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Naherholung zwischen kleinen Gärten

Warnemünde Naherholung zwischen kleinen Gärten

Kleingärtner legen Weg mit alten Apfelbäumen an und wollen mehr Besucher in ihre grüne Oase locken

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Christian Seifert auf der Holzbrücke aus dem Iga-Park. Sie wird für die Anlage aufgearbeitet.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Zwischen den alten Apfelbäumen entlang des Weges in der Kleingartenanlage Am Moor haben neue Bäumen Platz gefunden. „Wir pflanzen sie jetzt nach“, sagt Christian Seifert, Vorsitzender des Kleingartenvereins.

Anlage mit 402 Parzellen

Die Kleingartenanlage Am Moor hat eine Fläche von 148000 Quadratmetern. Sie teilt sich in 402 Parzellen auf, die von 638 Mitgliedern bewirtschaftet werden. Mit ihrer Fläche ist die Kleingartenanlage eine der größten im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Das Gartenland ist von der Hansestadt Rostock gepachtet.

Die Kleingärtner verfolgen damit ein Ziel. Sie wollen einen Apfelweg anlegen, an dem alte und seltene Apfelsorten zu finden sind. Die neu angepflanzten haben schon ein Sortenschild, die alten werden eins bekommen. Der pomologische Pfad ist Teil eines Konzeptes: Die Kleingartenanlage soll zu einem Teil der Naherholung in Warnemünde für die Warnemünder werden. „Das haben wir als Vision“, sagt Seifert, aber dieses Stadium verlassen die Kleingärtner nun nach und nach und realisieren jetzt einen Kleingartenpark.

„Für die Kinder legen wir einen Erlebnispfad an“, sagt der Vorsitzende, „dort werden dann fünf oder sechs Baumarten zu finden sein und viele andere aus der Natur. Der Pfad soll zeigen, „dass das Kleingartenwesen mit der Natur in Einklang zu bringen ist“, sagt Seifert, der darauf achtet, „dass bei einem Besuch hier auch etwas gelernt wird“. Dabei wird natürlich auch die Moorlandschaft eine Rolle spielen, in der sich die Kleingartenanlage ausbreitet.

In einem weiteren Schritt wird ein Imker in die Anlage Am Moor einziehen, „den brauchen wir als Gärtner zur Bestäubung unser Pflanzen“, so Seifert. Räume hat der Verein bereits ausgesucht.

Ebenso wie der Imker, „könnten sich dann auch eine Töpferei oder ein anderes Handwerk hier bei uns ansiedeln“, sagt Seifert, „mit dem es möglich es, etwas für die Kleingärtner herzustellen.“ Aber er macht dabei deutlich, „dass das alles auf der Grundlage eines Hobbys sein muss“. Vorstellen kann sich der Kleingartenchef auch eine größere Modelleisenbahn. „Es soll kein Jahrmarkt werden, aber es soll interessant und lehrreich sein“, sagt Seifert, der sich darüber freut, dass die Ideen der Kleingärtner mit in das Warnemünder Strukturkonzept übernommen worden sind. „Jetzt warten wir noch darauf, dass die Stadt uns anbindet.“ Das bezieht sich auf die Straße vor der Anlage, die nicht im besten Zustand, aber für die Integration der Kleingartenanlage in das Seebad notwendig ist.

Denn das ist ja gerade die Idee, so Seifert, der alle kommenden Attraktionen mit einem Rundweg verbinden will: Die Kleingärten nutzen dem Individuum, aber man habe eben auch eine soziale Verantwortung als Erholungsraum und wolle sich deswegen einerseits für die Spaziergänger und Gäste öffnen, sie andererseits aber auch mit einigen Attraktionen anziehen. „Die Kleingärten müssen öffentlich zugänglich sein“, sagt Seifert, so sehe es das Gesetz vor, deswegen werden sich die Kleingärtner um den Ausbau der Wege auf ihrer Fläche selbst kümmern.

Ein großes Projekt steht ihnen schon bevor. Die Kleingärtner haben sich eine Holzbrücke aus dem Iga-Park besorgt. „Die werden wir auseinanderbauen, aufarbeiten und dann aufbauen“, sagt Seifert.

Derzeit wird diskutiert, welchen Standort sie bekommen soll. Demnächst werden sich das Besucher bei einem Rundgang in der Kleingartenanlage ansehen können – in einem Naherholungsgebiet.

Michael Schißler

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