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Warnemünde MV hat jetzt drei Dimensionen

Kongress im TZW: 120 Geo-Informatiker sprechen über neuste Entwicklungen und Verfahren

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Verwaltungsfachmann Sven Batrusch (l.) mit Jörg Schröder, Andreas Golnik und Marco Zehner vom GeoMV-Verein.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Zum zwölften Mal haben sich Informatiker aus der Region zum „GeoForum MV“ im Warnemünder Technologiezentrum zusammengefunden. Die 120 Spezialisten aus Software-Schmieden, öffentlichen Verwaltungen und von Geräteherstellern sprechen zwei Tage lang über die neuesten Entwicklungen und Anwendungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Geoinformationswirtschaft. Ganz neu im Trend: die Anwendung von Geodaten im Bereich Energie.

Geoinformation

Im 20. Jahrhundert wurden Gegenstände auf der Erdoberfläche mit gedruckten Landkarten dokumentiert. Mit Aufkommen der Informationstechnologie und den digitalen Techniken liegen raumbezogene Daten (Geodaten) auch digital für viele Anwendungen vor.

„Überall verstecken sich heute Geoinformationen und Geodaten“, sagt der Vorsitzende des Vereins GeoMV, Andreas Golnik. „Sie haben bereits einen festen Bestandteil in unserer Gesellschaft.“ Hierbei gehe es nicht nur um das ständige Dokumentieren eigener Aktivitäten, wie etwa mit dem elektronischen Fahrtenbuch. Vielmehr basierten inzwischen viele Fachverfahren im betrieblichen und behördlichen Umfeld auf Geo-Daten und ihre Darstellung. „Gerade in der Verwaltung wurden und werden die Rahmenbedingungen angepasst, so dass zahlreiche Geofachdatenbestände entstehen und frei verfügbar sind“, sagt Golnik. „Auf dem Geo-Forum wollen wir unter dem Motto ,Geoinformation im Alltag — Nutzen und neue Anforderungen‘ die Themen angehen.“

Was zunächst etwas abstrakt und sperrig klingt, wird deutlicher, wenn Sven Baltrusch, Dezernent im Landesamt für innere Verwaltung, neueste Anwendungsmöglichkeiten vorstellt: Bislang gaben Landkarten Auskunft über die Lage von Gebäuden. Mit dem neuen Daten-Bestand ist es jetzt in Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend möglich, jedes Gebäude auch in seiner Höhe und mit der entsprechenden Dachform dreidimensional auf dem Bildschirm darzustellen. „So erkennen wir nicht nur die Gebäudeform, sondern können auch den umbauten Raum ermitteln und etwa Ableitungen für den Energiebedarf errechnen“, sagt Baltrusch. Damit seinen solche Daten nicht nur im Baurecht relevant, sondern auch für die Energiewirtschaft wertvoll. Die Daten für die 3D-Darstellungen stammen zum einen aus dem Liegenschaftsamt, zum anderen aus Überflügen des gesamten Landes mit Laser-Scannern. „Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat hier bundesweit eine Vorreiterrolle“, sagt Baltrusch. „Wir sind die einzige Verwaltung, die diese Arbeit aus eigener Kraft für das gesamte Bundesland bereits geschafft hat.“ Noch seien die Daten in der Auswertung, aber bereits in zwei, drei Monaten werden sie auf dem Geodaten-Portal des Landes für jedermann öffentlich zugänglich sein, verspricht der Verwaltungsfachmann.

Von Klaus Walter

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