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Schulterschluss für marode Sportschule

Warnemünde Schulterschluss für marode Sportschule

Land, Hansestadt und Landessportbund wollen gemeinsam den Gebäudekomplex auf der Mittelmole ersetzen

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Die Landessportschule auf der Mittelmole mit dem Yachthafen ist bei Vereinen aus ganz Deutschland als Trainingsort begehrt.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Das Land nimmt die Sorgen der Sportler um die marode Landessportschule auf der Warnemünder Mittelmole ernst und will helfen, sie zu ersetzen. „Die Sportorganisation unseres Landes ist mit dieser Aufgabe deutlich überfordert und darf nicht allein gelassen werden. Der Landessportbund als Eigentümer, die Stadt Rostock und das Land müssen ihre Ressourcen bündeln“, schlägt Sportminister Lorenz Caffier (CDU) vor. Zuvor war gestern ihm und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) vom Landessportbund eine Machbarkeitsstudie zur Standortentwicklung der Sportschule vorgestellt worden.

Hafen und Sportschule

Die Sportschule „Yachthafen Warnemünde“ ist eine von zwei Sportschulen des Landessportbundes. Sie wurde 1961 gebaut. 2010 kaufte der Landessportbund das bisher gepachtete Grundstück. So bleibt das Areal mit Yachthafen und Schule auch bei der Umgestaltung der Mittelmole erhalten. 2011 wurden die Stege erneuert und eine Spundwand gebaut.

Die sieht einen Neubau vor. „Unabhängig von der späteren architektonischen Gestaltung ist erst mal das Raumkonzept die Grundlage aller Planungen“ sagt Torsten Haverland, Geschäftsführer des Landessportbundes. Dazu gehörten, so Haverland, neben dem Bereich für die Übernachtungen, auch die Seminarräume, ein Sportbereich und eben ein Bereich für die Segler mit einer Bootshalle. „Wir haben an diese Stelle nur einen Wurf, der muss gelingen und die nächsten Jahrzehnte Bestand haben“, erklärt Haverland.

Zwischen zehn und zwölf Millionen Euro wird der Neubau kosten. Gerade loten alle aus – auch Rostock ist beteiligt – welche Fördergelder erschlossen werden können. Der Landessportbund muss einen Eigenanteil aufbringen. „Notfalls müssen wir einen Kredit aufnehmen, das haben wir auch beim Bau der Güstrower Sportschule getan“, sagt Haverland.

Auf dem Landessporttag im November sollen erstmals konkrete Vorschläge für den Neubau in Warnemünde vorgestellt und mögliche Finanzierungsvarianten erläutert werden.

Dass etwas passieren muss, ist dem Land und auch der Hansestadt klar. Minister Caffier hält die Einrichtung für „unverzichtbar“, weil sie für eine Vielzahl von nationalen und internationalen Sportveranstaltungen sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport genutzt werde. Darüber hinaus sei sie an ihrem sehr prominenten Standort auf der Mittelmole auch ein wichtiges Aushängeschild für das Land. Die bauliche Situation der Schule werde diesen hohen Ansprüchen jedoch seit Längerem nur sehr eingeschränkt gerecht, so Caffier. Trotz mehrerer Instandhaltungsmaßnahmen gebe es einen Modernisierungsstau, der mit einzelnen Sanierungen nicht mehr zu lösen ist.

„Wenn alle ihre Hausaufgaben machen, dann ist das Vorhaben beispielhaft für die touristische und auch für die Entwicklung des Breiten- und Spitzensports“, sagt Wirtschaftsminister Glawe.

Auf dem Areal der Sportschule tummeln sich Sportvereine aus ganz Deutschland. Mit Beginn der Osterferien und bis zu den Herbstferien ist sie fast immer ausgebucht. Sie wird seit 2008 vom Warnemünder Jörn Etzold geleitet.

Thomas Sternberg

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