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Professoren ziehen in neues Turmhaus

Warnemünde Professoren ziehen in neues Turmhaus

Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern hat das Turmgebäude der Warnemünder Seefahrtschule für 5,2 Millionen Euro komplett saniert. Am Montag erfolgt die Übergabe. Professoren und Lehrende beziehen danach ihre neuen Büros. Auch Labore werden installiert.

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Projektleiterin Ariane Wenzel und Uwe Sander vom BBL stehen vor dem sanierten Turmgebäude.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Warnemünde. Was für eine Aussicht: Vom Peildeck des Turmgebäudes der Warnemünder Seefahrtschule gleitet der Blick über die Dächer des Seebades; der Kirchturm und das Kreuzfahrtschiff Costa Favolosa sind zu sehen. „Atemberaubend“, sagt Martina Bartsch vom Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL). Doch auch ein Blick ins Gebäudeinnere lohnt sich: Für 5,2 Millionen Euro ist das unter Denkmalschutz stehende Haus komplett saniert worden. „Der Schiffs-Charme ist verloren gegangen, aber dafür sind die Räume schicker, schöner und sicherer“, sagt BBL-Projektleiterin Ariane Wenzel.

OZ-Bild

Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern hat das Turmgebäude der Warnemünder Seefahrtschule für 5,2 Millionen Euro komplett saniert. Am Montag erfolgt die Übergabe. Professoren und Lehrende beziehen danach ihre neuen Büros. Auch Labore werden installiert.

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Fassade und Treppenhaus stehen unter Denkmalschutz

5,2 Millionen Euro hat die Sanierung des Turmgebäudes der Hochschule gekostet. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Geld mit Hilfe von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Efre) investiert. Das Gebäude war 1961 errichtet und 1966 mit einem Turmaufbau aus Stahl ergänzt worden. Fassade und Treppenhaus stehen unter Denkmalschutz.

Das alte Gebäude hatte nicht mehr die modernen Vorschriften des Brandschutzes erfüllt – die geforderten zweiten Rettungswege fehlten. Zudem war der stählerne Turmaufbau durch Wassereintritt stark geschädigt worden. Nun hat der mehr als 20 Meter hohe Turm eine zusätzliche Außentreppe als Fluchtweg erhalten, außerdem wurde die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. „Neu ist auch der Aufzug, der alle sechs Stockwerke erreicht“, sagt Wenzel. Der Fußboden auf dem Dach ist ebenfalls saniert worden.

Am Montag übergibt der BBL das Turmgebäude an den Fachbereich Seefahrt Warnemünde der Hochschule Wismar, so die offizielle Bezeichnung der Seefahrtschule. Ab dem 17. Juli sollen dann Professoren und Lehrende hier ihre neuen Büros beziehen. Auch Labore müssen noch installiert werden.

Die Studenten freuen sich schon, amüsieren sich aber auch ein wenig über die Farben: Wände sind altrosa, Heizungen grün und Treppengeländer knallrot gestrichen. „Etwas maritimes wäre schön gewesen“, sagen einige. Die Farben sollen unter anderem dem Denkmalschutz geschuldet sein. Fassade und Treppenhaus müssen als „baukulturelles Erbe“ erhalten bleiben.

Im September 2018 beginnt dann Bauabschnitt zwei und damit die Sanierung des „Klassentraktes“ neben dem Turmgebäude. Kosten: 3,5 Millionen Euro. Aus dem Pförtnerhäuschen soll dann unter anderem ein Fahrradraum werden. Zwei Jahre sollen die Arbeiten andauern. Danach könnten weitere Sanierungen und Bauvorhaben folgen. „Wir schreiben den baulichen Entwicklungsplan von 2009 fort, dabei soll auch die Infrastruktur verbessert werden“, sagt Martina Bartsch vom BBL. Die Hochschule müsse nur zeigen, wo Bedarf ist.

2012 wurde bereits das „Haus 3“, ein aus DDR-Zeiten stammendes Unterrichtsgebäude, frisch saniert. Im vergangenen Jahr folgte die komplette Erneuerung des Studentenwohnheims auf dem Campus für rund 3,5 Millionen Euro.

Als einzigartig gilt bis heute der zwischen 1994 und 1998 errichtete Simulator auf dem Gelände. Hier kann nicht nur Brückenpersonal realitätsnah Schiffsmanöver trainieren, weil es hier zugleich ein Zusammenspiel mit Maschinenraum und Seeverkehrszentrale gibt, wie es in den Häfen Alltag ist. 24 Millionen D-Mark soll der Bau seinerzeit gekostet haben.

André Wornowski

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