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Warnemünde Pendler atmen auf: Fähre ist zurück

Die „Warnow“ musste außerplanmäßig in die Werft / Seit gestern schippert sie wieder über den Seekanal

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Die Fähre „Warnow“ pendelt nach ihrem Werftaufenthalt seit gestern wieder zwischen Hohe Düne und Warnemünde.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Das Schimpfen der Autofahrer, wenn die Fähre ohne sie über den Seekanal ablegt, ist vorbei. Seit gestern pendeln wieder beide Autofähren zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Die „Warnow“ hat ihren außerplanmäßigen Werftaufenthalt beendet und die Autoschlangen vor den Fähranlegern sind verschwunden.

Täglich im Einsatz

Unter der Flagge der Weißen Flotte befördern die Fähren seit 1977 an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag Fahrgäste und Fahrzeuge.

Die beiden Fähren „Breitling“ und „Warnow“ wurden 1994 und 1995 auf der Neuen Oderwerft Eisenhüttenstadt gebaut. Sie sind 38 Meter lang und haben drei Fahrzeugspuren.

„Wir sind froh, dass die Fähre zurück ist und alles wieder normal läuft“, sagt Detlev Düwel, Vertriebsleiter der Weißen Flotte in Stralsund, die die beiden Rostocker Autofähren betreibt.

Den Werft-Stress hätte sich die Weiße Flotte gern erspart, denn es war ein außerplanmäßiger Aufenthalt auf der Tamsen-Werft in Gehlsdorf. Bei routinemäßigen Wartungsarbeiten durch eine Fremdfirma ist die „Warnow“ so stark beschädigt worden, dass sie nicht mehr einsatzbereit war und in die Werft musste. „Zu den Ursachen sagen wir nichts, da es von uns Ansprüche gegen diese Fremdfirma gibt, die erst mal geklärt werden müssen“, erklärt Detlev Düwel.

Während des Werftaufenthaltes sei alles versucht worden, so Düwel, im ständigen Pendelverkehr der Fähre „Breitling“ eine möglichst hohe Abfahrtendichte zu erreichen. „In den Spitzenzeiten ist zusätzliches Personal für die Vorkassierung und die Einweisung an Bord eingesetzt worden, um die Liegezeiten zu minimieren und das Ladungsvolumen pro Abfahrt weiter zu optimieren“, nennt Düwel ein paar Maßnahmen.

Viele Urlauber nutzen die Fähren, wenn sie von den Autobahnen kommend über die Stadtautobahn zum Fähranleger rollen, um von dort zur Yachthafenresidenz in Hohe Düne, der großen Baltic-Ferienanlage, dem Strandresort oder zu den anderen Urlaubsdomizilen in Markgrafenheide überzusetzen.

Das größte Aufatmen gab es gestern allerdings bei den vielen Pendlern, die täglich die Fähre auf dem Weg zum oder vom Arbeitsplatz nutzen. „Ich bin Fahrer für den Marinestützpunkt, da nerven zusätzliche Wartezeiten natürlich, doch jetzt fahren die Fähren ja wieder“, sagt Frank Schmittler. „Im Sommer nehme ich immer das Rad, da komme ich immer mit, egal, wie viele Autos in der Schlange stehen“, sagt Jeanine Lohne aus Lütten Klein, die für eine Reinigungsfirma in Markgrafenheide arbeitet.

Einen außerplanmäßigen Werftaufenthalt für eine Fähre hat es zuletzt 2013 gegeben. Damals war auch die „Warnow“ beteiligt gewesen. Im Juni des Jahres war es zu einer Kollision der Fähre mit dem schwedischen Tanker „Wisby Verity“ gekommen.

Zwischenfälle im Fährverkehr auf dem Seekanal sind jedoch, gemessen am Umfang der Fahrgastbeförderung und der Dichte der Abfahrten, schon sehr selten. Neben dem Ausfall einer Steuerungsanlage im Jahr 2008 und einen daraus resultierenden härteren Aufprall auf einen Fähranleger, war der Unfall 2013 der bisher einzige ernsthafte Zwischenfall.

Thomas Sternberg

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