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Segler ziehen ins Hochhaus und lösen ein Problem

Warnemünde Segler ziehen ins Hochhaus und lösen ein Problem

Wohnungsgesellschaft Wiro hilft Warnemünder Segel-Club und Warnemünder Woche / Alternative für gesperrte Plattform: Altes Fährbecken wird Aufstellfläche für Boote

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Jürgen Missing (l.), Koordinator der Warnemünder Woche, und Hans-Jürgen Bohn, Vorsitzender des WSC.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Die Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro stellt Vereinen und Bürgerinitiativen Büros und Veranstaltungsräume im Hochhaus auf der Mittelmole zur Verfügung.

Glücklicher Nutzer ist der Warnemünder Segel-Club (WSC). Mit einem kleinen Fest sind gestern die Vereinsräume eingeweiht worden.

„Das bringt unseren Verein nach vorne“, ist Hans-Jürgen Bohn, Vorsitzender des WSC, überzeugt. „Statt ehemals einem Büroraum stehen nun vier zur Verfügung, es gibt hier auch das neue Warnemünder-Woche-Büro, einen Besprechungsraum sowie ein Büro für unsere Jugendabteilung“, ergänzt Jürgen Missing, Chefkoordinator der Warnemünder Woche.

„Wir haben uns an die Wiro gewandt und gefragt, ob wir Räume bekommen können. Wir sind glücklich, dass es geklappt hat“, sagt Holger Martens, stellvertretender Vorsitzender beim WSC. Jetzt könne man ganz anders arbeiten als bisher, freut sich Martens.

„Es ist eine Form des Sponsorings, dass wir Warnemünder Vereinen mit Büroräumen helfen“, sagt Ralf Zimlich, Geschäftsführer der Wiro. Neben dem WSC seien Räume an drei weitere Vereine vergeben worden. Die fünfte und sechste Etage des Hauses nutze die Wiro selbst, so Zimlich. Wegen der großen Umbauarbeiten in der Firmenzentrale in der Langen Straße brauche man dort die Büros.

Die Zukunft der gesamten Mittelmole steht hingegen eher in den Sternen. Gestaltungssatzung und Bebauung-Plan scheinen ein Projekt für Jahrzehnte zu sein, denn bereits 2010 hat die Wiro das Areal erworben, um dort vor allem Mietwohnungen zu bauen. Da eine Umsetzung nicht in Sicht ist, kommt das Unternehmen auch an anderer Stelle dem WSC entgegen und stellt zur Warnemünder Woche die Fläche des zugeschütteten Fährbeckens als Aufstellfläche für Segelboote zur Verfügung. Das rettet die sportliche Großveranstaltung mit rund 900 teilnehmenden Booten, denn durch die Sperrung der hölzernen Plattform zwischen Yachthafen und Alter Strom gab es kaum noch Platz am Yachthafen.

Die Sperrung des Gesamtbereiches sei alternativlos, hatte das zuständige Tief- und Hafenbauamt im November erklärt. Bereits vor zwei Jahren und noch einmal im vergangenen Jahr habe es Reparaturen gegeben. Die Plattform sei trotzdem zu gefährlich geworden.

„Es ist ja unser Problem“, sagt Jürgen Bohn, „auf dem Wasser haben wir genug Platz, nur nicht im Hinterland“. Er plädiert erneut dafür, dass sich alle Beteiligten an einen runden Tisch setzen, um perspektivisch nach Lösungen zu suchen. „Es bleibt dabei, wir haben hier das weltbeste Segelrevier“, so Bohn. Das müsse man ausbauen. Allerdings ergänzt er: „Nur ein bisschen wärmer könnte es manchmal sein.“

Reederei verließ Rostock

Bereits im November 2010 hatte die Fährreederei Scandlines seine Firmenzentrale, das Hochhaus auf der Warnemünder Mittelmole, zusammen mit dem rund 67000 Quadratmeter großen Grundstück an die Rostocker Wohnungsgesellschaft Wiro verkauft. Der Kaufpreis soll rund 14,2 Millionen Euro betragen haben. Danach wurde Scandlines Mieter im Wiro-Hochhaus. Der Mietvertrag lief Mitte 2015 aus, die Reederei verließ Rostock und zog nach Hamburg.



Thomas Sternberg

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