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Retromöpse kuscheln auf der Bahnhofsbrücke

Warnemünde Retromöpse kuscheln auf der Bahnhofsbrücke

Sie sind eine Rückzüchtung des trägen und kurzatmigen Mops: die Retromöpse / Acht Vertreter dieser Rasse weilen derzeit zum Geschwistertreffen in Warnemünde

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Sie sprechen sich alle nur mit Vornamen an: Claudia, Pipa, Noah, Peppino, Kerstin, Katharina, Paul aus Warnemünde, Ruth und – gerade einmal aus dem Bild gehuscht – Nele (von links nach rechts).

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Man muss nicht den Rollmops meinen, wenn man an Mops und Warnemünde denkt. Zumindest nicht in dieser Woche. Noch bis zum Sonnabend ist das Seebad Gastgeber eines Möpse- Geschwistertreffens, genauer gesagt, eines ZRK Retromöpse-Geschwistertreffens. Die Abkürzung ZRK steht für Züchterkreis, und die mopsfidelen Hunde sind ganz offiziell „ZRK Retromöpse“, wie die exakte und geschützte Rassebezeichnung heißt. Acht dieser ganz besonderen Vertreter ihrer Art sind derzeit mit ihren Herrchen und Frauchen in Warnemünde zu Gast, zum Shoppen mit Niedlich-Faktor, Toben am Strand und zum Kuschelmöpse-Kuscheln mit Menschen aller Art und anderen Tieren.

Sie kommen aus Tirol, dem Rheinland und dem Ruhrgebiet, aus Köln oder Dresden, und sie kennen sich alle: Pipa, Pepinno, Paul und Nele und die anderen Retromöpse. Kein Wunder. Sie sind Geschwister:

Alle am 21. März 2015 geboren, pardon: geworfen, wie es bei Hundezüchtern heißt. Was nicht aber bedeutet, dass sie sich immer und ausnahmslos mögen. Ausgerechnet der kleine Peet (Oder war es ein anderer?) gab beim Fototermin gestern Morgen auf der Bahnhofsbrücke den Highlander („Es darf nur einen geben“) und stänkerte mit Bruder Paul, dem Warnemünder Gastgeber-Retromops von Ruth Roeske.

„Ist aber sonst ganz und gar nicht Art und Weise der Retromöpse“, versicherte Katharina Fehring aus Schwandt bei Neubrandenburg. Sie muss es wissen: Sie ist Retromöpse-Züchterin vom ZRK Retromöpse.

„Gerade die Retromöpse sind die idealen ...“, sagt sie und lässt eine lange, wirklich lange Aufzählung von guten Eignungen und Eigenschaften folgen, die vom Familienhund über den Begleit-, Gebrauchs-, Wach- und Diensthund, Sport-, Jogging-, Reit- und Bootshund geht und erst bei einer Studie endet, mit der die Polizei das Geruchsempfinden der Retromöpse geprüft haben soll.

Selbstverständlich landeten die Retromöpse mit der empfindlichsten aller derzeit bekannten Hundenasen ganz, ganz weit vorn, wie Katharina Fehring versicherte. Nun hofft sie, dass bald auch die fröhlichen und gut gelaunten ZRK-Retromöpse eine heroische Zukunft auf den großen Flughäfen dieser Welt haben könnten, etwa als Drogensuchhunde. „Wäre doch prima“, sagt Katharina Fehring. „Dann hätte niemand mehr Angst, wenn da so ein Mops um die Ecke kommt und am Koffer schnüffelt.“

Trotz aller Fröhlichkeit: Ihr züchterisches Engagement und die Tierliebe der Retromops-Fan-Gemeinde aus Deutschland und Österreich hat einen ernsthaften Hintergrund. Durch ein falsch verstandenes Rasse-Ideal seien Möpse gezüchtet worden, so erklärt die Züchterin, die kaum noch atmen konnten, deshalb träge und anfällig für Krankheiten wurden. Kurz gesagt: solche, die dann doch eher an den Rollmops erinnern. Die ZRK-Retromöpse seien eine behutsame Rückzüchtung. Ergebnis: quietschfidele, gesunde Kuschelmonster, nicht müde zu kriegen, auch nicht beim Morgenlauf am Warnemünder Strand.

Noch bis Sonnabend dauert das Geschwistertreffen. Stadtführung, shoppen und essen gehen stehen auf dem Programm, und dann kommt noch eine Hundetrainerin, die den Retromops-Haltern die Hundesprache übersetzen wird. „Bei allem sind wir von jedermann ansprechbar“, versichert Kai Diesler, Herrchen von Retromöpsin Nele. (Oder war es eine andere?) „Aber wer einen Mops hat, wird sowieso immer angesprochen.“

Rückzüchtung zum gesunden Mops

Der ZKR Retromops® entstand mit dem Ziel, den heutigen Standardmops aus dem in vielen Fällen quälenden Extrem des Standards zu führen, ohne dass er seine mopstypischen Eigenschaften verliert. Insbesondere die Nase des Standardmops führt zu einer hohen Anfälligkeit dieser Tiere für Krankheiten aller Art. Der ZKR will nicht „irgendwelche mopsähnlichen Mischlinge“

hervorbringen, wie es derzeit auch viele Einzelzüchter probierten. Aus diesem Grund stellt der Züchterkreis seine Deckrüden nicht wahllos, sondern nur gezielt zur Verfolgung des Zuchtprogramms Retromops zur Verfügung.

• Internet: http://www.retromops-germanika.de/zkr.html

Klaus Walter

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