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Warnemünde Sprechstunde für Ältere kommt

Warnemünder können sich mit ihren Problemen an den Seniorenausschuss wenden

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Wir helfen in der Sprechstunde und stellen Kontakte her.Ekkehard Romeike, Mitglied im Seniorenausschuss

Warnemünde. Der Seniorenausschuss des Ortsbeirates Warnemünde und Diedrichshagen wird den älteren Mitbürgern ab Mittwoch, dem 1. November, als neuen Service eine Seniorensprechstunde anbieten.

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Warnemünder können sich mit ihren Problemen an den Seniorenausschuss wenden

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„Das ist der Wunsch vieler Senioren gewesen“, sagte Ekkehard Romeike, der Mitglied im Seniorenausschuss ist. Dies habe man erfahren, als man das Vorhaben bereits bei einer Veranstaltung Anfang Oktober zum Thema „Mobilität im Alltag“ vorgestellt habe.

Der Bedarf nach Gesprächen und nach Problemlösungen ist auf jeden Fall vorhanden, das machten gestern bei einem Gespräch in der Seniorenresidenz Mühlenblick, die von der Volkssolidarität betrieben wird, mehrere Senioren deutlich.

82 Jahre alt ist Helga Maiwald, und sie kann eine ganz Reihe an Problemen aufzählen, die in einer solchen Sprechstunden besprochen werden könnten. „Der Ort ist einfach zu überlaufen – vor allem im Sommer“, sagt Helga Maiwald. Besonders stark empfinde sie das beim Einkaufen: „Viele von uns haben das Problem, dass sie nicht sehr lange in den Warteschlangen an den Kassen der Supermärkte stehen können.“

Mit den Menschenmengen hat auch die 88-jährige Christel Biedenweg ihre Schwierigkeiten: „Am Sonnabend und am Sonntag habe ich kaum eine Chance, mit meinem Scooter am Alten Strom unterwegs sein zu können.“ Mit der Bewegungsfreiheit in Warnemünde hat auch Bärbel Coenen zu kämpfen: „Ich bin mit meinem elektrischen Rollstuhl unterwegs – und ich muss damit über ziemlich große Kuppen auf dem Gehweg, weil die Baumwurzeln die Gehwegplatten hochgedrückt haben.“ Heidi Schneider, 77 Jahre und selbst im Seniorenausschuss aktiv, findet, „dass die Senioren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten, aber häufig dazu nicht die Möglichkeiten haben, auch wenn es viele Vereine und Veranstaltungen in Warnemünde gibt.“ Es gebe beispielsweise Senioren, die gern mit öffentlichen Verkehrsmittel durch die Hansestadt fahren wollten, „sich dass aber ohne eine Begleitung nicht trauen“. Und vor allem machen alle Seniorinnen der Gesprächsrunde ganz klar: „Warnemünde braucht auch ein Stadtteilbegegungszentrum.“ Daran ist auch dem Seniorenausschuss gelegen. Das Gremium tagt immer wieder im Mühlenblick. Dessen Leiterin Viola Leonhardt hat dem Seniorenausschuss nun auch einen Raum für die Sprechstunde zur Verfügung gestellt. „Ich finde eine solche Einrichtung für die Senioren des Seebades schon ganz wichtig“, begründet die Mitarbeiterin der Volkssolidarität ihre Entscheidung.

Ekkehard Romeike sieht in der Seniorensprechstunde vor allem die Möglichkeit, sich über die Sorgen der älteren Warnemünder zu informieren. Dann könnten die Probleme einerseits in den Sitzungen des Seniorenausschusses diskutiert werden, andererseits habe man auch die Möglichkeit, als Vermittler aufzutreten und Kontakte zu Sozialträgern, Ämtern und Vereine herzustellen und auf diesem Weg die Probleme zu lösen. Romeike weist allerdings darauf hin, dass es keine Rechtsberatung in den Sprechstunden für Senioren geben kann. „Aber wir garantieren, dass es auch individuelle Gespräche geben wird, wenn es um persönliche Dinge geht“, sagt das Mitglied des Seniorenausschusses. Dabei denkt er unter anderem an die Wohnsituation und die Barrierefreiheit in Unterkünften. Ebenso können die Mitglieder des Seniorenausschusses auch den Zugang zu kulturellen Einrichtungen herstellen und helfen, Kontakte zu anderen Senioren aufzubauen.

Seniorensprechstunde: Mittwoch, 1. November, Haus Mühlenblick, Laakstraße 6, Beginn 14 Uhr

Michael Schißler

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