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Neuer Liegeplatz am alten Werftbecken?

Warnemünde Neuer Liegeplatz am alten Werftbecken?

Pläne zum Ausbau der Kreuzschifffahrt vorgestellt / Scharfe Kritik an OB wegen Rückkaufangebot für Werftbecken an Genting

Warnemünde. Wie kann Warnemünde seiner Rolle als führender deutscher Kreuzfahrthafen besser gerecht werden? Wie können die Anforderungen an das Seebad, den Wohnort und den Schifffahrtstandort auch bei wachsenden Passagierzahlen in Einklang gebracht werden? Diesen und anderen Fragen ging der Strukturausschuss des Warnemünder Ortsbeirates in den vergangenen Wochen nach.

Jetzt stellte Beiratschef Werner Fischer die Vorstellungen zur Umgestaltung des Werftbeckens vor – und übte zugleich Kritik an Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR). Der hatte das Werftareal südlich des jetzigen Passagierkais, um das die Stadt viele Jahre mit den ehemaligen Werfteigentümern gerungen hatte, dem neuen malayischen Eigentümer Genting zum Rückkauf angeboten (siehe OZ vom 28. 9. 2016).

Grundlage zur Diskussion bildeten die Pläne des Warnemünder Architekten Enno Zeug. Sein Büro arbeitet seit vielen Jahren an einem „Gesamtkonzept“ für Warnemünde, das nicht nur einzelne Problemfelder, wie Wohnen, Verkehr oder Parken, aufgreift, sondern versucht, alle Aspekte, darunter auch solche wie die Strandversorgung oder die Toilettenfragen, zu berücksichtigen. „Insellösungen helfen uns nicht“, begründet Zeug. Schon mehrere Dutzend Mal stellte der Architekt sein Konzept öffentlich und in Fachgremien vor und verfeinerte es anhand der Meinungen der Betroffenen immer weiter. Auch in Sachen Kreuzschifffahrt.

„Genau hier spielt das Areal südlich des jetzigen Passagierkais eine entscheidende Rolle“, sagt Strukturausschuss-Chef Fischer. Denn genau dort könnte der dringend benötigte dritte Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe entstehen – allerdings nicht in dem vorhandenen Becken, sondern an seiner Stirnseite. „Das Becken wird zum Teil zugeschüttet, so dass der Liegeplatz quer zur Flussrichtung entsteht“, erläuterte Fischer. Das neue Landareal, das so entsteht, werde dringend als Logistikfläche zur Versorgung der Schiffe und für den Passagierverkehr benötigt. Auch an die Werft sei gedacht:

Ein vierter Liegeplatz, nutzbar für Werft und Passagierschiffe gleichermaßen, könnte dann südlich wieder direkt am Warnowufer entstehen. „Unverständlich ist mir, wie unser OB das gerade den alten Eigentümern abgerungene Areal jetzt wieder an die Werft verkaufen will“, kritisierte Fischer. – Und blieb mit seiner Kritik nicht allein: Der gesamte Ortsbeirat äußerte sein „Unverständnis“ und kündigte Nachfrage und Prüfung der Absichten des OB an.

Genting will Schiffe bauen

Der malaysische Genting-Konzern hatte im Frühjahr die Nordic Yard Werften in Mecklenburg-Vorpommern übernommen. Der Werftenverbund mit Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund wird künftig unter dem Namen „MV Werften“ große Passagierschiffe bauen. In Warnemünde sollen Mittelschiffssektionen für die 345 Meter langen Cruiseliner der gentingeigenen Reederei Star Cruises gefertigt werden. Diese Schiffe werden in Wismar komplettiert und ausgeliefert. In Warnemünde sollen zudem die 310 Meter langen Schiffe der „Exclusive“- Klasse fertiggestellt werden, deren Rümpfe in Stralsund gefertigt werden. Dazu will Genting in Warnemünde rund 75 Millionen Euro investieren.

Klaus Walter

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