Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 14 ° Sprühregen

Navigation:
Plandiskussion verlief ganz und gar nicht nach Plan

Warnemünde Plandiskussion verlief ganz und gar nicht nach Plan

Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes für Warnemünde / Bürger fordern klare Ziele für die Entwicklung des Ortsteils und Analyse der Fehlentwicklungen

Voriger Artikel
Ringelnatz-Rock: Lieberserklärung an das Leben
Nächster Artikel
Tingatinga am Georginenplatz

Erstes Bürgerforum zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes für Warnemünde.

Quelle: Fotos: Klaus Walter

Warnemünde. Das Strukturkonzept für Warnemünde aus dem Jahr 2011 — gedacht als Leitfaden für die Ortsentwicklung — soll einem Bürgerschaftsbeschluss zufolge aktualisiert und fortgeschrieben werden. Unter Einbeziehung der Bürger. Planmäßig fand dazu gestern die „Auftaktveranstaltung“ statt — ein Bürgerforum, das gar nicht nach Plan verlief.

OZ-Bild

Auftaktveranstaltung zur Fortschreibung des Strukturkonzeptes für Warnemünde / Bürger fordern klare Ziele für die Entwicklung des Ortsteils und Analyse der Fehlentwicklungen

Zur Bildergalerie

Leitfaden für die Zukunft

Ein „Strukturkonzept Warnemünde“ gibt es als Leitfaden für die Ortsentwicklung seit 2011. Jetzt soll es aktualisiert werden und als „Städtebauliche Rahmenplanung“ Eckpunkte für Wohnen, Parken, Mittelmole und Verkehrsentwicklung festlegen.

Den hatte Stadtplaner Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalentwicklung (BSR) erläutert. Sein Büro ist von der Stadtverwaltung mit der Fortschreibung des Strukturkonzeptes beauftragt worden. Oehler fungierte gestern als Moderator: „Ich gebe eine kurze Einführung“, sagte er. „Und dann sagen Sie in den einzelnen kleinen Foren, welche Ideen sie zu den sechs Handlungsfeldern haben:

Wohnen, Verkehr, Mittelmole . . . “

Doch diesen Plan hatte Oehler ohne die Warnemünder gemacht. Die wollten nicht in kleinen Grüppchen diskutieren — Oehler hatte extra Trennwände aufstellen lassen, immer mit ein paar Stühlen dahinter — sondern erst einmal wissen, wohin die Reise gehen soll. Wilfried Erbguth sagte es so: „Es fehlt die Analyse des alten Konzeptes — und das Ziel des neuen.“ Es sei die methodische Grundsatzfrage:

Zuerst müsse das Ziel klar sein, erst dann könne man den Weg bestimmen. Andere drückten es anders aus: „Wie soll Warnemünde in 25 Jahren aussehen? Wie ein Fischerdorf mit touristischer Entwicklung?

Oder wie Ballermann in Spanien?“

Misstrauen war wohl auch dabei, dass sich die Warnemünder nicht in „Handlungsfelder“ spalten lassen wollten. Helge Bothur sprach aus, was viele dachten, belegt durch starken Applaus: „Wir lassen uns doch nicht auseinanderdividieren, damit Sie die Einzelteile zusammenfügen und uns sagen, was wir gemeint haben!“

Ein paar Mal versuchte Oehler dennoch, das Forum in geplante Bahnen zu lenken. Die Diskussion aber kam im großen Rahmen in Fahrt. „Wie viele Luxuswohnungen wollen wir haben — oder doch lieber Wohnraum für Familien?“, fragte etwa Bärbel Beuse. Und Angelika Dittert ergänzte: „Nach der Wende wollten wir den sanften Tourismus. Später zogen viele fort, weil sie sich die teuren Wohnungen nicht mehr leisten konnten.“

Die Fehlentwicklungen der Vergangenheit sprachen viele an: Es gebe schon ein Strukturkonzept mit klaren Vorgaben, trotzdem sei das ,Molenfeuer‘ passiert, trotzdem gebe es Hochhaus-Entwürfe für die Mittelmole. „Ein neues Konzept macht nur Sinn, wenn es eine Selbstbindung entfaltet“, sagte Alexander Prechtel. Das Wichtigste sei, dass sich die Verwaltung daran halte. Mathias Ehlers ergänzte: „Ich möchte nie mehr erleben, dass der Amtsleiter für Stadtplanung einen Bürgerschaftsbeschluss zur Empfehlung umdeutet.“

Von Klaus Walter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Börgerende
Zu schmal: Ein Beach-Soccer-Feld wird es am Börgerender Strand in diesem Jahr nicht geben.

Börgerende-Rethwisch (Kreis Rostock) will Zukunft gestalten und holt dazu gewerbliche Vermieter mit ins Boot. Neuer Seebad-Antrag kommt.

mehr
Mehr aus Warnemünde

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Gestatten: Alma – das Jubiläumsmaskottchen der Uni

Seit dem letzten Jahr flattert eine blaue Eule, das Jubiläumsmaskottchen, durch die Universität. Da die Eule eine Frohnatur ist und jedem zuzwinkert, hatte sie bereits den Spitznamen „Plinkuul“.