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Schaufelraddampfer schippert wieder nach Markgrafenheide

Markgrafenheide Schaufelraddampfer schippert wieder nach Markgrafenheide

Kapitän Kammel erneuert Anlegestelle und will neuen Kiosk bauen

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Reinhard Kammel (l.) und Jürgen Dudek vor dem Schaufelrad der Schnatermann. Für beide hat sich die Anlegestelle mit Kiosk und Bootsverleih in Markgrafenheide von Anbeginn gut entwickelt.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Markgrafenheide. Frisch überholt hat der Schaufelraddampfer „Schnatermann“ der Warnow-Personenschifffahrt wieder seinen Dienst aufgenommen. „Mit dem Start in die Saison bin ich zufrieden“, sagt Kapitän Reinhard Kammel, der neben dem Schaufelraddampfer noch die beiden Fahrgastschiffe Markgrafenheide und Warnowstar auf Tour schickt.

Die „Schnatermann“ ist etwas Besonderes unter seinen Schiffen. „Sie fährt von etwa Ostern bis Ende Oktober auf der Strecke zwischen Markgrafenheide und dem Schnatermann“ – und das mittlerweile seit fünf Jahren. In Markgrafenheide hat die „Schnatermann“ auch ihren Liegeplatz.

Den hat Kammel in der Vergangenheit nach und nach aufgebaut. „Jetzt haben wir erst erneuert und dafür drei Paletten Estrichbeton verarbeitet“, sagt er. Und nach der Saison wird die Warnow-Personenschifffahrt damit beginnen, einen neuen Kiosk in Markgrafenheide zu bauen, die Baugenehmigung dafür liegt schon vor“, sagt der Kapitän. Die Sanitäranlagen hat er bereits erneuern lassen, „und sie können auch von der Öffentlichkeit genutzt werden“, sagt Kammel.

Das freut auch den Vorsitzenden des Markgrafenheider Ortsbeirates, Jürgen Dudek. „Damit haben wir eine Toilette mehr im Ort“, sagt er. Das ist ein wesentlicher Aspekt, wenn man weiß, dass Markgrafenheide immer mehr zu einem Tor in die Rostocker Heide wird. „Hier machen viele Wanderer und Radtouristen Halt“, sagt Kammel, der nicht nur Kiosk und Liegeplatz unterhält, sondern dazu auch noch einen Bootsverleih anbietet.

„Wir sind auf jeden Fall froh, dass die Warnow-Personenschifffahrt die Linie zum Schnatermann wieder in Betrieb genommen hat“, sagt Dudek, „das bringt uns auch hier nach Markgrafenheide viele Gäste.“

Dudek kann sich noch gut daran erinnern, dass zu DDR-Zeiten dort ein Bootsverleih war und der Liegeplatz eine lange Tradition bei der Holzverschiffung nach Rostock hat.

An Arbeiten im Wald denkt heute allerdings kaum noch einer, der auf den 5,20 Meter breiten und 22,50 Meter langen Schaufelraddampfer steigt und mit Schrittgeschwindigkeit dahingleitet. 120 Gäste kann Reinhard Kammel maximal mitnehmen.

Mit dem Schiff hat sich Kammel einen Traum erfüllt: „Ich wollte schon immer einen solchen Schaufelraddampfer haben.“ Mit der Entscheidung, ihn bauen zu lassen, lag der Kapitän richtig. Das Schiff ist im Rostocker Revier einzigartig. Das gilt wohl auch für die Unterhaltung. „Es kommt jedes Jahr in die Werft“, sagt Kammel. Dann bekommt es einen neuen Unterwasseranstrich und der Schiffspropeller wird gewechselt, Heck- und Bugstrahlruder werden überholt. „Für den Preis der gesamten Arbeiten“, sagt Kammel, „kann man ein kleines Auto bekommen.“

Michael Schißler

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