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Sommerfest mit Blick in die Geschichte

Diedrichshagen Sommerfest mit Blick in die Geschichte

Gastwirtsfamilie Soyk feierte mit Freunden und Gästen „20 Jahre Wilhelmshöhe“ / Tochter Katharina übernimmt

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„Männerfreund“ Uwe Tredup hisste die neue Wilhelmshöhe-Fahne.

Diedrichshagen. Glückwünsche und Dankesworte, viele Blumen und Präsente – und auch ein paar Tränen der Rührung: Gestern feierte die Gastwirtsfamilie Soyk mit Freunden und Gästen die Jubiläumspartie „20 Jahre Wilhelmshöhe“. Am 16. November 1996 hatten Barbara und Wolfgang Soyk ihr neu erbautes Restaurant und Hotel „Wilhelmshöhe“ eröffnet. An traditionsreicher Stelle: Schon seit 1890 empfing hier das Ausflugslokal „Wilhelmshöh“ die ersten Gäste, und seitdem ist der Platz hoch oben auf dem Steilufer an der Stolteraa „das Ausflugsziel“ für viele Rostocker geblieben.

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Gastwirtsfamilie Soyk feierte mit Freunden und Gästen „20 Jahre Wilhelmshöhe“ / Tochter Katharina übernimmt

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Lokal mit Geschichte

1890 eröffnete das Lokal „Wilhelmshöh“ und wurde zum beliebten Ausflugsziel. Zu DDR-Zeiten war der Konsum Pächter, später Eigentümer. 1987 stellte der Konsum den Gaststättenbetrieb ein und errichtete drei Kioske. Seit 1990 ist Barbara Soyk Betreiberin, 1994 erhielt die Familie das Erbbaurecht und eröffnete 1996 das Hotel „Wilhelmshöhe“.

„Mir fehlt meine Frau, mein Sohn und meine Tochter“ – diesen Satz sagte Wilhelmshöhe-Gastwirt Wolfgang Soyk ins Mikrofon, als er seine offizielle Rede halten wollte. Damit hatte er schon viel gesagt über familiären Zusammenhalt und die vergangenen 20 Jahre, viele davon in gemeinsamer Arbeit im Familienbetrieb. Ehefrau Barbara, Sohn Alexander und Tochter Katharina begrüßten derweil noch immer etliche Freunde und Gäste, die bei herrlichem Sonnenschein nach Diedrichshagen gekommen waren, um zu gratulieren. Endlich aber standen sie beisammen – und Wolfgang Soyk sagte, was er an diesem Tag eigentlich sagen wollte: „Danke!“

Wolfgang Soyk bedankte sich bei 14 Firmen, „die uns all die Jahre unterstützt haben“ – auch in Zeiten, in denen „die Luft zum Atmen knapp geworden war“, und er bedankte sich bei seinen Mitarbeitern.

Ohne ihren Einsatz hätte die Familie es nie geschafft, ihre Arbeit sei „von ausschlaggebender Bedeutung“ für den Erfolg gewesen.

Mit zehn Mitarbeitern startete das Hotel und Ausflugslokal 1996, heute sind es 28. Einer von ihnen ist Restaurantleiter Patrick Brandshagen (30). Er hatte damals auf der Wilhelmshöhe seine Ausbildung begonnen und machte sich als bestens qualifizierter Restaurantfachmann auf den Weg in die weite Welt – arbeitete in Fünf-Sterne-Häusern in Österreich und der Schweiz, fuhr auf Aida-Schiffen um die Welt. Jetzt hat er wieder auf der Wilhelmshöhe angeheuert. „Es ist einfach viel familiärer hier, gemütlicher, nicht so förmlich und steif“, begründet er seine Heimkehr. Er sei froh, wieder hier zu sein. Wolfgang Soyk erwähnte seinen Restaurantchef in seiner Rede – hatte zuvor aber auch die Schattenseite angesprochen: Fachkräfte zu bekommen, sei schwer in diesen Zeit, sagte er. Die Lehrausbildung aber sei ganz zum Erliegen gekommen.

„20 Jahre haben wir uns alles abverlangt“, sagte Wolfgang Soyk und erinnerte an die Anfangsjahre, an Zwölf- und Sechzehn-Stunden-Arbeitstage, sieben Mal die Woche, 365 Mal im Jahr, sprach von schlaflosen Nächten, in der Ungewissheit, Zins und Tilgung für die Kredite erwirtschaften zu können, aber auch von der Hilfe, die Sohn Alexander, heute selbst Hotelier im benachbarten Hotel „Ostseeland“, als Hotelfachmann mit EDV-Kenntnissen leistete.

Auch Barbara Soyk bedankte sich, obwohl ihr das Reden deutlich schwerer fiel. Verständlich: Ihre Wurzeln an diesem Ort sind noch tiefer. Sie betrieb schon 1990 den Kiosk auf der Wilhelmshöhe. Während sich Barbara und Wolfgang Soyk nun auf „Enkel, Boot und Angeltouren“ freuen, ist die Zukunft des Hauses gesichert: Tochter Katharina übernimmt das Geschäft.

Klaus Walter

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