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Stromerwachen: Warnemünde präsentiert sich traditionell

Warnemünde Stromerwachen: Warnemünde präsentiert sich traditionell

Sommersaison startet mit Fest im Ostseebad / Tourismusdirektor erwartet gute Besucherzahlen / Rund 35 Musiker nehmen beim neunten Drehorgeltreffen teil

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Anlässlich des 35. Bühnenjubiläums sang erstmals der Shantychor „Luv un Lee“ bei der Eröffnung des „Stromerwachens“. Fotos (3): Johanna Hegermann

Warnemünde. Die Blumen blühen, die Bäume schlagen aus und auch der Strom in Warnemünde erwacht aus dem Winterschlaf. Mit einem großen Fest will der Warnemünde- Verein nun auch symbolisch den Frühling in den Norden holen. Dafür ist gestern das traditionelle „Stromerwachen“ am Warnemünder Leuchtturm zum 22. Mal eröffnet worden.

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Sommersaison startet mit Fest im Ostseebad / Tourismusdirektor erwartet gute Besucherzahlen / Rund 35 Musiker nehmen beim neunten Drehorgeltreffen teil

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Programm Stromerwachen

Heute

ab 10 Uhr Bummelmeile, Wassertreten beim Bootsverleih, Drehorgelspieler musizieren

11 bis 13 Uhr Festliches Brückendrehen der historischen Bahnhofsbrücke Morgen

ab 11 Uhr Bummelmeile, Wassertreten, Drehorgelspieler musizieren

13 Uhr Kuchenbasar mit Musik

17 Uhr Benefizkonzert in der

Warnemünder Kirche

„Wir freuen uns, dass wir in die Sommersaison starten können“, verkündet Tourismusdirektor Matthias Fromm. Die Zeichen für eine erfolgreiche Saison würden gut stehen. Das von der OSTSEE-ZEITUNG präsentierte „Stromerwachen“ sei der Auftakt für einen prall gefüllten Veranstaltungskalender. „Wir wollen uns wieder als Seebad attraktiv und abwechslungsreich den Besuchern präsentieren“, sagt Fromm. Doch nicht erst mit den Feierlichkeiten beginnt die Saison. „Die läuft mittlerweile vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Aber ab jetzt beginnt der Sommer“, erklärt Fromm.

Das scheinen die Verantwortlichen für die Musik erst nicht zu bemerken. Als die Warnemünder Trachtengruppe den Platz vor dem Leuchtturm betreten will, wird zunächst ein englisches Weihnachtslied laut angespielt. Der Laune der Besucher tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Sie lachen und applaudieren, als schließlich die Tänzer in den traditionellen Trachten zur passenden Musik auftanzen und auch eine Warnemünder Polka präsentieren.

Auch der Shantychor „Luv un Lee“ sorgt beim Publikum für Stimmung. Da sie in diesem Jahr ihr 35. Bühnenjubiläum feiern, nehmen sie erstmals bei der Eröffnungsfeier teil. Sie stimmen den Heino-Klassiker „Karamba, Karacho, ein Whiskey“ an und fordern auch zum Mitsingen auf. Das lässt sich Walter Klatzek nicht zwei Mal sagen. Der 83-Jährige sitzt neben dem Leuchtturm und schmettert aus vollem Hals die Lieder mit. „Wegen der Musik bin ich hier. Ich komme zu jeder Veranstaltung, vor allem wenn sie Shantys spielen“, sagt der Warnemünder. Er hat sich auch schon Karten für den nächsten musikalischen Höhepunkt besorgt. „Am Sonntag spielen sie mit Drehorgeln in der Kirche“, sagt der Rentner voll Vorfreude.

Einen ersten Vorgeschmack gab es dafür schon gestern. Denn zeitgleich zum Stromerwachen findet auch das neunte Drehorgeltreffen statt. Etwa 35 Orgeln aus ganz Deutschland sind dafür ins Seebad gereist. Mit dabei: Brigitte und Hubert Schlabbers vom Niederrhein. Seit dem Jahr 2000 fährt das Ehepaar an die Ostsee, um hier alle zwei Jahre die Deutschen Drehorgelfreunde zu treffen. „Es ist einer der Höhepunkte des Jahres“, sagt der 62-Jährige.

Trotz des Auftakts für den Sommer ist das Wetter noch etwas unterkühlt. Davon ließen sich die Feiernden nicht beeindrucken. Mit dicken Jacken und regenfester Kleidung pilgern sie nach Warnemünde. Die kleine Zoey aus Hagenow ist mit ihrer Familie auf der Bummelmeile am Alten Strom unterwegs. Hier machen sie an einem urigen Getränkestand halt. Die Vierjährige setzt sich auf den Tresen von Steffen Zedler alias „Zetty“. Angst hat Zoey nicht vor dem Mann mit dem Wikinger-Hut. Die beiden sind alte Bekannte. Ihre Mutter ist mit ihm gut befreundet und besucht den Stand von „Zetty“ regelmäßig. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er als „Mundschenk“. „Mit dem Stromerwachen geht es bei uns richtig los. Jetzt stehen wir an jedem Wochenende woanders.“ Bis Sonntag schenkt er noch Getränke am Strom aus.

Von Johanna Hegermann

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