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Lebensretter bauen Boote an der Ostsee

Warnemünde/Gehlsdorf Lebensretter bauen Boote an der Ostsee

Tamsen Maritim in Gehlsdorf erhält Großauftrag der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

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Das 2015 von Tamsen Maritim an die DGzRS ausgelieferte 10,1-Meter-Boot „Henrich Wuppesahl“ in der Erprobung vor Warnemünde.

Quelle: DGzRS

Warnemünde/Gehlsdorf. Die Werft Tamsen Maritim am Gehlsdorfer Ufer der Warnow hat den Auftrag zum Bau von drei neuen Seenotrettungsbooten erhalten. Sie sollen zwischen Herbst 2017 und Sommer 2018 an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) geliefert werden. „Das ist eine tolle Nachricht“, sagt der Leiter des DGzRS-Informationszentrums am Warnemünder Leuchtturm, Jörg Westphal. „Wenn die Spendengelder unserer Bürger und Gäste nicht nur der Sicherheit der Seeleute dienen, sondern auch Arbeit in der Region sichern helfen, ist das gut für uns alle.“

Eckdaten der Boote

10,1 Meter beträgt die Länge über Alles, 3,61 die Breite über Alles, der Tiefgang ist 0,96 Meter.

18 Knoten schnell sind die Boote, das sind rund 33 Kilometer pro Stunde. Möglich ist das durch die Maschinenleistung von 380 PS, die auf einen Propeller übertragen wird.

Bei den Neubauten handelt es sich um Boote der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS, teilte die Zentrale der Seenotretter in Bremen mit. Ein Boot dieses Typs mit der internen Nummer SRB 65 wurde bereits 2014 an der Warnow auf Kiel gelegt und 2015 – im 150. Jubiläumsjahr der DGzRS – ausgeliefert. Die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, Daniela Schadt, taufte das Boot beim Jubiläums-Festakt am 29. Mai vergangenen Jahres in Bremen auf den Namen „Henrich Wuppesahl“.

Mit der Qualität des abgelieferten Schiffes sind die Seenotretter offenbar zufrieden, wie der neue Auftrag belegt. „Die Boote dieses Typs haben sich in zahlreichen Einsätzen auch unter extremen Bedingungen zur Zufriedenheit der Besatzungen in allen Revieren hervorragend bewährt“, erläutert der Bremer Seenotretter-Sprecher Christian Stipeldey.

Insgesamt lässt die DGzRS derzeit sechs Boote dieser Klasse bauen. Drei weitere werden auf einer Werft an der Unterweser gefertigt. „Die Seenotretter bereiten sich mit sprichwörtlichem nautischen Weitblick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vor“, sagt Stipeldey. Die entscheidende Formel dabei laute „60 – 30 – 2“. Soll heißen: Die DGzRS modernisiert konsequent ihre aus rund 60 Einheiten bestehende Rettungsflotte. Durchschnittlich 30 Jahre sind die Seenotrettungskreuzer und -boote im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Rein rechnerisch ergebe sich daraus der Bedarf, jährlich durchschnittlich zwei neue Einheiten in Dienst zu stellen. Dieser Wert sei in den letzten Jahren eher unterschritten worden. Außerdem wurden zur Anpassung der Flotte im östlichen Landesteil zwischen 1990 und 1994 in nur vier Jahren insgesamt 24 neue Rettungskreuzer und -boote in Dienst gestellt. „Dies gelang damals dank der großartigen Unterstützung der treuen Förderer der DGzRS“, sagt Stipeldey. So sei es auch jetzt. „Unerwartete zweckgebundene Nachlässe versetzen uns in die glückliche Lage, das Neubauprogramm auf mehr Jahre zu verteilen und einige Boote vorzuziehen.“

Klaus Walter

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