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Museum bekommt Fischfrau aus Holz

Warnemünde Museum bekommt Fischfrau aus Holz

Holzbildhauer Harald Wroost fertigt die Skulptur der Warnemünderin im Pfarrgarten

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Holzbildhauer Harald Wroost zeigt Museumschefin Kathrin Möller ein Wachsmodell der Warnemünder Fischfrau.

Quelle: Jürgen Falkenberg

Warnemünde. Lebensgroß und aus Eichenholz gearbeitet, sitzt sie bald vor dem Heimatmuseum: Die Warnemünder Fischfrau. Noch ist sie ein Stück Eichenstamm, eine halbe Tonne schwer und steht im Pfarrgarten der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde auf einem Palettenpodest.

 

OZ-Bild

Umsichtig platzieren Harald Wroost (l.) und Michael Klose den Eichenblock für die Skulptur.

Quelle:

Gestern rollte ein Lastwagen der Firma Elektrotechnik Rostock vom Stadtforstamt in Wiethagen ins Ostseebad. Ein Stück einer 200 Jahre alten Eiche hatte das Stadtforstamt für die künftige Skulptur bereitgestellt. Mit sicherer Hand führte Michael Klose den Kran, setzte die hölzerne Last auf das vorgefertigte Arbeitspodest. Es ging gestern einfacher als noch der Transport des 3,20 Meter großen und fünf Tonnen schweren eichenen Borwins nach Markgrafenheide, der ebenfalls von Harald Wroost ist.

Holzbildhauer Harald Wroost wird die Skulptur der Warnemünder Fischfrau schaffen. Er ist Mitglied im Museumsverein Warnemünde und im Förderverein der Warnemünder Kirche.

Sein Idee ist, die vom Bahnhof kommenden Gäste stärker auf das kleine Museumsgebäude aufmerksam zu machen. Entstanden ist das Projekt im „Ringelnatz“ im Gespräch mit anderen ehrenamtlichen Museumsvereins-Mitgliedern. So schlug Harald Wroost dem Museumsverein den Blickfang rechts der Eingangstür vor. Sein Vorschlag fand in der Vollversammlung des Vereins, 112 von 200 Mitgliedern waren anwesend, ein positives Echo. Im Pfarrgarten wird nun bis zum Herbst das Geräusch der Elektrosäge, das Klopfen des Klöppels auf den Meißel zu hören sein. Die Hecke wurde heruntergeschnitten, damit Passanten dem Holzbildhauer bei der Arbeit zuschauen können.

„Ich hoffe auf einen guten Sommer zum Arbeiten“, sagt Harald Wroost, der in diesem Sommer gleichzeitig an zwei weiteren Skulpturen arbeitet. In Markgrafenheide entsteht auf dem Gelände des Fahrgastbetriebes Kammel der Markgraf von Brandenburg, Woldemar war der Namensgeber für den Heideort. Auf dem Forst- und Köhlerhof Wiethagen wird es einen Klabautermann auf einem Teerfass geben.

Erste Schnitte ins Eichenholz sind bereits getan.

An der künftigen bildhauerischen Arbeitsstätte hatten sich die Leiterin des Museums, Kathrin Möller, Dirk Sandner vom Museumsverein, Pastor Harry Moritz sowie weitere Vereinsmitglieder eingefunden.

Am Stamm, der bereits gestern Nachmittag seine Rinde verlor, erläuterte Harald Wroost an Hand eines Wachs-Modells und seiner Entwürfe das Projekt. Die Warnemünder Fischfrau wird lebensgroß auf einer Bank sitzen. Neben ihr auf der Bank ist Platz für einen Gast. Ihre Kopfbedeckung wird eine Schute mit Schleifenband sein. Diese Strohschuten für die Warnemünderinnen wurden in alter Zeit aus Holland herangeschafft und von den Frauen selbst mit Bändern verziert.

„Die ganze Skulptur wird dann dreifach naturlasiert, so dass die Eichenfarbe stark zur Geltung kommt“, sagt Harald Wroost. Lediglich das Schleifenband als Hingucker bekommt eine andere Behandlung. „Es wird mehrfach mit Holzkohle vom Forst- und Köhlerhof Wiethagen geschwärzt“, nennt der Künstler die besondere Methode.

Fischerhaus als Museum

Der „Plattdeutsche Verein für Warnemünde und Umgebung“ begründete die Sammlung. Erste Exponate lagerten bis 1933 auf dem Dachboden der Fritz-Reuter-Schule. Die Warnemünderin Christine Jungmann übergab das 1767 gebaute und um 1830 in Familienbesitz übergegangene Fischerhaus in der Alexandrinenstraße zunächst dem Warnemünder Verein und später der Stadtverwaltung als Museum.

Die Vogtei haben 2004 Warnemünder den Museumsverein mit dem Ziel gegründet, das Heimatmuseum künftig zu betreiben. Ein Jahr später übernahm der Verein die Einrichtung. Heute zählt er rund 200 Mitstreiter.

Jürgen Falkenberg

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