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Strandvogt kennt keine ruhigen Minuten

Warnemünde Strandvogt kennt keine ruhigen Minuten

Dauerstress durch Hunde am falschen Strand, Radler auf der Promenade und Gaffer im FKK-Bereich

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Strandvogt Jürgen Förtsch (45) im Gespräch mit Kerstin Ziegler (36) von der „Strandoase“.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Von wegen entspanntes Schlendern und Plaudern am Strand. Der Job hat zwar mit Strandvogt einen gemütlichen Namen, doch den muten sich nur wenige zu. Denn der Strandvogt muss mahnen, schlichten, verweisen, beraten oder auch mal Hilfe holen. Im nun zweiten Jahr hat Jürgen Förtsch (45) diese Aufgabe zwischen Westmole und Wilhelmshöhe übernommen.

Die Radler von der Promenade zu verbannen, ist ein Kampf gegen Windmühlen.“Jürgen Förtsch,

Strandvogt

„Ich bin die Ruhe in Person und trotzdem konsequent, um die Strand- und Badesatzung durchzusetzen“, sagt Förtsch. Das größte Problem seien aus seiner Sicht auch in diesem Jahr wieder die Hunde am falschen Strand und die unzähligen Radler auf der Promenade gewesen. „Die Radler von der Strandpromenade zu verbannen ist ein Kampf gegen Windmühlen“, räumt er ein. Doch er stellt sich ihm täglich neu.

Am Strand ist das absolut größte Ärgernis, dass sich viele Hundebesitzer nicht daran halten, dass sie mit ihren Vierbeinern im Sommer eben nur am Hundestrand sein dürfen. „Sie lassen ihre Hunde frei durch im Sand Liegende und durch Kindergruppen laufen“, berichtet er. Sehen die Hundebesitzer ein, dass sie den Strand verlassen müssen, ist alles gut. Beharren sie auf die Anwesenheit ihrer Hunde und stellen gar die Autorität des Standvogts infrage, dann wird eben die Polizei gerufen. „Kommt die Polizei, kostet es“, sagt Förtsch. Er rufe sie aber nur, wenn es wirklich nicht anders gehe. Auch zum Wachdienst habe er einen guten Draht. Auch der könne Konflikte schlichten.

Energisch müsse er auch bei den Gaffern am FKK-Strand sein. Das habe sicher zugenommen, schätzt der Strandvogt ein. Auch dass Handyfotos von Nackten gemacht werden. Seien die Männer einsichtig und bereit, die Fotos zu löschen, bleibe es bei der Ermahnung. Wenn nicht, rufe er Hilfe.

Jürgen Förtsch ist Warnemünder, der vor ein paar Jahren nach Groß Klein gezogen ist. Darum kennt er sich gut aus. Und nicht wenige Sünder am Strand und auf der Promenade seien Einheimische, hat er festgestellt. Der Strandvogt ist für den großen Abschnitt zwischen Westmole und Wilhelmshöhe verantwortlich. Er kann nicht überall sein. Doch so zwei bis dreimal täglich läuft er den Bereich ab. Elf Kilogramm Gewicht habe er seit 1. Mai, seinem Dienstbeginn, verloren, so Förtsch. Mitte September endet die Arbeit. „Trotz mancher Probleme mache ich den Job sehr gerne und würde auch im kommenden Jahr wieder antreten.“

Thomas Sternberg

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