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Warnemünde Seebad voller Lotsen-Fans

Die Stephan-Jantzen-Tage sind erfolgreich gelaufen / „Ich bin ein Warnemünder“ wird fortgesetzt

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Schnell kehrte Stimmung auf dem Warnemünder Kirchplatz ein: Der Regen hörte auf, die „Klaashahn“ sorgten für Shanty-Musik, dann folgte das Duo Take Two (Bild) mit Oldies.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Fünf Tage lang haben die Stephan-Jantzen-Tage das Leben im Seebad Warnemünde bestimmt. Einer der Höhepunkte war dabei – neben den Ausschnitten aus der Warnemünder Rockoper „Die Flut“ – das Konzert am Montag auf dem Kirchplatz unter dem Titel „Wir Warnemünder“. Das ist der diesjährige Abschluss der Aktion „Ich bin ein Warnemünder“, die von Andreas Buhse auf den Weg gebracht worden war. 117 Menschen hatten eine Plakette mit der Aufschrift „Ich bin ein Warnemünder“ erworben und damit ihre Verbundenheit zu Warnemünde bekundet. Dabei kamen 2000 Euro zusammen. Mit dieser Summe wurde am Montag dann das etwa vierstündige Konzert auf dem Kirchplatz finanziert. „Wir werden diese Aktion weiterführen“, sagt Andreas Buhse, der gleich weitere Plaketten an das zahlreich erschienene Publikum verkaufte.

OZ-Bild

Die Stephan-Jantzen-Tage sind erfolgreich gelaufen / „Ich bin ein Warnemünder“ wird fortgesetzt

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Knut Linke, Inhaber der Veranstaltungsagentur Kulturmeer – sie setzte das Programm der Jantzen-Tage um – meinte, dass „es gelungen ist, die Leute auf unseren lokalen Helden Stephan Jantzen aufmerksam zu machen und Interesse an ihm und seiner Geschichte zu wecken. Das habe ich aus vielen Gesprächen mit Besuchern herausgehört“, so Linke.

Mittlerweile sind dies die fünften Stephan-Jantzen-Tage, „mit denen es uns gelungen ist, ihn aus der Vergessenheit zu reißen“. In diesem Zusammenhang bedauerte Linke, dass die Stadt im Hinblick auf die Erinnerungskultur für andere Prominente „eher sparsam sei“. Die Stephan-Jantzen-Tage jedoch hätten auf jeden Fall Anklang gefunden, „sobald aus einer Box ein Ton kam, wurde es auch schon gleich voller“, sagte Knut Linke. Zu den Jantzen-Tagen gehörten auch Veranstaltungen in verschiedenen Gaststätten und an anderen Orten.

Viele Interessenten seien auch im Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger erschienen und hätten sich nach Jantzen erkundigt, sagte am Montag Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums. Westphal hielt im Rahmen der mehrtägigen Veranstaltung Vorträge über die Arbeit des Warnemünder Lotsenkommandeurs. „Ich habe meinen Vortrag diesmal etwas anders gestaltet“, sagte Westphal. Dabei sei ihm der Zufall zur Hilfe gekommen. Im Warnemünder Heimatmuseum habe man noch alte Broschüren zu Jantzen aus DDR-Zeiten gefunden, „120 Stück an der Zahl“, sagte Westphal, „die habe ich an die Zuhörer verteilt“. Außerdem habe er Passagen aus „Hein Hannemann“ gelesen, einem Roman von Sophie Kloerss, „in dem sich auch Episoden mit dem – wenn auch verzeichneten – Lotsenkommandeur finden“, sagte Westphal.

„Zuerst war ich skeptisch“, erinnerte sich am Montag Klaus Möller, Chef des Fördervereins des Leuchtturms, der in diesem Jahr mit einer Benefizveranstaltung für den Seemannsclub Hollfast an den Jantzen-Tagen teilnahm. Wegen Bauarbeiten war dieses Event am Leuchtturm nicht realisierbar. „Aber ich war wirklich überrascht“, sagte Möller, „wie die Leute das angenommen haben.“ Moderator Horst Marx habe ebenso wie Hafenkapitän Gisbert Ruhnke Farbe in die Schau gebracht, so Möller, der sich über einen Betrag von rund 300 Euro für den Seemannsclub freuen konnte. „Wir werden die Spendenaktion nun noch 14 Tage fortsetzen und sehen, wie viel Geld noch zusammenkommt“, sagte der Vereinsvorsitzende.

Michael Schißler

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Warnemünde
Das Duo Take Two trat im Rahmen des Konzertes „Wir Warnemünder“ am Montag auf dem Kirchenplatz des Seebades auf.

Die Stephan-Jantzen-Tage haben über das verlängerte Wochenende das Leben im Seebad Warnemünde bestimmt. Sie zogen sowohl Einheimische als auch Gäste an.

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