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Ortsbeirat: Die Stadt ist zu langsam

Warnemünde Ortsbeirat: Die Stadt ist zu langsam

Keine Planungsfortschritte an Mittelmole, Werftbecken und Ortseingang zu erkennen

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Finstere Stimmung über der Mittelmole. Der Ortsbeirat will, dass es hier heller wird und endlich Entscheidungen getroffen werden.

Quelle: Foto: Frank Söllner

Warnemünde. Der Warnemünder Ortsbeirat hat in seiner Sitzung am Dienstag nachdrücklich unterstrichen, dass er Fortschritte in den Planungen für die Bereiche Werftbecken, Mittelmole und den Ortseingang sehen will. Die Mehrheit des Gremiums stimmte deswegen dafür, dass für diese Bereiche eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme umgesetzt wird. Sie ermöglicht einerseits eine einheitliche, zügige Planung und bietet andererseits die verbindliche Grundlage für alle weiteren Planungen. Das Stadtplanungsamt will genau dies nicht, sondern bei der herkömmlichen Planung bleiben.

 

OZ-Bild

„Es passiert seit Jahren nichts. Die Bevölkerung in Warnemünde wird nun unruhig. Eines der wertvollsten Grundstücke liegt brach.Alexander Prechtel Vorsitzender des Ortsbeirats

Anja Epper vom Stadtplanungsamt macht die Position der Stadt deutlich. Man habe nicht das Problem, die Bodenpreisstruktur zu sichern, weil sich viele „Flächen in der Hand der Stadt beziehungsweise der städtischen Töchter befinden“. Zum anderen stellte eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme ein Eingriff in das Eigentumsrecht dar. Wohl räumte Anja Epper ein: „Die Planungen für die Mittelmole, den Ortseingang und das Werftbecken stocken.“ Bei der Mittelmole wolle man eine Konsens mit der Wiro finden: „Wir sind da auf einem guten Weg.“

Daran mochten die Ortsbeiräte nicht so recht glauben, ganz ohne Grund diskutieren man nicht über eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme, sagte Alexander Prechtel, Vorsitzender des Ortsbeirates.

„Eines der wertvollsten Grundstücke des Seebades liegt seit Jahren brach.“ Die Wiro setze auf das Geschäft mit Parkplatzeinnahmen, aber: „Es passiert seit Jahren nichts, die Bevölkerung wird unruhig“, sagte Prechtel. Ob man weiterhin bei der alten Verfahrenweise bleibe, „ist ein Frage des Vertrauens“, so Prechtel, allerdings habe die Stadt, „die Hypothek mit der Vergangenheit“.

Für die Ausschüsse des Ortsbeirates macht Werner Fischer klar, dass man auf eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme setze: „Wir wollen keine drei Bebauungspläne.“ Es gehe schließlich um bezahlbaren Wohnraum, um die Straßenanbindung der Bereiche und um eine geordnete Infrastrukturentwicklung. Ebenso um die Weiterentwicklung der Landessportschule und die des maritimen Gewerbes. „Eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme bringt auch den Vorteil, dass Dritte an den Kosten im Umlageverfahren für die Infrastruktur beteiligt werden können“, so Fischer weiter. Masterpläne und Strukturkonzepte seinen Rahmenpläne und „ keine verbindliche Bauplanung“, so Fischer.

Horst Döring unterstrich Fischers Worte. Man werde mit Gewissheit ein Problem bekommen, wenn es um den Bereich des Ortseingangs gehe, in dem ein Autohaus und eine Tankstelle betroffen seien.

„Außerdem zeigt sich die Wiro nicht sonderlich interessiert“, fügte Döring hinzu. Nach der Abstimmung sagte Alexander Prechtel, dass die Stadt nicht nur auf Gewinnmaximierung setzen könne, sondern auch soziale Gesichtspunkte berücksichtigen müsse.

Michael Schißler

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