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Modernes WC soll Trockenklo ersetzen

Hohe Düne Modernes WC soll Trockenklo ersetzen

Ortsbeirat „Heide“ fühlt sich bei Plänen des Kommunalen Eigenbetriebs KOE übergangen / Bau für Mai 2017 geplant

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Das Trockenklo am Fähranleger wird gern gemieden.

Hohe Düne. „Nicht mehr zeitgemäß“ ist wohl die harmloseste Beschreibung für das Trocken-WC am Fähranleger Hohe Düne. Jetzt will der Kommunale Eigenbetrieb Objektbewirtschaftung (KOE) das stille Örtchen ersetzen. Die nun bekannt gewordenen Pläne dafür stoßen beim Ortsbeirat „Heide“ jedoch auf herbe Kritik. „Geht gar nicht“, sagten unisono gleich mehrere Beitratsmitglieder in der öffentlichen Sitzung am Mittwochabend im Heidehaus. Vor allem kritisierte der Beirat, nicht in die Planungen einbezogen worden zu sein.

WC mit Serviceraum

Laut Ausschreibung will die Stadt am Fähranleger eine City-WC-Anlage mit einer Kabine, Serviceraum, behindertengerecht und automatischer Reinigungsanlage errichten.

• Internet: http://rathaus.rostock.de unter Stichwort „Ausschreibungen“

In Sachen öffentliche Toiletten können weder Warnemünde noch Hohe Düne oder Markgrafenheide glänzen. Trotzdem: Die Seebäder östlich des Neuen Stroms hinken noch weiter dem Seebad-Standard hinterher als Warnemünde. Wenn überhaupt, gibt es Holzhäuschen und Trockenklos am Rande der Parkplätze, nicht eines davon außerhalb der Saison nutzbar, andere haben ihre gesamte Nutzungsdauer längst hinter sich.

Eigentlich erfreulich, dass der KOE nun wenigstens in Sachen Notdurft am Fähranleger handeln will. Inwieweit die letzte Ortsbegehung von Stadtverwaltung und Ortsbeirat Ende September dazu beigetragen hat, ist nicht bekannt. Damals hatte sich der Leiter des Amtes für Verkehranlagen, Heiko Tiburtius, einen Eindruck von dem Herzhäuschen verschafft. Die Aussage „unzumutbar“ ist überliefert.

Genau diese Einschätzung nahm der Ortsbeirat zu den neuen Plänen vor. Grund: Nur eine einzige Toilettenkabine – von Frauen und Männer gemeinsam zu nutzen – soll im Frühjahr 2017 entstehen. Das bestätigte KOE-Sprecher Nico Seefeldt. „Das ist ausreichend“, begründete er. Messungen im Vorfeld hätten ergeben, dass die Toilette kaum genutzt werde.

Ob das möglicherweise am nicht mehr zeitgemäßen Standard oder dem Eigengeruch der Anlage lag? Seefeldt verweist auf die öffentliche Ausschreibung: Die neue Toilette solle über Wasseranschluss und automatische Reinigungsanlagen für WC-Sitz und Fußboden verfügen. Dass der Ortsbeirat noch nicht um Zustimmung gebeten wurde, liege an der Art des Verfahrens. „Eine funktionale Ausschreibung“, sagte er. Die Eckdaten seien vorgegeben. Gestaltung, Aussehen und Ausführung der Anlage ergäben sich erst aus den Angeboten. Diese würden für Mitte November erwartet, dann werde der Ortsbeirat einbezogen, versprach Seefeldt. Gebaut werde im Mai 2017.

Klaus Walter

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