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Warnemünder Woche: Ehrenamtler sorgen für das Gelingen des großen Segelfestes Sie schneiden, schmieren und belegen

Ob als Juroren bei den Regatten, Retter auf dem Wasser oder auch hinter den Kulissen des Organisationsbüros: Die Großveranstaltung lebt von den engagierten Ehrenamtlern.

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Um halb sechs stehen sie auf, um rechtzeitig in der Vereinsgaststätte des Warnemünder Segel-Clubs zu stehen: die Brötchenfrauen. Seit acht Jahren kümmern sie sich darum, dass die Sportler und Helfer auf See zur Mittagszeit gut versorgt sind.

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Ob als Juroren bei den Regatten, Retter auf dem Wasser oder auch hinter den Kulissen des Organisationsbüros: Die Großveranstaltung lebt von den engagierten Ehrenamtlern.

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Ohne ehrenamtliche Helfer wäre die

Warnemünder Woche

nicht möglich.“Ralf Bergel, Eventkoordinator

Täglich bereiten sie in dieser Zeit rund 300 Lunchpakete vor. „Trotz des frühen Aufstehens macht es wahnsinnig viel Spaß“, sagt Susanne Anders aus Güstrow. Sie steht zum ersten Mal mit ihren fünf Kolleginnen in der Küche. „Das geht jeden Tag schneller, es läuft quasi wie geschmiert“, erzählt die 53-Jährige lachend.

Die sechs Frauen sind gut organisiert. „Jeder hat eine bestimmte Arbeit: Es gibt Schmierer, Beleger und Aufschneider.“ Beim Packen der Tüten laufe es dann fast wie am Fließband. Zwei bis drei Wochen vorher werde alles geplant und mit dem Sponsor Citti abgesprochen. Neben geschmierten Stullen und Brötchen gibt es in jedem Paket auch Obst, ein Stück Gurke und Snacks. Nach zwei Stunden sei für einige der Frauen Feierabend, andere helfen weiter. „Aber erst essen wir gemeinsam Frühstück“, betont Susanne Anders.

„Ohne ehrenamtliche Helfer wäre die Warnemünder Woche nicht möglich“, sagt Eventkoordinator Ralf Bergel vom Warnemünder Segel-Club. Viele würden sich extra Urlaub nehmen, damit sie beim Segelspektakel mithelfen könnten.

Sie organisieren

Rund 40 Mitglieder des Warnemünde Vereins sind während der Aktionswoche im Einsatz, um bei der Organisation für die bunten Veranstaltungen an Land zu helfen.

Auch Erika und ihr Mann Ulrich Lehmann helfen seit Jahren mit. „Beim Ümgang gehen wir als Ordner mit und betreuen die Fahrzeuge“, sagt Erika Lehmann. Seit 1981 hilft sie bei dem damaligen Sommerfest und später bei der Warnemünder Woche mit. Auch auf der Promenade sind beide aktiv im Einsatz. Beim Glashäger-Stand verkaufen sie Getränke – ehrenamtlich. „Der Erlös kommt dem Warnemünde Verein zugute.“

Ohne sie geht diese Woche gar nichts

An der Slip auf der Mittelmole sitzen sie und warten, dass die Segler von ihren Wettkämpfen zurückkommen. Wenn ein Sportler das Ufer erreicht, zeigt er eine Nummer und die Helfer suchen den dazugehörigen Trailer heraus. Dann kann das Schiff an Land gezogen werden.

Mehr als zehn Helfer sind hier im Einsatz. Allein gestern wurden 328 Laser aus dem Wasser gezogen. Viele kommen in Gruppen an, da sei es schwierig die Kontrolle zu behalten. „Das kann ganz schön chaotisch werden“, sagt einer der Helfer. Auch Stefan Schlimmermann hat das schon bemerkt. Der Rostocker ist zum zweiten Mal dabei.

Sie retten Leben

Bei jedem Rennen auf dem Wasser ist sie dabei: Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes. Mit insgesamt 15 Booten und 32 Helfern sind die Retter auf der 79. Warnemünder Woche unterwegs.

Andreas Lehning ist einer von ihnen. Er hilft seit zwölf Jahren bei der Woche mit. „Die See hat ihre eigenen Gesetze“, sagt der 49-Jährige. Im Gegensatz zum Binnengewässer könnte sich in kurzer Zeit ein Unwetter entwickeln, weiß der erfahrene Leiter der Wasserwacht Magdeburg. „Wir müssen Respekt vor der Natur haben und nicht nur kontinuierlich auf die Sportler, sondern auch auf unsere eigene Sicherheit achten.“

Neben den Einsatzkräften aus Rostock und Magdeburg bekommen die Helfer Verstärkung von den Kreisverbänden aus Bad Doberan, Güstrow, Nordwestmecklenburg, Schwerin, Mecklenburgische Seenplatte, Uecker-Randow und Freckenhorst.

Sie achten auf die Regeln

Zwei große Aufgabenbereiche haben die 13 Juroren der Warnemünder Woche. „Wir schiedsen live auf dem Wasser und leiten die Protestverhandlungen“, sagt Jörn-Christoph Jansen. Denn nach den Wettrennen hätten die Sportler noch Zeit Proteste einzulegen. „Es geht hier nicht um die Wertung, sondern nur um die Regeln“, erklärt der Juror. Dabei liege es allein in der Entscheidung der Schiedsrichter, ob sie dem Protestführer oder -gegner recht geben.

Jansen ist der sogenannte Chairman der internationalen Jury. Aus sieben Ländern kommen die Schiedsrichter: Großbritannien, Frankreich, Dänemark, die Niederlande, Polen, Deutschland und Österreich. Um diese ausgewogene Beteiligung der Länder an der Jury beizubehalten, fängt Jansen schon frühzeitig mit der Organisation an. „Die ersten Schiedsrichter für die 80. Warnemünder Woche stehen jetzt schon fest.“

OZ

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