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Schüler wandern auf Hannibals Spuren

Warnemünde Schüler wandern auf Hannibals Spuren

An der Ecolea-Schule wird seit einem Jahr eine besondere Alpen-Querung vorbereitet

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Éine Runde drehten gestern die Schüler der Ecolea-Schule auf der Sitzbank vor ihrem Schulgebäude in der Fritz-Reuter-Straße. Bevor sie den Spuren des Heerführers Hannibal folgen, haben sie noch einige Vorbereitungen zu treffen.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Auf den Spuren des Feldherrn Hannibal, der mit seinen Soldaten und vor allem seinen Kampfelefanten im Jahre 218 vor Christus die Alpen überquerte, sind vom 18.

bis 26. Juli auch 15 Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn der Ecolea-Schule in Warnemünde unterwegs.

Und das ist dann nicht einfach nur eine Klassenfahrt. „Die Schüler haben dieses Projekt bereits seit einem Jahr vorbereitet“, sagte gestern Katja Dudeck, Leiterin der Schule.

Die Idee dazu hatte Lehrer Christian Bernhardt. „Ich habe mich dabei an einem Projekt einer Förderschule in Hamburg orientiert“, sagte der Pädagoge. Er war davon begeistert, zumal „ich die Alpen bereits zweimal zu Fuß überquert habe“.

Doch es geht Bernhardt dabei nicht in erster Linie um den Wanderspaß. Mit diesem besonderen Unterricht im Wahlpflichtkurs bekommen die Schüler auf alltägliche Art viele Facetten des täglichen Lebens nahegebracht. „Einerseits geht es natürlich um die Geschichte“, erläuterte die Schulleiterin. Aber es bleibt nicht dabei, „es geht beispielsweise auch um die Natur und um Umweltbelastungen“. „Die Schüler suchen sich die Routen aus und planen sie dann selbst“, fügte Katja Dudeck hinzu. Kurz und knapp, „es geht um das interdisziplinäre Arbeiten“, erläutert Christian Bernhardt. Ziel sei dabei, „das Sozialverhalten zu üben und damit den Schülern mehr auf den Weg mitzugeben als nur Wissen“, wie Katja Dudeck sagt.

Gleichviel, wie die pädagogischen Ziele aussehen, die 15 Schüler, die zu dem Hannibal-Kurs gehören, sind durchweg voller Vorfreude auf ihre Reise und auf die Wanderung, bei der sie in rustikalen Berghütten in den Alpen gemeinsam mit anderen Reisenden übernachten werden.

Christian Bernhardt will seinen Schülern bei dieser Gelegenheit auch den Wert von Reisen vermitteln. Das Geld dafür haben sich die jungen Leute selbst verdient. „Beispielsweise mit einem Kuchenbasar bei der Warnemünder Woche“, sagte Katja Dudeck. Außerdem hat ein Warnemünder Textilhaus den Schülern eine größere Spenden zukommen lassen. Die Werbung von Sponsoren gehört ebenso zum pädagogischen Konzept der Reise wie eben auch der Umgang mit dem Geld. „Man lernt dabei, dass 250 oder 500 Euro eben doch eine ziemliche Summe sind, wenn man etwas dafür tun muss“, sagt Lehrer Bernhardt. Das werden die Schüler bestimmt beherzigen, wenn sie ihre Mittel für Busfahrt, Verpflegung und Übernachtungen verplanen. Wanderschuhe und Rucksäcke haben sie sich bereits besorgt – und sie haben sich auch auf die Wanderung selbst vorbereitet.

„Es hat schon einige Übungen hier am Strand gegeben“, sagt Katja Dudeck, „damit sie sich an die Belastungen gewöhnen“. Für Norddeutsche ist das Wandern in den Höhen eben sehr gewöhnungsbedürftig, nicht nur beim Aufstieg, sondern auch beim Abstieg. Insgesamt werden die Ecolea-Schüler 110 Kilometer zu Fuß zurücklegen und 7500 Höhenmeter überwinden. Dazu ist es wichtig zu wissen, wie man eine Rucksack ökonomisch packt – und das haben sie schon gelernt.

Michael Schißler

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