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Mobil mit dem Ortsbus: Neue Ideen für den Verkehr

Warnemünde Mobil mit dem Ortsbus: Neue Ideen für den Verkehr

Fährt bald ein Elektro-Bus durch die Mühlenstraße? / Bekommt der Fähranleger auch diesseits der Warnow eine Bushaltestelle? / RSAG arbeitet an neuer Linienführung

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Abfahrt nur jede halbe Stunde: Die Buslinie 37 hält viel zu selten am Kirchenplatz.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. „Die Anbindung Warnemündes per Bus ist schlecht, Ortskern, Randbereiche und neue Wohngebiete werden nicht wirklich erreicht, die Taktfrequenzen von einer halben Stunde sind nicht attraktiv, die Fähre zur Hohen Düne ist gar nicht einbezogen.“ – Diese beinahe niederschmetternde Einschätzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Warnemünde stammt nicht etwa von nörgelnden Fahrgästen, sondern von der Rostocker Straßenbahn AG. „Dort weiß man um die Probleme“, versicherte RSAG-Verkehrsplaner Andrej Kirschbaum am Dienstagabend dem Warnemünder Ortsbeirat. Genau deshalb sei man derzeit dabei, neue Ideen für die Verkehrserschließung des Seebades zu entwickeln. Einige Ideen stellte Kirschbaum vor.

OZ-Bild

Fährt bald ein Elektro-Bus durch die Mühlenstraße? / Bekommt der Fähranleger auch diesseits der Warnow eine Bushaltestelle? / RSAG arbeitet an neuer Linienführung

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„Ziel aller Überlegungen sind die bessere Erreichbarkeit insgesamt und die Anbindung des Ortskerns“, sagte Kirschbaum. Denn wenn es darum gehe, Autoverkehr aus dem historischen Kern des Seebades herauszuhalten, gehe das nur mit attraktiven Angeboten im öffentlichen Personenverkehr. Und da die S-Bahn bereits von einem Großteil der Tagesgäste akzeptiert sei, gelte es auch, beide Bahnhöfe in die Planungen des innerörtlichen Verkehrs einzubeziehen. Außerdem gehe es darum, Diedrichshagen besser mit dem Ortskern zu verbinden, weil die dort lebenden Einwohner auf Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und die sonstige Infrastruktur Warnemünde angewiesen seien. Zwei Varianten künftiger Linienführungen stellte Kirschbaum detailliert vor. Beide gehen davon aus, dass eine Rundlinie von Warnemünde über Diedrichshagen, Lichtenhagen und zurück nach Warnemünde erhebliche Verbesserungen in Sachen Anbindung bringen könne. Zudem solle eine zweite Linie den Ortskern erschließen und die Verbindung zwischen S-Bahnhöfen schaffen. „Die Erschließung des Ortskerns braucht aber auch eine Befahrbarkeit der Mühlenstraße“, sagte Kirschbaum und versuchte die Idee den Warnemündern schmackhaft zu machen:

Kunden würden an Schaufenstern und Restaurants vorbeigefahren und könnten sich im Bus überlegen, wo sie als Nächstes hinwollten. Ziel sei natürlich, dies alles mit Elektrobussen zu realisieren, da Abgase und Lärm nicht zum Image des Seebades passten.

Es sei positiv, dass man sich Gedanken um Warnemünde mache, sagte Ortsbeiratschef Alexander Prechtel (CDU). „Über die Mühlenstraße wird aber noch zu diskutieren sein.“ Elektrobusse und höhere Taktfrequenzen hätten ihren Charme, sagte er.

RSAG-Vertriebsleiterin Catrin Dumrath gab dem aber gleich einen Dämpfer. „Noch erfüllen die Elektrofahrzeuge nicht die Erwartungen“, sagte sie. Ein wirtschaftlicher Betrieb im ÖPNV sei noch nicht möglich. Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) informierte, dass alle genannten Überlegungen Bestandteil eines Mobilitätsplanes für ganz Rostock seien. Der Plan solle im Januar in der Bürgerschaft beschlossen werden, zuvor werde es im Herbst ein großes Forum für die Öffentlichkeit geben.

Szenarien zur verkehrlichen Entwicklung

Der Mobilitätsplan Zukunft legt für zehn bis 15 Jahre die wichtigsten Ziele für den Verkehr in Rostock fest. Grundlagen sind die Leitlinien der Stadtentwicklung, der Masterplan Klimaschutz, Lärmaktions- und Luftreinhalteplan der Stadt. Die Arbeiten am Mobilitätsplan Zukunft sind in vollem Gange. Dazu bittet die Rostocker Straßenbahn AG seit geraumer Zeit um die Mitarbeit der Bürger. Auf der Internetseite https://rostock-bewegen.de können sich alle Einwohner der Hansestadt und der umliegenden Gemeinden über den Stand der Planungen und die Diskussion informieren.

Klaus Walter

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