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Warnemünder Visionen brauchen einen Anfang

Warnemünde Warnemünder Visionen brauchen einen Anfang

Architekt setzt auf die baldige Umgestaltung des südlichen Alten Stroms / Finanzielle Förderung für touristische Bauprojekte wird in den nächsten Jahren schwieriger

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Warnemünde. Das Seebad ganzjährig touristisch erlebbar zu machen, zugleich die Wohnqualität der Warnemünder zu sichern – das hat sich der Warnemünder Architekt Enno Zeug auf die Fahnen geschrieben. Jetzt will er nicht mehr nur Pläne, sondern einen Anfang machen: am Südende des Alten Stroms.

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Architekt setzt auf die baldige Umgestaltung des südlichen Alten Stroms / Finanzielle Förderung für touristische Bauprojekte wird in den nächsten Jahren schwieriger

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Die Mittel- mole muss erlebnisfähig entwickelt werden, ohne dass dies Warnemünde negativ berührt.“ Enno Zeug, Architekt

Seit acht Jahren arbeitet Zeug unbeirrt an seinem „Gesamtkonzept“ für Warnemünde und holt sich immer mehr Verbündete ins Boot. Zuletzt überzeugte er den Bau- und Strukturausschuss des Warnemünder Ortsbeirates mit seiner Devise: „Keine Einzellösungen, sondern alle Probleme komplex angehen.“ Soll heißen: Weder für das Wohnen noch die Kreuzschifffahrt, die Mittelmole, das Parken, den Tourismus oder die leidvolle Toilettenfrage könne es einzelne Lösungen geben. „Alles hängt eng miteinander zusammen“, sagt Zeug.

Dennoch müsse bei der Entwicklung des Seebades schon sehr bald ein Anfang gemacht werden. Grund: „Die Fördermöglichkeiten gehen sonst verloren, die Finanzierung wäre dann viel schwieriger“, ist der Architekt überzeugt. Ab 2019 liefe einerseits der Solidarpakt aus, andererseits ändere sich die Förderkulisse bei der Europäiischen Union. Zeug: „Deshalb müssen wir bald beginnen.“

Für einen solchen „kleinen Anfang“ im Komplex der bevorstehenden Aufgaben hat sich Zeug das Südende des Alten Stroms auserkoren. Den Park auf der Mittelmole als Park belassen, trotzdem die von der Stadt gewünschte Wohnnutzung ermöglichen – ohne das Flair am Alten Strom zu zerstören: Aus Sicht des Architekten ist das machbar. „Wir setzen kleine Bootshäuser auf der Mittelmolenseite ins Wasser“, sagt Zeug. Zudem könnten gegenüber auf der Warnemünder Seite weitere Sportboote, selbst Segelboote mit Masten anlegen – wenn man die Bahnhofsbrücke als weitere touristische Attraktion nicht nur zweimal jährlich, sondern dreimal täglich öffnen würde.

Dann aber wird auch Zeugs kleiner Anfang am südlichen Alten Strom doch wieder sehr komplex, denn auch auf dem Südende der Mittelmole denkt der Architekt weiter. „Auch die Bewohner der Bootshäuser haben Autos, ebenso wie Kreuzfahrttouristen und Tagesgäste“, sagt er. Also müsse ein Parkhaus gebaut werden, dessen Standort sich wiederum am Ausbau der Liegeplätze am Passagierkai anpassen müsse.

Zeug: „Ich will keine Autodächer auf der Mittelmole sehe.“

Auch nicht rund um das alte Stellwerk, das als ältestes Bahnstellwerk Deutschlands denkmalgeschützt ist und auf der Mittelmole erhalten werden soll. Dort denkt der Architekt an einen Bildungs- Campus für die Ecolea-Schule, für Schüler und Lehrer per S-Bahn, Auto oder Fähre bestens erreichbar. Vorgespräche habe er bereits geführt. Und natürlich müsste das Parkhaus wiederum einen Zugang über die Bahn ins alte Warnemünde haben. Zeug: „Es hängt eben alles eng miteinander zusammen.“

Areal von großer städtebaulicher Bedeutung

Das heute als Mittelmole bezeichnete Areal ist das 21 Hektar große Gebiet der Bahnhofshalbinsel zwischen Neuem und Alten Strom in Warnemünde. Angelegt und aufgeschüttet wurde es mit dem Ausbau des Fährverkehrs zwischen Warnemünde und Gedser im Jahre 1903. Nach dem Aus der Fährverbindung 1995 liegt ein Großteil des Areals brach. Die bisherigen Pläne der Stadt und des Flächeneigentümers, der Wohnungsgesellschaft Wiro, zur Entwicklung der Fläche sind wegen ihrer Dimensionen bei den Warnemündern stark umstritten. Auch der Umbau des Bahnhofs steht noch aus.

Klaus Walter

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