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Senioren fordern Stadtteilzentrum

Warnemünde Senioren fordern Stadtteilzentrum

Mittelmole als Standort vorgeschlagen / Veranstaltungsraum muss 200 Personen fassen

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Horst Döring (l.) und Werner Fischer sammeln Argumente fürs Stadtteilzentrum.

Quelle: Fotos: Michael Schissler

Warnemünde. Der Ortsbeirat Warnemünde wird sein Ziel, ein Stadtteilbegegnungszentrum im Seebad zu bekommen, weiterhin verfolgen. Derzeit befasst sich der Seniorenausschuss des Ortsbeirates mit dem weiteren Vorgehen. Horst Döring, Vorsitzender des Seniorenausschusses, und Dr. Werner Fischer, sein Stellvertreter, haben sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und sind nun dabei, Argumente für den Bau eines solchen Zentrums zu sammeln.

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Mittelmole als Standort vorgeschlagen / Veranstaltungsraum muss 200 Personen fassen

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Seinen Wunsch hatte der Seniorenausschuss bereits in einer Sitzung des Sozial-, Jugend- und Gesundheitsausschusses der Bürgerschaft präsentiert. Dort allerdings hatte Sozialsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) das Ansinnen mit dem Hinweis darauf zurückgewiesen, „dass Warnemünde kein sozialer Brennpunkt“ sei. „In dem Meinungsaustausch ist dann auch gesagt worden, dass es in Warnemünde ein großes Bedürfnis nach einem Stadtteilzentrum gibt, aber nicht den Bedarf“, berichtete Werner Fischer. „Dies wollen wir so nicht stehen lassen“, sagte Horst Döring. Es gebe auf jeden Fall Bedarf, „wenn man an die zahlreichen Vereine im Seebad denkt“, so Fischer. Döring fügte hinzu, „dass die Vereine und Interessengruppen, die soziale, kulturelle und sportliche Ziele haben, sich derzeit teilweise nur unter sehr unzureichenden Bedingungen treffen können.“

„Das Stadtteilzentrum“, so machte Döring klar, „ist nicht nur für die Senioren gedacht, es soll ein Angebot an alle Warnemünder, auch Kinder und Jugendliche sein.“

Bei einer in der Stadtverwaltung vorliegenden Bestandsanalyse der bestehenden Stadtteilzentren sei aufgefallen, „dass die nun schon zu klein sind“, sagte Dr. Werner Fischer. Die Warnemünder brauchen nach den Berechnungen des Ortsbeirates einen Veranstaltungsraum für mindestens 200 Personen. Horst Döring unterstrich diese Forderung mit dem vom Seniorenausschuss organisierten Seniorentag: „Da haben wir rund 150 Gäste , mit den Ausstellern und den anderen Akteuren kommen wir da schnell auf 200 bis 250 Teilnehmer.“

Der Standort eines solches Stadtteilzentrums kann nach Ansicht des Ortsbeirates nur auf der Mittelmole sein. Dort lassen sich Kultur- und Vereinsleben gut mit dem Segelsport verbinden. Diese Überlegung ist nicht neu. Der Ortsbeirat hatte bei der Fortschreibung des Strukturkonzeptes bereits gefordert zu untersuchen, ob das Wiro-Haus auf der Mittelmole und der dazugehörigen Lokschuppen daneben – beide Immobilien befinden sich im Besitz der Wiro – als Stadtteilbegegnungszentrum für das Seebad eignen könnten. Was allerdings aus diesem Prüfauftrag geworden ist, konnten weder Döring noch Fischer sagen. Sie fragen sich jetzt, ob eine entsprechende Anfrage von der Stadtplanung an das kommunale Wohnungsunternehmen geschickt worden ist.

Aus der Stadtverwaltung verlautete gestern, dass ein solcher Prüfauftrag im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft nicht bekannt ist. Und auch Carsten Klehn, Pressesprecher der Wiro, sagte: „Bei uns ist ein solcher Auftrag nicht angekommen.“ Die Wiro habe deswegen im Ortsbeirat die Pläne zum Umbau des Gebäudes in ein Boardinghaus vorgestellt. Um mit dem Stadtteilzentrum voranzukommen, hoffen Werner Fischer und Horst Döring nun, „dass dem Votum des Ortsbeirates Warnemünde für eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme für die Bereiche Mittelmole, Stadteingang und Werftgelände von der Bürgerschaft gefolgt wird.“

„Ziel muss es sein“, sagten die beiden Ausschuss-Mitglieder, „dass alle städtischen Gesellschaften und Akteure in dieser Sache an einem Strang ziehen.“

Michael Schißler

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