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Promenade bekommt neue Grünanlage

Warnemünde Promenade bekommt neue Grünanlage

Regeln für die Strandversorgung gibt es auch im kommenden Jahr nicht / Bebauungsplan Strand soll festlegen, was wo erlaubt ist / Pavillon löst alte „Strandoase“ ab

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Dieser Bereich wird zur Grünanlage umgestaltet.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Die kleinen Bäumchen sehen mickrig aus und scheinen sich – wie die wenigen Spaziergänger auf der Strandpromenade – bei dem nasskalten Wetter wegzuducken. Ihre Tage sind ohnehin gezählt. Noch in diesem Monat, so das Amt für Stadtgrün, soll die Promenade zwischen dem Hotel Neptun und dem Aja-Resort umgestaltet werden.

Buden sind verschwunden

Die Strandpromenade wurde zwischen Leuchtturm und Hotel Neptun 2001 und bis zum Hanse-Hotel 2008 saniert. Zur Neugestaltung gehörte, dass die zahllosen Imbissbuden verschwinden mussten.

Eine Versorgung am Strand sollte aufgebaut werden. Doch bis heute fehlt der rechtliche Rahmen eines Bebauungsplanes.

Die neun 2003 gepflanzten Apfeldorn-Hochstämme werden herausgenommen und ihre Standortflächen aufgelöst. Dafür lässt das Amt dort eine geschlossen Grünfläche anlegen. Sie bekommt die Größe von zwölf mal zwölf Metern. Auf diese Fläche kommen drei Wald-Kiefern sowie Gehölzreihen aus Dünen-Rose, Sand-Kriech-Weide und Heckenkirsche. Unterpflanzt werden sie mit standortgerechten Stauden und Gräsern.

20000 Euro gibt die Stadt für die Neugestaltung aus. Die Arbeiten hat die Alpina AG übernommen.

Die nach der Sanierung der Promenade vor 13 Jahren gepflanzten Bäume waren den klimatischen Bedingungen nicht gewachsen. Zudem entsprechen die Größe der Baumscheiben und in der Folge die Nährstoff- und Wasserversorgung der Baumstandorte nicht den heutigen Standards. Aus diesem Grund habe man sich, so das Amt, zur Neuanlage entschlossen.

Während die Promenade gewinnt, bewegt sich am Strand nichts. Seit sechs Jahren wird versucht, bauliche Vorhaben am Strand rechtssicher über einen Bebauungsplan (B-Plan) zu regeln. Vor allem die Frage, was darf zur Saison und was und wie viel über das ganze Jahr hinweg aufgebaut werden, soll über den B-Plan geregelt werden. 2014 wurden auf Bürgerschaftsbeschluss alle Planungen eingestellt.

Anfang des Jahres gab es einen neuen Versuch, der sofort neuen Streit auslöste. Die Stadtplanung will das Parken sowie das „Teepott“-Areal beim großen Thema Strand einbeziehen. Wenn am Strand einmal etwas gestaltet oder gebaut werden solle, gehe das nur, so die Stadtplanung, wenn der Bereich „Teepott“ und Parkflächen räumlich im B-Plan integriert werden. Genau diese beiden heißen Eisen will der Ortsbeirat mehrheitlich dort nicht mitgeregelt wissen.

Die Leidtragenden der B-Plan freien Zone sind diejenigen, die seit vielen Jahren investieren, die Nebensaison aufwerten wollen und doch mit Provisorien leben müssen. Zu ihnen gehört Matthias Treichel (50), Betreiber der „Strandoase“ und Verleiher von 300 Strandkörben. Er verabschiedet sich von seiner „Strandoase“, die gerade wie auch alle anderen Aufbauten am Strand demontiert wird. Sie kehrt im Frühjahr nicht zurück. Treichel ersetzt sie durch einen modernen Pavillon. „Er muss zum Strand passen und den Gästen mehr Komfort bieten“, benennt er die Kriterien. Auch dieser Pavillon kann auf- und abgebaut werden. Es bleibt also bei der provisorischen Lösung.

Thomas Sternberg

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