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Rasende Roboter flitzen um die Wette

Warnemünde Rasende Roboter flitzen um die Wette

„Spurt“-Wettbewerb überraschte mit vielen guten Zeiten / Gerda Sens (7) ist jüngste Teilnehmerin in 17 Jahren

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Moderator Thorsten Schultz hilft bei technischen Pannen an der Rennstrecke auch mit fachmännischem Rat. Fotos (3): Thomas Sternberg

Warnemünde. Der Rausch der Geschwindigkeit, Hochtechnologie aus eigener Hand sowie allergrößte Bastelleidenschaft lassen Mädchen und Jungen aus dem ganzen Bundesland alljährlich zum großen Roboter-Rennen nach Warnemünde reisen. Auch im 17. Jahr lockte der „Spurt“-Wettbewerb der Universität Rostock und des Schweriner Bildungsministeriums 44 Teilnehmer an die Piste.

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„Spurt“-Wettbewerb überraschte mit vielen guten Zeiten / Gerda Sens (7) ist jüngste Teilnehmerin in 17 Jahren

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Star des Tages war diesmal nicht der Konstrukteur mit dem schnellsten oder auffälligsten Flitzer, sondern die siebenjährige Gerda Sens von den Rostocker „Nordwind-Kindern“. Sie war im vergangenen Jahr an der Universität Gast im Schülerlabor der Elektrotechnik. Dort wurde ihre Bastelleidenschaft geweckt. „Ich habe alles allein gebaut“, berichtet sie stolz. Zu Weihnachten gab es dann prompt einen Lötkolben. Gerda musste die Familie mit ihrem Roboter „Hit“ – montiert auf einem Eisstiel – allein vertreten. Das Modell von Bruder Kai (9) musste wegen technischer Probleme kurzfristig von der Startliste genommen werden.

Die Idee, mit „Spurt“-Mobilen um die Wette zu fahren, geht auf den 2014 emeritierten Professor Hartmut Pfüller zurück. Er ist überzeugt, dass die Idee auch Schüler-Generationen der nächsten 17 Jahre faszinieren wird. „Die Formel-1-Rennen werden doch auch nicht langweilig, sondern sind Jahr für Jahr spannend“, sagt Pfüller. Es sei für ihn einfach schön zu sehen, wie sich Schüler leidenschaftlich mit Sensortechnik beschäftigen. Denn Antrieb, Gewicht und Sensor machen das Geheimnis der oft nur wenige Gramm schweren Boliden aus, die selbstständig eine 4,6 Meter lange herzförmige Strecke entlangsausen.

Christine Baumann (16) und Angie-Mey Uhor (16) aus dem Gymnasium in Waren müssen bis kurz vor dem Start Werkstattarbeit an ihren Maschinen verrichten, denn das Modell „Speedster“ war heruntergefallen und musste wieder gerichtet werden. Rund sechs Stunden haben sie an ihren Renn-Robotern gebastelt. „Wir haben in kleinen Gruppen gearbeitet, es hat Spaß gemacht“, sagt Angie-Mey Uhor. Am Wossidlo-Gymnasium in Waren können sich Schüler der zehnten Klassen mit Robotertechnik beschäftigen. Lohn ist dann die Fahrt zum Rennen in Warnemünde Die Organisation des Wettbewerbs liegt seit Jahren in den Händen von Birgit Krumpholz von der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik der Universität Rostock. „Man kann gar nicht früh genug anfangen, sich für die Elektrotechnik zu interessieren“, sagt sie. Sie verweist darauf, dass „Spurt“ als Schülerwettbewerb einmalig in Mecklenburg-Vorpommern ist.

Den Rundenrekord hat übrigens 2013 Eamon Nethe von der Insel Rügen aufgestellt. Sein Flitzer benötigte 4,57 Sekunden. Diese Rekordfahrt hat weiter Bestand.

Der große Gewinner gestern war Bastian Spreer aus Evershagen. Er bekam den Preis des Bildungsministeriums für das innovativste Modell und siegte zudem noch in der Kategorie Classic Junioren (bis einschließlich Klassenstufe 9) mit der gestrigen Rekordzeit von 6,93 Sekunden. Gerda landete übrigens im guten Mittelfeld.

• Informationen und Ergebnisse: http://www.kickmetoscience.uni-rostock.de/formelspurt

Eigenbau erkennt per Sensor selbst den Weg

17 Roboterrennen hat es mit dem gestrigen „Spurt“- Wettbewerb gegeben. Das Kürzel „Spurt“ steht für Schüler-Projekte um Roboter-Technik. Ziel ist es, ein kleines Modellfahrzeug zu bauen, das eigenständig an einer Fahrbahnmarkierung entlangfährt. 7 Jahre ist in diesem Jahr die jüngste Teilnehmerin gewesen. Sie ist damit in die Domäne der zehn bis 17-jährigen Mädchen und Jungen eingebrochen, die eigentlich die größte Bastelleidenschaft entwickeln.

44 Schüler gingen gestern an den Start. Sie mussten ihren Eigenbau so programmieren, dass er die Trennlinie zwischen rechter und schwarzer Fahrbahnhälfte nie ganz verliert und auch in Kurven der Fahrbahn folgt. Die kleinen fahrenden Roboter sind sensorgesteuert.

Thomas Sternberg

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