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Parkplätze, Rad- und Fußwege – Ein Seebad mit Verkehrsproblem

Warnemünde Parkplätze, Rad- und Fußwege – Ein Seebad mit Verkehrsproblem

Fachforum zur Fortschreibung des Strukturkonzepts zeigt viele Schwachstellen auf / Verkehrsberuhigter Ortskern bleibt das Ziel

Warnemünde. Das Strukturkonzept für Warnemünde aus dem Jahr 2011 – Leitfaden für die künftige Ortsentwicklung – soll aktualisiert und fortgeschrieben werden. Dazu finden derzeit mehrere Foren statt. Am Montagabend ging es um „Verkehr, Parken und ÖPNV“. Rund 50 Gäste, darunter Vertreter der Rostocker Straßenbahn AG und der Stadtverwaltung, Einwohner Warnemündes und hier Arbeitende diskutierten mit Stadtplaner Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalplanung (BSR) über bestehende Probleme und Zukunftsvisionen.

 

OZ-Bild

Heiß begehrt: Parkplätze im Ortskern von Warnemünde.

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Eine davon stellte gleich zu Beginn Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne), selbst Warnemünder, vor: Autos am Ortseingang abfangen, verbunden mit einem gut funktionierenden und attraktiven Busverkehr in den Ort und wieder zurück zu den Parkplätzen. „Das vielfältige Baugeschehen in Warnemünde biete die Chance dafür“, sagte Matthäus. Schon bald solle am Ortseingang ein großes Parkhaus entstehen – mit 735 Stellplätzen. Der Senator verwies auch auf den Erfolg der Ortssanierung: Ein Großteil des Kirchenplatzes sei „vom Blech befreit“ worden – trotzdem sei der Platz lebendig, Handel und Gewerbe hätten nicht gelitten.

Auch der Teamleiter Angebotsplanung der RSAG, Andrej Kirschbaum, stellte ein Zukunftsprojekt vor: elektrisch per Bus durch Warnemünde. Ausgehend von der Vision eines verkehrsberuhigten Ortskerns und eines funktionierenden Park- & Ride-Verkehrs seien derzeit verschiedene Varianten für die Linienplanung in Arbeit. Ziel aller Überlegungen: die bessere Verbindung und Vernetzung von Bus und Bahn und attraktive Angebote, die Warnemünde-Besucher bewegen sollen, aufs Auto zu verzichten.

Wie es in der Realität aussieht, schilderte Lehrerin Katrin Becker. Als Mutter von zwei Kindern habe sie keine andere Chance, als ihre Kinder vor der Arbeit mit dem Auto in den Kindergarten zu bringen. Sonst käme sie täglich zur Arbeit zu spät nach Warnemünde. Kommt sie aber pünktlich, hat sie kaum eine Chance, einen Parkplatz zu finden. Durch die neue Ausschilderung der Anwohnerparkplätze hätten hier Arbeitende keine Chance mehr, ihr Auto abzustellen.

Einen Vorschlag zur Lösung machte Schulleiterin Katja Dudeck. Wer in Warnemünde arbeitet, könnte doch für ein gewisses Zeitfenster auf einem Anwohnerparkplatz stehen. „Dann, wenn die Warnemünder zur Arbeit sind“, schlug sie vor. „Vielleicht von 7.30 bis 15 Uhr.“

Die Absage kam prompt: „Rechtlich nicht möglich“, hieß es vonseiten der Stadtverwaltung. Oder vielleicht doch? Als Zwischenlösung? Wolfgang Oehler stellte klar: Es kann bei der Diskussion zum Strukturkonzept nicht um Interessen Einzelner gehen, das Problem aber sei erkannt. „Wer in Warnemünde arbeitet, muss hier parken können“, sagte er. Ziel aber bleibe der „stark verkehrsberuhigte Ortskern“ – wie schon im alten Konzept.

Planung mit den Bürgern

Das Strukturkonzept für Warnemünde soll mit starker Bürgerbeteiligung fortgeschrieben werden. Neben den bisherigen „Handlungsfeldern“ Städtebau, Orts- und Landschaftsbild, Verkehr, Parken, Wohnen, Infrastruktur, Tourismus, Wirtschaft und Gewerbe sollen im neuen Konzept weitere Themen behandelt werden, darunter Klima, Energie, Emissionen und Mittelmole. Zudem wird gefordert, das neue Konzept müsse „Bindungskraft“ für die Stadtverwaltung haben. Trotz anderer Vorgaben im Konzept von 2011 habe sie Fehlentwicklungen in Architektur und bei Ferienwohnungen zugelassen.

Nächster Termin: 13. Juli, 18 Uhr, Mensa Ecolea-Schule, Thema: „Städtebau, Ortstbild und Mittelmole“

kw

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