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Meeresforscher auf Lachgas-Expedition

Warnemünde Meeresforscher auf Lachgas-Expedition

Internationales Team will mit Warnemünder Forschungsschiff Treibhausgase untersuchen

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Das am Warnemünder Meeresforschungsinstitut beheimatete Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“.

Quelle: Michael Naumann/iow

Warnemünde. Unter Leitung des Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) brechen am Sonnabend zwölf Wissenschaftler aus Deutschland, England, den USA und China mit dem Warnemünder Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ zur großen „Lachgas-Expedition“ in die Ostsee auf. Das internationale Team will weltweit den Ausstoß der Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid – allgemein bekannt unter dem Trivialnamen Lachgas – erforschen und dafür während der einwöchigen Expeditionsreise die wesentlichen Voraussetzungen schaffen: die Vereinheitlichung der Messmethoden.

Methan und Lachgas gelten neben Kohlendioxid als die wichtigsten natürlichen Treibhausgase. Doch während es für die Entstehung von Kohlendioxid bereits flächendeckende Karten für alle Ozeane und Weltmeere gibt, sind die Erkenntnisse über die Bildungen von Methan und Lachgas noch „sehr lückenhaft“, wie es in einer IOW-Veröffentlichung heißt. Das liege zum einen daran, dass die Emissionen hauptsächlich den Küsten- und Schelfregionen entstammen. Diese Seegebiete sind so unterschiedlich, dass einzelne Messergebnisse nicht auf größere Areale übertragen oder hochgerechnet werden können.

Zum anderen fehlten bislang geeignete Messinstrumente, um für große Messkampagnen gerüstet zu sein. „Das hat sich in den letzten fünf Jahren grundlegend geändert“, sagt IOW-Wissenschaftler Prof. Dr.

Gregor Rehder, der die Ostsee-Expedition leitet. „Durch die Entwicklung neuer Detektoren können wir heute Methan und Lachgas trotz ihrer viel geringeren Konzentration im Oberflächenwasser so präzise und zeitlich wie räumlich hochaufgelöst messen wie Kohlendioxid“, so Rehder weiter.

Die neuen Geräte erlauben es sogar, solche Messungen nicht nur auf Forschungsschiffen durchzuführen. Denkbar sind sie künftig auch auf Frachtschiffen während der normalen Handelsfahrt über die Weltmeere. „Damit ist der Weg frei, um in großen Schritten unsere Kenntnisse über die Klimagase zu vertiefen“, sagt Meereschemiker Rehder. Die Messungen selbst werden immer ein Gemeinschaftswerk vieler bleiben. „Damit die Daten vergleichbar sind und die sichere Basis für die weltweite Bilanzierung der Klimagase bilden können, müssen Geräte und Methoden aufeinander abgestimmt werden“, erläutert Rehder. Genau dies sei Ziel der Expedition.

Klaus Walter

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