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Neue Firma soll Segelwoche organisieren

Warnemünde Neue Firma soll Segelwoche organisieren

Die Hansestadt will mit neuer Struktur die Warnemünder Woche unterstützen / Entscheidung trifft die Bürgerschaft

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Ab dem kommenden Jahr soll eine neu gegründete Gesellschaft die Organisation der Warnemünder Woche unterstützen und weitere internationale Regatten nach Rostock holen.

Quelle: Fotos: Frank Söllner (1), Thomas Sternberg (1)

Warnemünde. Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie die Stadt den ehrenamtlichen Veranstaltern der Warnemünder Woche helfen könnte, nun gibt es eine Lösung: Noch in diesem Jahr soll die Bürgerschaft endgültig über die Gründung einer gemeinnützigen Rostock Regatta GmbH entscheiden, die sich in Zukunft um die Organisation von Regatten in der Hansestadt kümmern will. Eine entsprechende Beschlussvorlage wurde in dieser Woche veröffentlicht.

 

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Die Firma kann nur funktionieren, wenn es ein vernünftiges Miteinander gibt.Jürgen Missing Leiter der Warnemünder Woche

„Das Kind hat noch keinen Namen“, betont Jürgen Missing, Leiter der Warnemünder Woche. Noch sei man auf der Suche nach einer vernünftigen Idee, mit der alle glücklich sind. Rostock Regatta gGmbH sei nur der Projektname, ergänzt auch Matthias Fromm von der Tourismuszentrale. Dieser wird bisher als einer der zwei ehrenamtlichen Geschäftsführer der neuen Firma gehandelt. Doch Fromm stellt klar:

„Diese Entscheidung ist noch nicht getroffen.“ Auch wer als Vertreter des Warnemünder Segelclubs (WSC) den zweiten Posten des Geschäftsführers einnimmt, sei bisher noch nicht raus.

Sowohl Fromm als auch Missing haben sich intensiv an dem Konzept für die neue Firma beteiligt. Am Anfang seien die Gespräche für die Erarbeitung einer gemeinnützigen GmbH laut Missing ein bisschen schwierig gewesen, doch mittlerweile habe man einen guten Konsens gefunden. „Die Zukunft einer solchen Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn es ein vernünftiges Miteinander gibt.“

Die Warnemünder Woche ist eine der größten Segelveranstaltungen Deutschlands. Dabei wird sie von einem Verein mit nur 252 Mitgliedern organisiert, von denen 40 Kinder sind. „Das ist eine Riesenbelastung“, sagt Missing. Wenn in einem Jahr etwas schiefgehen würde, könnte die Gesamtexistenz des Vereins auf dem Spiel stehen. Die Gründung der gemeinnützigen GmbH würde den Verantwortlichen diesen Druck, dieses Risiko nehmen. „Die Kollegen beim WSC sehen diese Entwicklung daher mit einer gewissen Erleichterung.“ Seit einigen Jahren habe der WSC bereits Unterstützung vom Hanse-Sail-Büro bekommen. Sie haben unter anderem die Organisation der Verkehrsführung übernommen und damit dem Verein viel Arbeit abgenommen. „Davor waren wir total an der Kapazitätsgrenze“, erinnert sich Jürgen Missing.

Die neue Firma soll eine 100-prozentige Tochter der Stadt werden. Das Stammkapital der gGmbH soll 45000 Euro betragen. Darüber hinaus soll es einen jährlichen Zuschuss von maximal 150 000 Euro geben. Es werden zusätzlich eineinhalb Stellen geschaffen. „Wir haben verstanden, dass das Ehrenamt an seine Grenzen stößt und professionelle Hilfe braucht“, erklärt der Tourismus-Chef. Das erklärte Ziel der neu zu gründenden Firma sei, den Sportlern die Verwaltungsarbeit abzunehmen. Damit die sich nur noch um den Sport kümmern müssen.

Doch auch die Stadt erhofft sich viel von der neuen GmbH. „Wir wollen Rostock als maritimes Zentrum weiter etablieren“, sagt Fromm. Denn man wolle keine Firma schaffen, die sich ausschließlich auf die Warnemünder Woche konzentriere. „Es ist eine Struktur, die ganzjährig die Rahmenbedingung schaffen soll, internationale Regatten nach Rostock zu holen.“ Laut der Beschlussvorlage rechnet man dadurch potenziell mit einem zusätzlichen touristischen Bruttoumsatz von rund 19 Millionen Euro und einem Plus von zwei Millionen Euro Steuereinnahmen. „Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt Jürgen Missing.

Am 1. November will der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus über den Beschluss beraten. Nach der Vorstellung im Finanzausschuss und im Hauptausschuss soll die Bürgerschaft am 6. Dezember ihre Entscheidung bekannt geben. Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Regatta gGmbH zum ersten Januar gegründet werden. Missing: „Es kommt noch ein ganzes Stück Arbeit auf uns zu, aber es ist schaffbar.“

Gründung zum 1. Januar

Nach dem derzeitigen Konzept soll die Rostock Regatta gGmbH eine 100-prozentige städtische Gesellschaft werden. Diese Struktur gewährleistet den uneingeschränkten Einfluss der Stadt Rostock auf das Unternehmensgeschehen. Sie soll am 1. Januar gegründet werden.

Die Gesellschaft besteht aus der Geschäftsführung, der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat. Über einen Fachbeirat haben die Vertreter der Sportvereine fachlichen Einfluss. Die Gesellschaft wird von zwei ehrenamtlichen Geschäftsführern geführt, einem Vertreter der Stadt und einem Vertreter der Rostocker Segelclubs.

Johanna Hegermann

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