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Seestraße: Mehr Platz zum Flanieren und Entspannen

Warnemünde Seestraße: Mehr Platz zum Flanieren und Entspannen

Zur Finanzierung der Straßensanierung bewilligt das Land Fördergelder und Rostock schichtet Gelder um / Baustart ist im Frühjahr / Bürgerschaft muss noch zustimmen

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Die Sanierung der Seestraße wird fortgesetzt. Die Straße Am Leuchtturm mit Wendeschleife wird ein Fußgängerbereich.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Es ist schwierig gewesen, doch jetzt ist das Geld zusammen. Die Sanierung des zweiten Abschnitts der Seestraße sowie der Straße Am Leuchtturm beginnt im Frühjahr. In einem Zug soll von der Heinrich-Heine-Straße über den Bereich am „Hotel am Leuchtturm“ bis zum Wendekreis unterhalb des „Teepotts“ alles in Ordnung gebracht werden.

„Es gibt eine Förderung aus dem Bauministerium, und wir haben Gelder im Haushalt für das innerstädtische Sanierungsgebiet umgeschichtet“, benennt Bausenator Holger Matthäus (Grüne) das Finanzierungsmodell. Die Umgestaltungen der Barlach- sowie der Neuen Bleicherstraße müssten jetzt noch ein wenig warten, so Matthäus. Doch es sei wichtig, dass die Seestraße beendet werde. Eine entsprechende Beschlussvorlage für die Bürgerschaft, die ja letztendlich entscheide, sei in Vorbereitung, informiert der Bausenator. Vorher werden Ausschüsse und Ortsbeiräte einbezogen.

Im Vorfeld erneuert Eurawasser im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes das gesamte öffentliche Trink- und Schmutzwassersystem, informiert Gabi Kniffka, Sprecherin des Unternehmens.

Frühere Arbeiten für den Trinkwasserbrunnen unterhalb des „Teepotts“ hätten das alte Leitungsnetz nicht berührt. Der Regenwasserkanal wird jetzt von 20 auf 60 Zentimeter Durchmesser vergrößert. So soll das Leitungssystem auch erhöhte Niederschlagsmengen auffangen können. Im Rahmen des Hochwasserschutzes bekomme die Straße Am Leuchtturm einen speziellen Schiebeschacht innerhalb des Regenwasserkanals.

„Wir warten auf grünes Licht aus der Stadtverwaltung, dann beginnen unsere konkreten Zeitplanungen“, so Gabi Kniffka.

Ist alles fertig, gibt es dort eine völlig neue Aufenthaltsqualität, ist Holger Matthäus überzeugt. Die Fußgänger bekommen nämlich deutlich mehr Platz zum Bummeln. Die Fußgängerzone beginnt an der Bahnhofsbrücke, zieht sich am Alten Strom entlang und wird dann in der Straße Am Leuchtturm bis zum „Hotel am Leuchtturm“ fortgesetzt. Daran schließt sich eine verkehrsberuhigte Zone, eine „Spielstraße“, bis zur Heinrich-Heine-Straße an, die nur noch von Anliegern befahren werden darf.

Die Außengastronomie kann so einen regelrechten Schub bekommen, denn die Terrassen der Cafés und Gaststätten sind dann nicht mehr durch eine Fahrbahn abgetrennt. Auch in der Straße Am Leuchtturn sowie im Bereich des früheren Kulturhauses der Werft gibt es künftig viele Möglichkeiten.

Die Investition für den ersten Bauabschnitt der Seestraße zwischen Kurhaus und Heinrich-Heine-Straße lag bei rund 1,1 Millionen Euro. 279000 Euro hat das Wirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt. Für den zweiten Bauabschnitt in der Seestraße mit der Straße Am Leuchtturm veranschlagen die Planer rund zwei Millionen Euro.

Die Planungen für die Umgestaltung der Straßen hat das Rostocker Büro Schmidt und Ehlers übernommen. Ute Schmidt hatte sie im Mai 2014 vor dem Ortsbeirat vorgestellt. Damals war die Stadt noch davon ausgegangen, alle Arbeiten bis zum Oktober 2016 abschließen zu können.

Obwohl ursprünglich im Sanierungspaket enthalten, bleiben der Georginenplatz mit Georginenstraße, die Friedrich-Franz- und die Mühlenstraße erst mal unsaniert. Die Mühlenstraße hat nach dem Streit um die Bäume und dem Aussetzen der Planungen ohnehin keine Rolle mehr bei den mittelfristigen Bauvorhaben gespielt.

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10 Straßen sollen mit Städtebaufördermitteln in Warnemünde saniert werden. Begonnen wurde im Sommer 2011. Es sind die Alexandrinenstraße (fertig), die Kirchenstraße (fertig), der Kirchenplatz (fertig), die Friedrich-Franz-Straße (Planung), die Anastasiastraße (fertig ), die Dänische Straße (fertig), Georginenstraße und -platz (in Planung) sowie die Seestraße (teilweise fertig). Offen ist die Mühlenstraße.

200 Stellplätze für Autos verliert Warnemünde durch Sanierungen oder Umgestaltungen wie in der Heinrich-Heine-Straße.

Thomas Sternberg

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