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Nach Helikopter-Absturz: Alltag kehrt zurück

Rostock-Hohe Düne Nach Helikopter-Absturz: Alltag kehrt zurück

Vor gut zwei Wochen ist ein Hubschrauber auf dem Landeplatz der Yachthafen-Residenz Hohe Düne abgestürzt. Die Insassen wurden nur leicht verletzt, ein Hafenmitarbeiter erlitt eine Fleischwunde. Im Hotel herrscht nun wieder Normalbetrieb. Schon zwei Landungen gab es seit dem Unglück.

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Der Privat-Landeplatz der Yachthafen–Residenz Hohe Düne wurde geschaffen, damit Politiker und wichtige Personen aus der Wirtschaft zu Kongressen eingeflogen werden können. Auch einige Gäste und der Rettungshubschrauber können hier landen.

Quelle: Fotos: Johanna Hegermann (2), Ove Arscholl (1)

Rostock-Hohe Düne. Gut zwei Wochen ist es her, dass auf dem Landeplatz der Yachthafen-Residenz ein Helikopter vom Typ Robinson R44 gegen einen Laternenmast geprallt, abgestürzt und in zwei Teile zerbrochen ist. Noch immer ermittelt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig nach der Unfall-Ursache. Erst in etwa sieben Wochen soll es hier ein vorläufiges Ergebnis geben. Mit einem endgültigen sei erst in einem Jahr zu rechnen.

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Vor gut zwei Wochen ist ein Hubschrauber auf dem Landeplatz der Yachthafen-Residenz Hohe Düne abgestürzt. Die Insassen wurden nur leicht verletzt, ein Hafenmitarbeiter erlitt eine Fleischwunde. Im Hotel herrscht nun wieder Normalbetrieb. Schon zwei Landungen gab es seit dem Unglück.

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Unfallursache unbekannt

8 bis zehn Starts und Landungen gibt es auf dem Landeplatz der Yachthafen-Residenz pro Jahr. Vor dem Unfall am 2. Juni 2017 ist es nie zu Zwischenfällen gekommen. Die Unfallursache bleibt weiterhin unbekannt.

Im Hubschrauber hatten der 53 Jahre alte Pilot aus Magdeburg sowie zwei seiner Freunde gesessen. „Das waren Gäste unseres Hotels. Sie standen unter Schock, aber ihnen ist nicht viel passiert“, sagt Gabriele Senkpiehl. Sie ist die Bereichsleiterin des Yachthafens und damit auch die Zuständige für den Sonderlandeplatz. Der Hafenmeister wurde jedoch von herumfliegenden Trümmerteilen am Schienbein getroffen. „Zum Glück wurden keine Sehnen oder Ähnliches getroffen. Alle haben sehr viel Glück gehabt“, erzählt Senkpiel. Seit Montag ist der 59-Jährige wieder bei der Arbeit.

Noch am Abend des Unfalls wurden die Trümmerteile von der Behörde aus Braunschweig abgeholt. Die Bereichsleiterin schätzt, dass der Hubschrauber einen Totalschaden habe. „Aber ich bin kein Fachmann.“

Die Straßenlaterne, gegen die der Helikopter geflogen war, müsse noch ausgewechselt werden. „Wir wollen aber zunächst die Untersuchungen abwarten.“ Auch die Yachthafen-Residenz habe keine Ahnung, was genau an dem Tag passiert sei. „Mit Mutmaßungen wollen wir gar nicht erst anfangen“, betont die Bereichsleiterin.

Seit fast zehn Jahren gibt es den Privat-Landeplatz der Hotelanlage. „Wir haben ihn angeschafft, weil wir auch Kongresse veranstalten, zu denen wichtige Personen aus Politik und Wirtschaft mit Helikopter angeflogen werden“ , sagt Gabriele Senkpiehl. Prompt hätten einige Gäste angefragt, ob sie nicht hier landen könnten. Auch für den Notarzt sei es eine gute Möglichkeit, schnell mit dem Helikopter auf der anderen Seite der Warnow zu landen. „Es gibt hier aber keinen regulären Flugverkehr und wir bieten auch keine Rundflüge an“, erklärt Gabriele Senkpiehl. „Pro Jahr gibt es acht bis zehn Starts und Landungen bei uns.“

Dass es einmal zu diesem Unglück komme, damit hätte sie nie gerechnet. Man habe sich stets an die Sicherheitsmaßnahmen gehalten, die ihnen mit der Genehmigung des Landeplatzes auch auferlegt wurden.

Sobald ein Helikopter landen will, wird der Platz von Mitarbeitern abgesperrt. Eine Warnlampe blinkt. Alle Personen, die sich dort aufhalten, müssen schleunigst das Areal verlassen. „Mehr kann man nicht tun.“

In Hohe Düne kehrt mittlerweile der Alltag zurück. „Wir hatten seitdem hier schon zwei Landungen, das war ein eigenartiges Gefühl“, sagt Gabriele Senkpiehl. Mittlerweile sei das jedoch wieder verflogen.

Johanna Hegermann

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