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Semesterstart mit Schnaps und Studienhilfe

Warnemünde Semesterstart mit Schnaps und Studienhilfe

Gestern begrüßte der Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar in Warnemünde 67 Studienanfänger und künftige Spezialisten in der maritimen Wirtschaft

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Anstoßen aufs Studium: Förderstudenten der Reederei Aida Cruises mit Christian Dudat (Mitte) vom Studentenklub „Sumpf“.

Quelle: Fotos: Klaus Walter

Warnemünde. Kaum zu glauben, dass das Studium so locker ist: eine Stunde Einführungsveranstaltung, gefüllt mit Hilfsangeboten von Dozenten, Studentenverbindungen und älteren Semestern. Und dann „Campus-Erwachen“ – eine fröhliche Party mit Sonne, Schnaps, Bier und Musik und großen Plänen für die nächsten Höhepunkte im Studentenleben: Kutterpullen, Glühweintrinken, Faschingsvorlesung oder Gesangswettbewerb. Trotzdem: Genau so begrüßte gestern der Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar seine 67 Erstsemester-Studenten in Warnemünde.

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Gestern begrüßte der Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar in Warnemünde 67 Studienanfänger und künftige Spezialisten in der maritimen Wirtschaft

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„Studentenleben wird wohl immer so sein“, kommentierte Bereichsleiter Karsten Wehner. Vielleicht sind manchem dennoch die ernsteren Worte des Profs in Erinnerung geblieben. „Eine Abbrecher- Quote von 40 Prozent mag ich nicht“, sagte er: „Lernen Sie schnell, sich selbstständig und in der Gruppe Wissen anzueignen. Und wenn’s eng wird: Nehmen Sie die Hilfsangebote der Älteren an.“

Derer gab es reichlich. Zum Beispiel von der Nautischen Kameradschaft „Poseidon“, die an der Hochschule aktiv ist und sich vor allem um jene kümmert, die Warnemünde am Ende mit einem nautischen Patent verlassen wollen. „Nachhilfe, Praktika und Kontakte im In- und Ausland“, versprach Poseidon-Chef Arne Bergholz, bevor auch er Einladungen aussprach: Schlepperbesichtigung und Grillen am 30.

September, Semesterkneipe am 7. Oktober, Stammtisch am Mittwoch danach.

Wo es Getränke gibt, wissen die Erstsemester spätestens seit dem Redebeitrag des Studentenclubs „Sumpf“: „Haus 2, Erdgeschoss“, sagte Club-Chef Sebastian Neugebauer. „Da findet das soziale Leben statt.“ Hilfsangebote gab es auch noch vom Fachschaftsrat. „Nachhilfe, vor allem in den wissenschaftlich-technischen Fächern“, bot Fachschaftsratsvorsitzende Lea Beyling an. Sie erläuterte noch kurz, wie die Hochschulselbstverwaltung funktioniert und lud die Erstsemester dann zum Kutterpullen am 21. Oktober ein – natürlich mit Willkommensfeier davor und After-Race-Party danach.

Auf eine gute Zeit, aber auch eine fundierte Ausbildung hoffen die Studienanfänger. Yvonne Meißner (28) aus Rostock ist bereits Werkstoffprüferin und möchte nun in Warnemünde „das Berufsfeld erweitern“. Weiterkommen will auch Marco Wölfer (31). Er war bereits als Musiker auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs – jetzt will er Nautiker werden. „Die Leidenschaft hat mich gepackt“, sagt er. Ebenso wie Janek Stürmer (21) aus Lübeck. Er ist bereits Schiffsbetriebsassistent und will ein Patent. „Auf große Fahrt, davon träume ich“, sagt er.

Sorgen um die Schifffahrtskrise machen sich die wenigsten. Nicht zuletzt, weil auch Carsten Sibel, Chef der Hamburger Bugsier- und Bergungsreederei den Studienanfängern Mut machte. „Schlechte Aussichten, Frachtraten im Keller, deutsches Personal zu teuer – das hatten wir alles auch schon 1983, als ich anfing“, sagte er. „Trotzdem sind alle aus meinem Jahrgang in der Branche geblieben.“

Maritime Ausbildung mit langer Tradition

Seit 1952 wird auf dem Campus in Warnemünde maritime Ausbildung angeboten, seit 1969 auch die international anerkannte Seefahrtsausbildung. Vorläufer der Einrichtung ist die 1864 in Wustrow eröffnete Großherzogliche Navigationsschule. Heute als Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar fortgeführt, studieren hier rund 370 Studenten und circa 100 Fachschüler auf den Gebieten Nautik, Schiffbetriebstechnik und Hafenwirtschaft/Logistik.

Klaus Walter

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