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Sport, Musik, Gespräche: So bleiben Senioren gesund

Warnemünde Sport, Musik, Gespräche: So bleiben Senioren gesund

Knapp 100 Gäste kamen gestern zum zweiten Warnemünder Seniorentag. Das Motto lautete „Fit und aktiv im Alter“.

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Der Chor war mit viel Herzblut dabei. Das hat mir gefallen.Erich Paul (82) aus Warnemünde

Warnemünde. Applaus hallt durch das Vereinsheim der Kleingartenanlage „Am Moor“. Stimmungsvoll hat der Schmarler Volkschor den zweiten Warnemünder Seniorentag eröffnet. „Hochachtung vor dieser Leistung. Die Damen und Herren sind mit viel Herzblut dabei“, sagt Erich Paul (82). Auch Ehefrau Marianne (78) lobt: „Man spürt, dass Musik Freude macht und jung hält. Toll.“

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Knapp 100 Gäste kamen gestern zum zweiten Warnemünder Seniorentag. Das Motto lautete „Fit und aktiv im Alter“.

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Knapp 100 Besucher sind gestern zum Seniorentag gekommen. Unter dem Motto „Fit und aktiv im Alter“ erhalten sie an Aktionsständen Informationen zu Bewegung, Ernährung und Entspannung. Höhepunkte sind die Vorstellung eines Apfelpfades, die Besichtigung eines Seniorengartens und Live-Musik der Ecolea-Schule.

„Uns ist wichtig, dass die Senioren ins Gespräch kommen und sich individuell informieren können“, sagt Kristin Schünemann, Koordinatorin für Gesundheitsförderung in der Hansestadt. Das gelingt:

Irmgard Sauer (79) lässt bei der Vital und Physio GmbH ihre Wirbelsäule vermessen. Mit einer sogenannten Medi-Mouse fährt ihr Kristina Portwich den Rücken hinunter. Danach werten beide die Ergebnisse am Computer aus. „Ich habe das zum ersten Mal gemacht. Das ist schon interessant“, sagt Sauer.

Marianne Paul nutzt die Gelegenheit, um mit Mitarbeitern der Mühlenapotheke ins Gespräch zu kommen. „Sonst reiche ich ja nur mein Rezept ein und traue mich nicht weiter nachzufragen, weil so viel Publikum da ist“, sagt die 78-Jährige. Es sei schön, beim Seniorentag jetzt auch mal privat etwas besprechen zu können. Generell mag sie am Seniorentag, „dass sich die Warnemünder hier mal wiedersehen“.

Schon zur Premiere des Seniorentages im vergangenen Jahr war der Andrang groß. Doch es sei nicht alles gut gewesen, blickt Horst Döring vom Seniorenausschuss des Seebades zurück. Es habe zu viele Gäste und zu viel Kulturangebote gegeben – alles auf engstem Raum. In diesem Jahr gibt es nun eine abgespeckte Version.

Selbsthilfegruppen stellen sich vor. Der Landesturnverband gibt Tipps für Bewegung und Sturzfreiheit im Alltag. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft klärt über Demenz auf. Und die Volkssolidarität spricht über den Hausnotruf, der für mehr Sicherheit zu Hause sorgen soll. „Die Senioren haben die Möglichkeit, mit verschiedenen Themen und Partnern in Kontakt zu kommen“, sagt Koordinatorin Schünemann. Sie nennt den Seniorengarten des Verbandes der Rostocker Gartenfreunde: „Hier zeigt sich, dass es eine Alternative gibt und viele ihren Garten trotz hohen Alters nicht aufgeben müssen.“

Beim Stand der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) häufen sich Fragen zum „Blauen Taster“: Dieser hilft Fahrgästen, die beim Ein- und Aussteigen mehr Zeit brauchen, weil sie zum Beispiel Rollstuhl fahren oder mit dem Rollator unterwegs sind. Durch das Drücken der blauen Taste verhindern Fahrgäste, dass die Türen automatisch schließen. „Viele steigen im Alter vom Auto auf den Öffentlichen Nahverkehr um und müssen das Fahren mit Bus und Bahn erst üben“, sagt RSAG-Kundenmanager Michael Reitz. Auch der Umgang mit dem Rollator müsse erlernt werden. „Viele fragen, wie das funktioniert.“ Die RSAG biete dafür ein Rollator-Training an – der nächste Kurs ist im September.

Ausschuss kümmert sich

7800 Senioren wohnen im Stadtteil Warnemünde und in der Eigenheimsiedlung Diedrichshagen. Vertreten werden ihre Interessen vom Seniorenausschuss des Seebades, der gerade dabei ist, einen Katalog zu entwickeln.

In diesem sollen konkrete Ziele festgehalten werden. So will der Ausschuss unter anderem Sprechstunden anbieten und den Austausch zwischen Schülern und Senioren ausbauen. Der größte Wunsch ist ein Stadtteil- und Begegnungszentrum in

Warnemünde. Die Stadtverwaltung sieht dafür jedoch keinen Bedarf.

André Wornowski

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