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Motoren-Forschung für saubere Schiffe

Warnemünde Motoren-Forschung für saubere Schiffe

Uni-Professor Horst Harndorf setzt gemeinsam mit der Industrie Maßstäbe für Umweltschutz

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Professor Horst Harndorf (r.) diskutiert mit Sascha Prehn über einen auf Erdgasbetrieb umgerüsteten Dieselmotor, der in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

Quelle: Uni Rostock/rahr

Warnemünde. Die Umweltbelastungen durch Kreuzfahrtschiffe für Warnemünde werden seit Jahren untersucht und kontrovers diskutiert. Wenn diese und andere Schiffe künftig sauberer unterwegs sind, ist das auch Wissenschaftlern der Uni Rostock zu verdanken. Professor Horst Harndorf (65) leitet den Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik. Heute wird der gebürtige Kasseler mit einem Festkolloquium in den Ruhestand verabschiedet.

In den vergangenen zehn Jahren ist er seinem großen Ziel, schadstoffarme Motoren zu entwickeln, einen großen Schritt nähergekommen. „Warnemünde lebt vom Tourismus und den Kreuzfahrtschiffen. Wir müssen deshalb dafür sorgen, dass die Luftverschmutzung zurückgedrängt wird“, sagt der Wissenschaftler. Darum sucht er seit vielen Jahren für Diesel-, Schweröl- und Gasbrennverfahren alternative Kraftstoffe und Abgasnachbehandlungskonzepte. Ein Herzstück der Forschungen ist ein neuartiger Ein-Zylinder-Motor, der gerade in Betrieb genommen wurde. „Das ist der größte Ein-Zylinder-Motor, an dem an einer deutschen Universität geforscht wird“, sagt Harndorf stolz. Mit vier Millionen Euro ist es eines der großen Forschungsprojekte, das er landesweit mit seinem Team an Land gezogen hat. Der Motor ermöglicht es, an ökologisch vertretbaren Brennverfahren zu experimentieren. Dabei lasse er seinen Mitarbeitern Freiheiten und Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen, berichtet Teamleiter Dr. Christian Fink.

Längst hat sich auch die durch Harndorf alle zwei Jahre initiierte Rostocker Großmotorentagung für die maritime Branche europaweit zum Expertentreff entwickelt.

Für Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck ist dies auch ein Beweis, dass Horst Harndorf der Großmotoren-Forschung zu internationalem Rang verholfen hat. „Er hat darüber hinaus die Verbindung von emissionsreduzierender Grundlagenforschung und konkreten Anwendungen, insbesondere für die Schifffahrt, geschaffen“, hebt der Rektor hervor.

Harndorf läutete auch ein Umdenken im Hörsaal ein. „Inhalte am Zeitgeist präsentieren“, ist seine Devise. So werden neueste Erkenntnisse ohne Zeitverlust in die Vorlesungen eingebunden.

Von den Studenten und den Industriepartnern wird er gleichermaßen geschätzt. „Es wurden in den vergangenen Jahren diverse gemeinsame Forschungsprojekte gestartet, und auch viele unterschiedliche Untersuchungen in unserem Auftrag ausgeführt“, sagt Andreas Banck, Entwickler beim Motorenbauer „Caterpillar“. Dabei sei das Engagement von Professor Harndorf jeweils ein entscheidender Faktor gewesen.

Wolfgang Thiel

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