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Warnemünde Von Walfängern und harten Nüssen

Fußball-Reporter Wolff Fuss begeistert beim OZ-Sporttalk mit launigen Geschichten

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Wolff Fuss (l.), einer der bekanntesten deutschen Fußballkommentatoren, begeisterte gestern beim OZ-Sporttalk unter dem Warnemünder Leuchtturm mit vielen Anekdoten aus der Welt des Fußballs. Sportjournalist Marco Fenske moderierte die unterhaltsame Veranstaltung.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Warnemünde. Im April Mailand, im Mai Madrid, gestern Warnemünde: Wolff-Christoph Fuss machte unterm Leuchtturm des Ostseebades Station. Der 40-Jährige, der zu den bekanntesten deutschen Fußballkommentatoren gehört und für den Fernsehsender Sky arbeitet, war Gast beim Sporttalk der OSTSEE- ZEITUNG.

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Fußball-Reporter Wolff Fuss begeistert beim OZ-Sporttalk mit launigen Geschichten

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Und er begeisterte das Publikum mit vielen Anekdoten aus seinem spannenden Reporterleben. Moderator Marco Fenske, Sportchef des Redaktionsnetzwerkes Deutschland, dem auch die OZ angehört, kitzelte so manche Story aus dem Sportreporter heraus. Der hatte die Lacher auf seiner Seite, als er erzählte, was er vom Fehlgriff von Bundestrainer Jogi Löw bei der Europameisterschaft hält. „Die Hand am Gewehr“ habe bewiesen, wie sehr Löw während eines Fußballspiels unter Strom steht, meinte Fuss.

Apropos Nüsse: Die DFB-Elf hat mit dem Sieg gegen Italien im Viertelfinale die härteste EM-Nuss bereits geknackt, ist sich Wolff Fuss sicher. Beim Elfmeterschießen habe er Nerven gelassen, erzählt der erfahrene Fernsehmann: „Ich habe kurz gedacht, dass Deutschland verlieren kann, als Schweinsteiger seinen Elfmeter in den Nachthimmel flankte, wo er in der Erdumlaufbahn bestimmt Uli Hoeneß’ Ball von 1976 getroffen hat.“

Der Star ist das Team, lautet für Fuss eine wichtige Erkenntnis dieser EM-Endrunde. Und am meisten faszinierten den in München lebenden Sportjournalisten die Isländer. „Am Anfang dachten alle da kommt eine Horde von Walfängern. Doch mit ihrem Teamgeist haben die Isländer unnachahmlich vorgelebt, dass man auch gegen die Dickschiffe des Fußballs bestehen kann.“

Mit Unverständnis reagierte der preisgekrönte Mann auf Reporter-Schelte unterhalb der Gürtellinie, die oft in sozialen Netzwerken auftaucht. „Ich komme schon ins Grübeln, wenn Leute während spannender Fußballspiele versuchen, sich mit verunglimpfenden Kommentaren zu übertreffen“, sagte Fuss. Damit reagierte er auf die Frage eines Magdeburgers, der extra zum Sporttalk angereist war.

Bleibenden Eindruck hat sein erstes Treffen mit dem ehemaligen Bayern-Trainer Louis van Gaal hinterlassen. Der kauzige Holländer, der sich von seinen Töchtern siezen ließ und vor dem die halbe Fußball-Welt Angst hatte wirkte zunächst wie der Koloss von Rhodos. „Der sagte kein Wort, musterte mich von oben bis unten. Ich war zunächst verunsichert. Dann taute er aber doch noch auf und führte mich in einige seiner Taktik-Geheimnisse ein“. Einblicke von denen der gebürtige Ehninghausener (Nordrhein-Westfalen) später am Mikrofon profitieren konnte.

Sein letzter Abstecher nach Rostock liegt schon zwölf Jahre zurück. Damals kommentierte er ein Spiel des FC Hansa, der sich derzeit nur über „spektakuläre Begeisterung seiner Fans“ freuen kann. „Der Ostfußball ist in der 1. und 2. Bundesliga unterrepräsentiert“, lautet Fuss’ traurige Erkenntnis.

Verrückte 90 Minuten

Wolff-Christoph Fuss ist Sportreporter mit Leib und Seele. Schon als Kind war er vom Fußball fasziniert, moderierte aus Spaß Spiele vor dem heimischen Fernseher. Er hat seine Passion zum Beruf gemacht. „Ich hätte auch nichts anderes gekonnt“, meint der Sportjournalist mit schelmischem Lächeln. Als TV-Mann hat er es weit gebracht: Seine Kommentare wurden mehrfach ausgezeichnet. Viele Erinnerungen und Anekdoten hat er aufgeschrieben. Sie sind nachzulesen in „Diese verrückten 90 Minuten.“

Buch: Bertelsmann, Preis 9,99 Euro – ISBN: 9783570101940

Christian Lüsch

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