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Parken und Verkehr: Seebad streitet bis zum Schluss

Warnemünde Parken und Verkehr: Seebad streitet bis zum Schluss

Einwohner und Stadtplaner diskutieren ein letztes Mal über das Strukturkonzept

Warnemünde. Das Parken, der Auto- und Radverkehr sowie der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) samt der Fährtarife waren Themen des letzten Bürgerforums zur Neufassung des „Strukturkonzepts für Warnemünde“ am Montagabend in der Ecolea-Schule. Die letzte öffentliche Diskussion zu diesem Themenkreis, wie Stadtplaner Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalplanung (BSR) sagte, danach sei alles „fast wie in Stein gemeißelt“.

Nachzulesen im Internet

Die Ergebnisse der Bürgerforen „Städtebau, Wohnen und Infrastruktur“ (15. Dezember) und „Verkehr, Parken, ÖPNV“ werden jetzt in den sogenannten Zielentwurf eingefügt und Anfang 2017 als Entwurf im Internet unter der Adresse www.rostock.de/stadtplanung veröffentlicht.

Zumindest als Entwurf auf Papier. Denn, das zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, nicht alles, was im alten Strukturkonzept für Warnemünde von 2011 stand, hatte „Bindungskraft“ für die Ämter der Stadtverwaltung. „Sonst wären Bausünden wie das ,Molenfeuer’ oder der weitere Neubau von Ferienwohnungen nicht passiert“, hatte Warnemündes Ortsbeiratschef Alexander Prechtel (CDU) mehrfach angemerkt. Mit dem neuen Konzept – es soll 2017 in die Bürgerschaft – müsse das anders werden, forderte der Ortsbeirat.

In Sachen Parken und Verkehr gingen die Stadtplaner um Wolfgang Oehler und knapp 50 Warnemünder im Saal noch einmal alle Zielsetzungen durch, die zuletzt im Bürgerforum Ende Juni an gleicher Stelle erarbeitet wurden. Parkplätze, Parkhäuser, Rad- und Fußwege, neue Abbiegespuren am östlichen Ortseingang oder auch ein Wohnmobilstellplatz müssen her, soweit herrschte Einigkeit.

Stoff für manch kontroverse Diskussion bleibt allemal: Etwa in Sachen „Dünenparken“. Vom Ortsbeirat als öffentliche Tiefgarage unter den Dünen mehrheitlich abgelehnt, bleibt der Wunsch bei vielen Einwohnern des historischen Ortskerns, bei Hotelbetreibern und manchem, der bis spät in die Nacht im Tourismusgewerbe arbeitet, weiter bestehen: das Auto nahe an Wohnung, Hotelzimmer oder Arbeitsplatz abzustellen. Deshalb solle das Dünenparken auch weiter als „Option“ Einzug ins Konzept halten. Obwohl wir das nicht favorisieren, wie Oehler sagte. Ortsbeiratschef Prechtel dazu: „Sofern es sich um ein rein privates, nicht um ein öffentliches Parkhaus handelt, können wir das noch akzeptieren.“

Breiten Raum nahm auch das Thema Wohnmobilstellplatz ein. Lange verfolgten Ortsbeirat und Stadtverwaltung das Ziel, einen solchen Stellplatz auf der ehemaligen Deponie im Weidenweg zu errichten.

Dieser Standort fiel in der Diskussion am Montagabend mehrheitlich durch: keine Aussicht, weite Wege zum Strand, Wohnmobile, die sich durch den halben Ort und den engen Weidenweg quälen. Einwohner und Anlieger favorisierten deshalb die Rohrmannsche Koppel am westlichen Ortseingang: Leicht anzufahren und nah am Wasser, so, wie es der Campingfreund will.

Trotzdem soll der Stellplatz auf der Deponie mit ins Konzept. Zur Abwägung, wie Oehler sagte. Was nicht nur beim Warnemünder Karsten Ziegler die Frage aufwarf: „Wenn den Platz alle ablehnen, warum soll der dann als Ziel ins Konzept schreiben?“ Der Kern der Antwort: Es gebe ja auch noch eine andere Meinung – die der Verwaltung und der Verkehrsfachleute.

Klaus Walter

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