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Warum nicht Bäume in den Stadthafen setzen?

Warnemünde Warum nicht Bäume in den Stadthafen setzen?

Ungewöhnliche Ideen haben Hans Jensen zum Erfolg geführt. Gestern war er Gast beim Warnemünder Gespräch

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Surpreme-Geschäftsführer Hans Jensen (l.) und OZ-Chefredakteur Andreas Ebel. FOTO: KLAUS WALTER

Warnemünde. . „Wachstum ist nicht alles, es muss sich gut anfühlen.“ Der klassische Unternehmer denkt in aller Regel anders. Hans Jensen (33), Geschäftsführer des Surf- und Trendsport-Shops „Surpremesurf“ sagt: „Strahlkraft und Qualität machen ein Unternehmen aus.“ Beim Warnemünder Gespräch – einer Veranstaltung von OSTSEE-ZEITUNG und Unternehmerverband – gab Jensen gestern Abend im Café Ringelnatz im Interview mit OZ-Chefredakteur Andreas Ebel einen kleinen Einblick in das Werden und Wachsen und die Zukunftspläne von Surpremesurf.

OZ-Bild

Ungewöhnliche Ideen haben Hans Jensen zum Erfolg geführt. Gestern war er Gast beim Warnemünder Gespräch

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„Ab 20 Knoten Wind gibt es Probleme im Geschäft: Dann wollen alle surfen.“ Paloma Tobon Harnandez (33) Mitarbeiterin und Lebensgefährtin

„Es ist interessant, wenn junge Menschen ihren Weg finden, um erfolgreich zu sein.“Gabriele Plam (55) Gast aus Rostock

„Als Unternehmer nicht immer nur auf Wachstum zu setzen, das finde ich gut.“Marcel Plam (19) Student

Dass eine Firma auch mit einer Philosophie erfolgreich sein kann, die sich ausdrücklich gegen das typische Schneller-Höher-Weiter ausspricht, haben Jensen und sein Geschäftspartner Daniel Weiß (33) längst bewiesen. Seit elf Jahren, seit dem zweiten Semester ihres Wirtschaftsingenieurstudiums in Rostock, sind die beiden Unternehmer. Angefangen hatten sie mit einem Online-Shop für Surf-Artikel.

In diesen Tagen bereitet ihre Firma mit mittlerweile zwölf Mitarbeitern den Umzug aus der Eselföterstraße in der Rostocker Innenstadt in einen der alten Speicher im Stadthafen vor. „Wir haben immer von einem Standort am Wasser geträumt“, sagt Jensen. Aus gutem Grund: Surfen, Kite-Surfen, Stand Up Paddling – all das geht am besten mit Wasser vor der Tür. „Wir möchten auch Platz haben für Veranstaltungen mit der Rostocker Surf-Community“, sagt Jensen. Eine Szene, die mindestens 500 aktive Mitglieder hat. Jensen: „Nur die Leute, die regelmäßig auf dem Wasser sind.“ Neben dem Handel gehören Schulungen für Jung und Alt und die Arbeit mit Kindern zum Programm von Surpremesurf. Auch dafür biete der Stadthafen die besten Voraussetzungen, glaubt Jensen.

Für den neuen Standort hat der Firmenchef Wünsche: „Ein paar Bäume wären gut“, sagt er. Eine ungewöhnliche Idee. Nicht ungewöhnlicher als sein Credo als Chef: „Wir sind eine Mischung aus klassischem Betrieb und Familienclan“, erzählt Jensen. „Das zeigt sich etwa, wenn wir alle gemeinsam in den Urlaub fahren.“ Natürlich surfen. Sein Partner und er seien aber auch darauf bedacht, dass alle Mitarbeiter ihre Ausbildung machen, ihr Studium schaffen. Jensen: „Notfalls melden wir sie zur Nachprüfung an.“

Marcel Palm (19) im Publikum gefällt die Einstellung. „Nicht nur ans Wachstum denken, das finde ich gut“, sagt er. Er hat gerade mit dem Betriebswirtschaftsstudium begonnen. „Organisation und Personalwirtschaft muss ich noch lernen“, erzählt Palm. „Vieles versteht man vielleicht besser, wenn man ein Unternehmen führt.“

So ganz einfach sei es allerdings nicht gewesen, räumt Hans Jensen ein: „Der Start war leicht, viel schwerer war es, Hilfe zu finden, wenn es nicht so gut lief.“ Man habe auch viel Lehrgeld bezahlt.

Aber mit Beharrlichkeit habe sich manche Idee etabliert. Auch die vom Surfer-Festival „Zuparken“, das Surpremesurf jedes Jahr im Juni in Kägsdorf organisiert: Am Nikolaustag gibt es dafür die Karten.

Klaus Walter

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