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Warnemünde/Diedrichshagen Restaurantszene erfindet sich neu

Hotel Ostseeland will Restaurant besser vermarkten / Das Hübner baut Gaststätte mit 90 Plätzen

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Restaurantleiter Christian Tittel, Hoteldirektor Alexander Soyk und Küchenchef Sascha Kassow (v. l.) bringen neuen Wind in das Restaurant „Diedrich's“ im Hotel Ostseeland.

Quelle: Fotos: Michael Schissler

Warnemünde/Diedrichshagen. Kurz vor dem Winter kommt Bewegung in die Gastronomie des Ostseebades Warnemünde. Vorgesehen sind Neugründungen, Neubauten und auch neue Namen für Restaurants.

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Hotel Ostseeland will Restaurant besser vermarkten / Das Hübner baut Gaststätte mit 90 Plätzen

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Seit Juni dieses Jahres firmiert das Restaurant im Hotel Ostseeland in Diedrichshagen unter dem Namen „Diedrich’s“. Damit will sich der Betrieb auf neue Kundschaft neben den Hotelgästen einstellen „und auch gleichzeitig dafür sorgen, dass die Hemmschwelle abgebaut wird“, sagte gestern Alexander Soyk, Inhaber des Hotels Ostseeland. „Wir haben beobachtet, dass die Gäste, die nicht übernachten wollen, noch einer Ansprache für einen Besuch des Restaurants bedürfen“, erläuterte er. Mit dem neuen Namen „Diedrich’s“ unterstreiche man den lokalen Bezug des Restaurants und habe die Möglichkeit, damit auch „separat für das Restaurant zu werben“, Soyk weiter. Damit habe bei jenen Kunden, „die das Hotel nicht so auf dem Schirm haben“, das Restaurant einen eigenen Stellenwert und sei auf dem Markt von anderen zu unterscheiden.

Aber nicht nur, dass dem Restaurant des Hotels Ostseeland nun ein Name gegeben wurde, auch die Speisekarte hat sich geändert. „Wir haben sie komplett neu gestaltet“, sagt der Hotelchef. „Dabei haben wir ganz bewusst die Produktpalette auf regionale Erzeugnisse umgestellt.“ Dafür nannte Soyk ein Beispiel: „Wir kaufen von einem benachbarten Landwirt jährlich zwei Rinder, diese werden in Teterow geschlachtet und dann in unserer Küche vollständig verarbeitet.“ Damit arbeite der Betrieb auch nachhaltig. Genau um die Nachhaltigkeit gehe es auch bei dem weiteren Angebot aus regionalen Produkten, beispielsweise beziehe man Fisch von einem Rostocker Anbieter. Mit speziellen Gerichten und einer besonderen Kennzeichnung spreche man auch die wachsende Kundengruppe an, die sich vegan ernähre.

In der anderen Hinsicht sei die Anforderung im neuen „Diedrich’s“, eine hohe Qualität im Hinblick auf das Ambiente und auf den Service zu bieten. „Dabei trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen“, sagt der Hotelier, der gleichwohl der Systemgastronomie nicht ihre Bedeutung in der Tourismuswirtschaft des Seebades absprechen wollte. Um den Bekanntheitsgrad des neu benannten „Diedrich’s“ zu steigern, werde man „Ente to go“ anbieten. Dabei wird der Entenbraten in der Restaurantküche gebraten, und das Gericht wird dann von den Kunden abgeholt. „Damit folgen wir dem Trend, dass immer weniger Menschen selbst kochen wollen“, so Soyk.

Wer nicht selbst kochen möchte, kann demnächst auch im neuen Restaurant essen, das Dietmar Karl, Direktor des Hotels Hübner in Warnemünde, plant. Dort können die Gäste den Köchen bei der Arbeit zusehen. „Wir werden in dem neuen Restaurant Front Cooking machen“, sagt Karl. Die Vorbereitungen für diese Investition laufen derzeit an. Das Hotel will „damit die Zufriedenheit der Gäste erhöhen“, sagt Karl, „weil wir unseren Frühstücksbereich vergrößern.“ In das neue Restaurant wird der bislang als „Aqua marin“ bezeichnete Raum aufgehen. So werden 90 Gastronomieplätze geschaffen. „Wir wissen noch nicht, wie wir dieses neue Restaurant nennen werden“, sagt Dietmar Karl. Klar sei jedoch jetzt schon, dass darin eine lockere Atmosphäre herrschen werde. „Man kann sich da durchaus ohne Schlips sehen lassen“, so Karl weiter. In diesem Zusammenhang verwies Karl an die Strandnähe seines Betriebes: „Wir wollen den Kunden von der Straße abholen.“ Geboten werden sollen dem Gast dann in stark maritimer Atmosphäre Kleinigkeiten wie Suppen oder Pastagerichte, die schnell gekocht und schnell gemacht sind.

Michael Schißler

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