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Nord-Ost-Wind weht den Herbst herbei

Warnemünde Nord-Ost-Wind weht den Herbst herbei

Sturmflutmeldungen sorgten landesweit für Aufregung – Warnemünde blieb gelassen

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Warnemünde. Steife Brise, nasse Füße, das war’s: Die landesweit vorhergesagte „Sturmflut“ verlief in Warnemünde deutlich glimpflicher, als befürchtet. Das Wasser am Pegel Warnemünde hatte gestern Morgen um 6.33 Uhr mit knapp 75 Zentimetern über dem Normalwert seinen höchsten Stand erreicht. Dann sank der Wasserstand wieder. Der Wind blies mit 6, höchstens 7 Windstärken.

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Sturmflutmeldungen sorgten landesweit für Aufregung – Warnemünde blieb gelassen

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Weder Flut noch Sturm – für manchen eine glatte Enttäuschung. So für Helen (46) und Bert Kubisch (41) aus Berlin. Das Paar war über Nacht nach Warnemünde gekommen, um gestern Morgen auf der Mole „richtiges Wetter“ zu erleben. „Ein paar Spritzer nur. Schade“, bedauert Helen Kubisch.

„Na ja, die haben die Pferde mehr scheu gemacht als nötig“, findet Franziska Treichel von der Strandoase Treichel. Doch ihr Betrieb war angesichts der zahlreichen Sturmflutwarnungen in Presse, Funk und Fernsehen zur Vorsorge verpflichtet. „Wir haben die Strandkörbe unten am Wasser etwas weiter auf den Strand geschoben“, sagt Franziska Treichel. „Nasse Füße müssen ja nicht sein.“

Die Vorsorgemaßnahme war kein Problem. Denn ohnehin sind Robin Bitterling und Christian Schlegel, Mitarbeiter des Betriebes, derzeit dabei, die ersten der insgesamt 300 Strandkörbe ins Winterlager zu bringen. „Bis 15. November müssen Körbe, Tretboote, Strandweg und die Strandbar abgebaut sein. Da müssen wir zeitig anfangen“, begründet die Chefin.

Ähnlich gelassen geht es in der Fahrgastreederei Reinhard Kammel zu. „Der Chef hat Urlaub genommen“, sagt Junior Volker Kammel am Telefon. „Und wir hatten den Betrieb wegen des Windes eingestellt.“

Nur die Leinen der Schiffe am Liegeplatz mussten wegen der stark schwankenden Wasserstände kontrolliert werden.

Die Fahrgastschifffahrt „Käpp’n Brass“ hatte nur ihr Flaggschiff „Ostseebad Warnemünde“ an die Leine gelegt. „Die ist ja über 40 Meter lang und drei Decks hoch, viel Angriffsfläche für den Wind“, sagt Mitarbeiterin Silvia Grahl. Sie freut sich: „Um so voller waren die kleinen Schiffe.“ Denn kaum ein Warnemünde-Feriengast komme jetzt um eine Hafenrundfahrt herum. Grahl: „Strandwetter ist ja nicht.“

Und Angst vor Flut? „Spannend wird das erst, wenn das Wasser in den ,Seehund’ läuft“, erzählt Franziska Treichel. Damit aber hatte die Kneipe am tiefsten Punkt der Flaniermeile am Alten Strom zuletzt am 2. November 2006 zu tun: bei 1,76 Meter über Normal.

Was ist eine Sturmflut?

Eine Sturmflut ist ein durch Sturm deutlich erhöhter Wasserstand. An der Nordsee spricht man ab 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser von leichter, ab 2,5 Meter von schwerer Sturmflut (DIN 4049-3 / 2005). An der Ostsee gibt es keine echten Sturmfluten, „nur“ Sturmhochwasser, das genauso gefährlich ist. Um die Wirkung der Warnmeldungen zu erhöhen, haben sich 2000 Wetterdienst, Versicherungen und Nachrichtenagenturen geeinigt, schon bei Wasserständen ab 1,0 Meter über Normal von „Sturmflut“ zu sprechen.

Klaus Walter

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