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Neue Pläne für das Zentrum im Heideort

Markgrafenheide Neue Pläne für das Zentrum im Heideort

In Markgrafenheide soll gebaut werden / Bauausschuss des Ortsbeirates stimmt Bauplan zu / Doch es gibt Bedenken

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„Mit der Vorlage werden die Grundlagen festgelegt, was überhaupt dort zulässig ist. Margitta Köneking Vorsitzende Bauausschuss

Markgrafenheide. Noch wächst hohes Gras auf der Fläche neben dem Netto im Heideort. Das könnte sich bald ändern. Im Bauausschuss des Ortsbeirates wurde diese Woche über den Bebauungsplan für das „Ortsteilzentrum Markgrafenheide“ beraten. Am kommenden Mittwoch will der Ortsbeirat darüber entscheiden.

Es ist nicht der erste Plan für das Grundstück. Die Firma R. Kossow & Levermann GmbH, die zum Unternehmen ScanHaus Marlow gehört, wollte dort vor rund sieben Jahren ein repräsentatives Hotel mit Arkaden errichten, dem stadtvillenähnliche Appartementhäuser folgen sollten. Diese Ideen sind vom Tisch. Ein neuer Investor will das Gebiet bebauen. „Der Investor möchte nicht genannt werden“, erklärt der Ortsbeiratsvorsitzende Jürgen Dudek (Rostocker Bund). „Mit der Beschlussvorlage werden die Grundlagen festgelegt, was überhaupt zulässig ist“, sagt die Vorsitzende des Bauausschusses Margitta Köneking. Eine Bauanfrage könnte folgen.

„Ich finde gut, dass hier ein neuer Anfang mit einem neuen Investor gemacht wird“, sagt Gunter Seidel (UfR). Auf dem ersten Gebiet zwischen der Warnemünder Straße und der Albin-Köbis-Straße sollen zwei Gebäudekomplexe entstehen. Einer mit drei, der andere mit vier Geschossen. Auch südlich der Köbis- Straße soll ein viergeschossiges Wohnhaus gebaut werden. „78 Wohnungen sind geplant“, erklärt Köneking. Außerdem soll es im Erdgeschoss jeweils die Möglichkeit geben, Gewerbe anzusiedeln. „Ich finde die Höhe bedenklich“, fügt sie hinzu. Bis zu 19 Meter könne die Firsthöhe im ersten Baugebiet hoch werden, im zweiten immerhin 18,5 Meter. Umgeben sind sie dabei von zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden und dem Flachbau des Marktes. „Ich finde das Konzept gut, wenn wir ein Ortszentrum gestalten, darf sich das durch seine Höhe abzeichnen“, hält Dieter Mergelkuhl (Grüne) dagegen. In dem Dreigeschosser neben dem Supermarkt dürften dann Ferienwohnungen errichtet werden. „Nach den letzten Zählungen gibt es 35 Ferienwohnungen in Markgrafenheide, das sind zehn Prozent des Wohnungsbestandes“, sagt Henry Klützke (Linke). Das sei bedenklich. „Dadurch wird auch der Verkehr angespannter.“ Er sieht es positiv, dass die Stadt nach dem Plan vorsieht, einen Fußweg in der Albin-Köbis-Straße zu errichten. Neben 14 öffentlichen Parkplätzen auf dem Grünstreifen des Albin-Köbis-Weges sind für die Wohngebäude 81 Stellplätze vorgesehen. „Die Stellplätze werden nicht reichen, jeder Haushalt hat doch zwei Autos“, sagt Anwohner Reinhard Herold. Er befürchtet Wildparkerei. „Das kann man nicht verhindern, die gesetzlichen Vorgaben sind eingehalten“, sagt Köneking. Auch rund 44 Bäume, darunter Eichen, Linden und Birken, müssen dem Neubau weichen. „20 Ersatzpflanzungen soll es in dem Bereich geben, alle anderen müssen an anderer Stelle gesetzt werden“, erklärt die Vorsitzende, ihr tue es gerade um die Eichen leid.

Nach einer Abstimmung ist klar: Der Bauausschusses wird dem Ortsbeirat empfehlen, zuzustimmen. Doch auch die Kritikpunkte will er an den Beirat weitergeben.

Johanna Hegermann

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