 20 Millionen Broiler seit 1971

Warnemünde Kult-Bar: 20 Millionen Broiler seit 1971

Broilerbar im Hotel Neptun nach Renovierung wiedereröffnet / DDR-Charme bleibt erhalten

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Hartmut Florkowski (52) ist Chef am Broiler-Grill seit 2002. FOTOS (4): KLAUS WALTER

Warnemünde. „Die Broilerbar im Neptun ist Kult“ – kaum jemand, der diese Aussage in Zweifel zieht, und wer es versucht, erntet Protest: Seit 1971 gingen hier im Warnemünder Hotel Neptun mehr als zwanzig Millionen Grillhähnchen mit Pommes Frites über den Tresen – geviertelt, halbiert oder ganz, mit Teufels- oder Puszta-Sauce, Ketchup oder Curry-Majonnaise.

 

OZ-Bild

Nach 45 Jahren durchgängiger Öffnungszeit mussten wir in eine moderne Küchentechnik investieren und haben zugleich die Chance zur Renovierung genutzt. Guido Zöllick,

Quelle:

55 Tonnen Hähnchen im Jahr

55 Tonnen Grillhähnchen pro Jahr kommen in der Broilerbar im Warnemünder Hotel Neptun auf den Tisch.

35 Tonnen Pommes frites

Gestern, nach sieben Wochen Schließzeit, wurde die „Grillstube Broiler“, wie sie nun heißt, nach der „behutsamen Renovierung“ offiziell wiedereröffnet.

„Die Herausforderung lag darin, alles zu erneuern, aber nichts zu verändern“, sagt Hoteldirektor Guido Zöllick. „Aber nach 45 Jahren durchgängiger Öffnungszeit mussten wir in neue Küchentechnik investieren und haben zugleich die Chance genutzt, den Gastraum zu renovieren, aber das typische Ambiente zu erhalten.“ Soll heißen: Küchentechnik des neuen Jahrtausends im Charme der 70er Jahre.

Die Architektinnen Andrea Holdt und Jana Fuhrmann studierten alte Fotos und verpassten der nur 96 Quadratmeter großen Broilerstube ein sanftes Lifting. Fußboden und Tische blieben, die Bänke wurden erneuert, Farbauswahl und Innenraumgestaltung wurden wieder an das Original von 1971 angeglichen. Schwieriger war es, einen passenden Grill zu finden. Der alte funktionierte zwar noch, aber der zur Seite gelegte Ersatzteilvorrat war fast aufgebraucht. „In Italien fanden wir schließlich einen Hersteller, der ein Gerät nach dem Prinzip unseres Grills liefern konnte“, verrät Danny Jäger, Gastronomie-Chef des Hauses. Denn das war von Anfang an das Gebot: „Auf dem Teller darf sich nichts verändern, Das beliebte Produkt muss genauso schmecken wie all die Jahre zuvor.“ Das hat offenbar gut funktioniert. Bereits am Wochenende ging die Broilerbar in den Probebetrieb. Wie immer war es knackevoll, und mancher Gast stand gerne seine halbe Stunde an. „Meine Tochter hat den Broiler mit nach Hause gebracht“, erzählt die Warnemünderin Marita Bojarra, alias Mariken. „Echt lecker zum Abendbrot, und das machen wir mindestens drei-, viermal im Jahr.“

Werner Fischer, heute mehr im Warnemünder Ortsbeirat oder im Kulturklub Warnemünde (KKW) aktiv, erinnert an die ruhmreiche Geschichte des Hauses: Familien gingen zu DDR-Zeiten erst ins Schwimmbad, dann einen Broiler essen. „Als Jugendliche gingen wir erst einen Broiler essen, dann in die Neptun-Disco“, erzählt Fischer. Und richtig sei wohl auch, dass es kaum einen Warnemünde-Besucher gibt, der nicht seinen Broiler im Neptun gegessen hat.

Klaus Walter

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