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Warnemünder diskutieren über Radweg

Warnemünde Warnemünder diskutieren über Radweg

Stadt plant neuen Fuß- und Radweg in der Parkstraße / Einwohner diskutieren über den Entwurf

Warnemünde. Ein Radweg hat am Dienstag die Gemüter der Warnemünder aufgewühlt. Die Strecke entlang der Parkstraße zum Groß Kleiner Weg ist nur etwa einen Kilometer lang, doch die Meinungen dazu sind gespalten. In der Ortsbeiratssitzung haben Reno Rudek vom Amt für Verkehrsanlagen und Sven Markmann vom Planungsbüro Wastra-Plan die Einwohner über den aktuellen Stand informiert.

 

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„Wir begreifen nicht, warum hier überhaupt so tief in die Tasche gegriffen wird. Die jetzige Situation an der Parkstraße ist in Ordnung.“„Christian Seifert Verband der Gartenfreunde

„Ziel ist ein Rad- und Fußweg, der den Straßenverkehrsordnungen entspricht, diesen Zwängen müssen wir uns unbedingt unterordnen“, sagt Markmann. So solle der Groß Kleiner Weg zur Fahrradstraße erweitert, die Ampelanlage und die Markierungen angepasst werden. „Im ersten Bereich müssen wir den Geh- und Radweg an die Fahrbahn drücken, wir werden die Kleingartenanlage nicht berühren“, gibt Markmann Entwarnung. An der Bushaltestelle am Friedhof werde es jedoch über 42 Meter zu einer Engestelle kommen. „Im weiteren Verlauf entwickelt der Weg sich von einem gemeinsamen zu einem getrennten Geh- und Radweg“, so Markmann. Am Ende der Baustelle müsse man organisieren, wie die Fußgänger am besten in den Ort gelangen. Zusätzlich soll der Bereich an der Ecolea Berufsschule neu gestaltet werden. „Wir denken, dass wir den Verkehr dadurch deutlich besser in den Griff bekommen.“ Es sei ein guter Kompromiss und man könne zeitnah mit den Arbeiten beginnen.

Doch was geschieht mit den Bäumen? „Zwei Alleebäume werden verschwinden und wir müssen in den Küstenschutzwald eingreifenDas ist mit dem Landesforst abgestimmt“, sagt Rudek vom Verkehrsamt.

Ersatzpflanzungen werde es geben – aber nicht in Warnemünde. Die Einwohner reagieren missmutig. „Man kann doch nicht die Zerstörung des Naturerbes rechtfertigen“, sagt eine Frau aufgebracht. Sie will wissen, ob es nicht eine einfache Lösung gebe, die Natur zu schützen und das Ambiente in Warnemünde zu erhalten. Doch Rudek entgegnet: „Wenn wir den Weg nicht zum Küstenwald hin verbreitern, wäre es zu Schaden der Kleingartenanlagen.“

Christian Seifert vom Verband der Gartenfreunde hat sich dagegen ausgesprochen. „Wir haben dort wirklich nicht die Möglichkeit, genau an der Stelle ist ein Versorgungsweg“, erklärt der Verbandschef.

Er kann jedoch nicht verstehen, warum hier ein Radweg entstehen muss. „Wir begreifen nicht, warum hier überhaupt so tief in die Tasche gegriffen wird.Die jetzige Situation ist in Ordnung.“ Mit dieser Meinung steht Seifert nicht allein. Ein weiterer Einwohner fragt nach der Unfallstatistik. „Meines Wissens ist da nie etwas passiert. Hier kommen Fußgänger und Verkehr sehr gut miteinander aus.“ Auch die Warnemünderin Anja Domke versteht nicht, warum man solch komplizierte Pläne verfolge. „Warum nutzt man nicht den rot-weißen Weg, es müsste nur ein Schild aufgestellt werden, dass er von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann.“

Anderen wiederum geht die jetzige Lösung nicht weit genug. Den Radweg sollte man bis zur Kreuzung Mühlenstraße verlängern, schlägt ein Mitglied des Ortsbeirats vor. Schließlich schließt Horst Döring, der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende die Diskussion. „Es hat keinen Zweck sonst sitzen wir noch eine Stunde hier“, betont er. Eine Abstimmung gibt es nicht, da es sich nur um Informationen zum Sachstand handelt.

Johanna Hegermann

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